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SportMontag, 15. Juni 2026

Nach 1:5-Debakel gegen Schweden: Tunesien vollzieht beispiellosen Trainerwechsel während der WM

Die tunesische Fußballföderation entließ Sabri Lamouchi nach nur einem WM-Spiel und verpflichtete Hervé Renard, den Bezwinger Argentiniens von 2022, als Retter für die restliche Gruppenphase.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat ihren ersten großen Beben auf der Trainerbank erlebt. Nach der demütigenden 1:5-Auftaktniederlage gegen Schweden in Monterrey trennte sich der tunesische Verband mit sofortiger Wirkung von Sabri Lamouchi – ein historischer Vorgang, denn nie zuvor wurde ein Nationaltrainer während eines WM-Turniers nach nur einer Partie entlassen. Spieler sollen bereits auf dem Platz die Ablösung gefordert haben, später kam es im Mannschaftshotel zu hitzigen Auseinandersetzungen. Verbandspräsident Moez Nassari handelte rasch und präsentierte noch in derselben Nacht einen Nachfolger: den Franzosen Hervé Renard.

Lamouchi, einst französischer Nationalspieler, war erst im Januar mit einem Vertrag bis 2028 angetreten, doch seine Bilanz blieb verheerend: ein Sieg, ein Tor, elf Gegentreffer in fünf Partien. Schon das Vorrunden-Aus beim Afrika-Cup hatte Zweifel an der Modernität des tunesischen Fußballs genährt; der Burnley-Profi Hannibal Mejbri sprach von einem „Rückstand von zehn Jahren“. Die 1:5-Klatsche, die höchste WM-Niederlage der tunesischen Geschichte, ließ die Geduld der Föderation endgültig reißen. Dass die Trennung zunächst verkündet, dann zurückgezogen und schließlich im Staatsfernsehen bestätigt wurde, offenbarte die institutionelle Unruhe.

Mit Hervé Renard verpflichtet Tunesien einen der schillerndsten Turniertrainer. Der 57-jährige Franzose führte Sambia und die Elfenbeinküste zu Afrika-Cup-Triumphen, coachte Marokko bei der WM 2018 und wurde 2022 zur Legende, als er mit Saudi-Arabien den späteren Weltmeister Argentinien bezwang. Zuletzt betreute er die französische Frauen-Nationalmannschaft und kehrte kurzzeitig zu Saudi-Arabiens Männern zurück. In Argentinien gilt er als „Verdugo“, als Henker; nun soll er für Tunesien zum Brandlöscher werden. Renard traf am Dienstag in Monterrey ein und leitete umgehend das erste Training.

Die Aufgabe ist gewaltig, doch das erweiterte WM-Format mit 48 Teams und acht für das Achtelfinale qualifizierten Gruppendritten lässt Raum für Korrekturen. Tunesien trifft am Samstag auf Japan, das zum Auftakt 2:2 gegen die Niederlande spielte, und benötigt dringend Punkte. Renard bleiben nur wenige Tage, um eine verunsicherte Mannschaft taktisch und mental neu auszurichten. Dass Tunesien bereits 1998 während einer WM den Trainer wechselte – damals nach zwei Niederlagen –, zeigt eine gewisse Tradition drastischer Maßnahmen, doch der Zeitpunkt diesmal ist ohne Beispiel.

Aus europäischer Perspektive wirft der Vorgang Fragen nach der Stabilität von Trainerämtern in der aufgeheizten Atmosphäre eines Mega-Turniers auf. Während etwa der Deutsche Bundestrainer oder der Schweizer Nationalcoach auf langfristige Projekte setzen, zeigt das tunesische Beispiel, wie schnell die Geduldsfäden in anderen Fußballkulturen reißen können. Ob Renard das Kunststück gelingt, die Mannschaft innerhalb von Tagen zu revitalisieren, wird nicht nur über Tunesiens Schicksal entscheiden, sondern könnte auch als Präzedenzfall für künftige Turniere dienen. Die globale Fußballgemeinde blickt gespannt nach Monterrey.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Tunesien entließ Trainer Sabri Lamouchi unmittelbar nach der 1:5-Auftaktniederlage gegen Schweden bei der WM. Der Verband bestätigte die Entscheidung als einvernehmliche Trennung und ernannte Mondher Kebaier zum Interimstrainer. Damit gehört Lamouchi zu den wenigen Trainern, die während eines Turniers entlassen wurden.

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Die WM 2026 verzeichnete den ersten Trainerrauswurf nur Stunden nach Tunesiens 1:5-Debakel gegen Schweden. Der tunesische Verband feuerte Sabri Lamouchi, dessen kurze Amtszeit bereits von schlechten Ergebnissen wie einem 0:5 gegen Belgien überschattet war. Der dramatische Schritt zwingt Tunesien zu einer Not-Umstrukturierung vor dem Duell mit Japan, während Schweden als Gruppenfavorit gilt.

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Montag, 15. Juni 2026

Nach 1:5-Debakel gegen Schweden: Tunesien vollzieht beispiellosen Trainerwechsel während der WM

Die tunesische Fußballföderation entließ Sabri Lamouchi nach nur einem WM-Spiel und verpflichtete Hervé Renard, den Bezwinger Argentiniens von 2022, als Retter für die restliche Gruppenphase.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat ihren ersten großen Beben auf der Trainerbank erlebt. Nach der demütigenden 1:5-Auftaktniederlage gegen Schweden in Monterrey trennte sich der tunesische Verband mit sofortiger Wirkung von Sabri Lamouchi – ein historischer Vorgang, denn nie zuvor wurde ein Nationaltrainer während eines WM-Turniers nach nur einer Partie entlassen. Spieler sollen bereits auf dem Platz die Ablösung gefordert haben, später kam es im Mannschaftshotel zu hitzigen Auseinandersetzungen. Verbandspräsident Moez Nassari handelte rasch und präsentierte noch in derselben Nacht einen Nachfolger: den Franzosen Hervé Renard.

Lamouchi, einst französischer Nationalspieler, war erst im Januar mit einem Vertrag bis 2028 angetreten, doch seine Bilanz blieb verheerend: ein Sieg, ein Tor, elf Gegentreffer in fünf Partien. Schon das Vorrunden-Aus beim Afrika-Cup hatte Zweifel an der Modernität des tunesischen Fußballs genährt; der Burnley-Profi Hannibal Mejbri sprach von einem „Rückstand von zehn Jahren“. Die 1:5-Klatsche, die höchste WM-Niederlage der tunesischen Geschichte, ließ die Geduld der Föderation endgültig reißen. Dass die Trennung zunächst verkündet, dann zurückgezogen und schließlich im Staatsfernsehen bestätigt wurde, offenbarte die institutionelle Unruhe.

Mit Hervé Renard verpflichtet Tunesien einen der schillerndsten Turniertrainer. Der 57-jährige Franzose führte Sambia und die Elfenbeinküste zu Afrika-Cup-Triumphen, coachte Marokko bei der WM 2018 und wurde 2022 zur Legende, als er mit Saudi-Arabien den späteren Weltmeister Argentinien bezwang. Zuletzt betreute er die französische Frauen-Nationalmannschaft und kehrte kurzzeitig zu Saudi-Arabiens Männern zurück. In Argentinien gilt er als „Verdugo“, als Henker; nun soll er für Tunesien zum Brandlöscher werden. Renard traf am Dienstag in Monterrey ein und leitete umgehend das erste Training.

Die Aufgabe ist gewaltig, doch das erweiterte WM-Format mit 48 Teams und acht für das Achtelfinale qualifizierten Gruppendritten lässt Raum für Korrekturen. Tunesien trifft am Samstag auf Japan, das zum Auftakt 2:2 gegen die Niederlande spielte, und benötigt dringend Punkte. Renard bleiben nur wenige Tage, um eine verunsicherte Mannschaft taktisch und mental neu auszurichten. Dass Tunesien bereits 1998 während einer WM den Trainer wechselte – damals nach zwei Niederlagen –, zeigt eine gewisse Tradition drastischer Maßnahmen, doch der Zeitpunkt diesmal ist ohne Beispiel.

Aus europäischer Perspektive wirft der Vorgang Fragen nach der Stabilität von Trainerämtern in der aufgeheizten Atmosphäre eines Mega-Turniers auf. Während etwa der Deutsche Bundestrainer oder der Schweizer Nationalcoach auf langfristige Projekte setzen, zeigt das tunesische Beispiel, wie schnell die Geduldsfäden in anderen Fußballkulturen reißen können. Ob Renard das Kunststück gelingt, die Mannschaft innerhalb von Tagen zu revitalisieren, wird nicht nur über Tunesiens Schicksal entscheiden, sondern könnte auch als Präzedenzfall für künftige Turniere dienen. Die globale Fußballgemeinde blickt gespannt nach Monterrey.

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Tunesien entließ Trainer Sabri Lamouchi unmittelbar nach der 1:5-Auftaktniederlage gegen Schweden bei der WM. Der Verband bestätigte die Entscheidung als einvernehmliche Trennung und ernannte Mondher Kebaier zum Interimstrainer. Damit gehört Lamouchi zu den wenigen Trainern, die während eines Turniers entlassen wurden.

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Die WM 2026 verzeichnete den ersten Trainerrauswurf nur Stunden nach Tunesiens 1:5-Debakel gegen Schweden. Der tunesische Verband feuerte Sabri Lamouchi, dessen kurze Amtszeit bereits von schlechten Ergebnissen wie einem 0:5 gegen Belgien überschattet war. Der dramatische Schritt zwingt Tunesien zu einer Not-Umstrukturierung vor dem Duell mit Japan, während Schweden als Gruppenfavorit gilt.

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