
TSMC-Investitionspläne schüren Zweifel an KI-Rally – Ölpreis steigt
Die Anhebung der Investitionsprognose des Chipherstellers löst weltweit Kursverluste bei Halbleiterwerten aus, während die Eskalation zwischen den USA und dem Iran die Rohölpreise treibt.
Die Aktienmärkte in den USA, Europa und Asien gerieten am Donnerstag unter Druck, nachdem der weltgrößte Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) seine Investitionsprognose für das laufende Jahr von 60 auf 64 Milliarden US-Dollar anhob. Obwohl das Unternehmen im zweiten Quartal mit einem Gewinnsprung von 77 Prozent die Erwartungen übertraf, enttäuschte die höhere Ausgabenplanung die Anleger. Der Philadelphia Semiconductor Index fiel um 4,3 Prozent, der europäische Stoxx-Teilindex für Halbleiter gab um 5,0 Prozent nach. In Seoul brach der Kospi um 6,4 Prozent ein, belastet von den Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix.
Auslöser der Verkaufswelle ist die wachsende Sorge, dass die enormen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) nicht die erhofften Renditen erzielen könnten. Die vier größten US-Technologiekonzerne – darunter Meta und Alphabet – werden in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 725 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur stecken. Strategen der UBS warnen, dass die Investitionsausgaben bald die operativen Cashflows übersteigen dürften, was den Druck der Aktionäre auf mehr Kapitaldisziplin erhöhe. Gleichzeitig betont Morgan Stanley, dass ein ausgewogener Ansatz mit Engagements in KI-Profiteuren wie Halbleitern, aber auch in weniger vom KI-Hype abhängigen Sektoren sinnvoll sei.
Die geopolitischen Spannungen verschärften die Zurückhaltung. Die USA weiteten ihre Militärschläge gegen den Iran aus, Teheran antwortete mit Angriffen auf amerikanische Stützpunkte in Kuwait und Jordanien. Die Straße von Hormus bleibt für den Tankerverkehr gesperrt. Brent-Rohöl notierte zeitweise über 85 Dollar je Barrel, was Inflationssorgen nährte und die Renditen von Staatsanleihen steigen ließ. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries kletterte auf 4,56 Prozent. In Europa stieg die Rendite der Bundesanleihe auf 3,13 Prozent, den höchsten Stand seit Mai.
Konjunkturdaten aus den USA zeichneten ein gemischtes Bild. Die Einzelhandelsumsätze legten im Juni um 0,2 Prozent zu, während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet sanken. Der Wohnungsbau schwächelte hingegen. Vertreter der Federal Reserve, darunter Lorie Logan aus Dallas, äußerten sich zurückhaltend und betonten, die jüngsten Inflationsdaten reichten noch nicht für eine geldpolitische Lockerung. In Europa wuchs die britische Wirtschaft im Mai lediglich um 0,1 Prozent, die Eurozone verzeichnete ein Handelsdefizit von 7,8 Milliarden Euro.
Die weitere Entwicklung hängt nun vom Fortgang der Berichtssaison ab. Nach Börsenschluss legten Netflix und Alcoa ihre Quartalszahlen vor. Zudem richten sich die Blicke auf die nächsten Schritte der Zentralbanken. Die Eskalation im Nahen Osten bleibt ein zentraler Risikofaktor, der die Ölpreise und damit die Inflationserwartungen weiter in die Höhe treiben könnte.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Indische & südasiatische Presse | −0.10 | neutral |
Market participants observe a day of mixed trading, with gains in some sectors offsetting losses in chips. The geopolitical backdrop is a factor but not the primary driver.
By presenting the market movements as a routine fluctuation and downplaying the geopolitical element, the narrative normalizes the decline and avoids alarm.
The atlantica bloc omits the direct link between US-Iran hostilities and market declines, instead treating geopolitical risk as a background factor.
Investors are fleeing risk as US-Iran tensions escalate and semiconductor overinvestment fears mount. The technology rally is over, and markets are bracing for further losses.
By framing the market decline as a direct consequence of both geopolitical conflict and sectoral overvaluation, the narrative creates a dual threat that justifies a defensive stance.
The latinoamericana bloc omits the countervailing positive data, such as solid earnings and the fact that some markets (e.g., London) were exceptions, focusing solely on the negative narrative.
The market decline is a technical correction driven by the outsized weight of semiconductor stocks in major indices. Underlying earnings and economic data remain solid, suggesting the sell-off is sector-specific.
By attributing the decline to the structural weight of chips in indices and highlighting positive fundamentals, the narrative isolates the problem and downplays systemic risk.
The indiana_sudasiatica bloc omits the Middle East tensions as a driver, instead attributing the decline solely to semiconductor sector dynamics.
Erweitere deinen Horizont
Hamas ernennt Chefunterhändler Khalil al-Hayya zum neuen Politbürochef
6 Sprachen · 14 Quellen
Aus TechnologyKimi K3: Chinas neues KI-Modell erschüttert Märkte und zwingt Moonshot zu Aufnahmestopp
6 Sprachen · 12 Quellen
Aus Science & HealthErstmals komplexer Zucker in einer interstellaren Wolke nachgewiesen
2 Sprachen · 7 Quellen