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Geopolitik & PolitikDonnerstag, 25. Juni 2026

Enthülltes Telefonat: Trump drohte Netanyahu mit Ende der US-israelischen Beziehungen

Die Veröffentlichung des Buches „Regime Change“ offenbart eine schwere Belastung der Allianz, während Washington auf ein Abkommen mit Iran drängt und Netanyahus innenpolitischer Spielraum schwindet.

Die Publikation des Enthüllungsbuchs „Regime Change“ der New-York-Times-Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan legt eine bislang interne Auseinandersetzung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu offen. In einem Telefonat im September 2025, so die Autoren, habe Trump seinem Amtskollegen vorgeworfen, „alle Juden“ seien seiner überdrüssig, und mit einer „Scheidung“ der bilateralen Beziehungen gedroht. Auslöser war Netanyahus mangelnde Kooperation bei einem von Washington forcierten 20-Punkte-Friedensplan für Gaza sowie ein israelischer Luftschlag auf Hamas-Führer in Katar, der die US-Vermittlungsbemühungen unterlief und Doha zum Rückzug aus der Mediatorenrolle bewegte.

Aus Washingtoner Sicht betonen Vertreter des Weißen Hauses und des Außenministeriums zwar eine „eiserne“ Sicherheitsgarantie für Israel und verweisen auf die militärische Zusammenarbeit im Iran-Krieg. Gleichzeitig aber verfolgt die Trump-Administration einen Kurs der Deeskalation: Ein Interimsabkommen mit Teheran, direkte Verhandlungen und Mechanismen zur Überwachung von Waffenruhen im Libanon wurden ohne israelische Beteiligung vorangetrieben. In israelischen Regierungskreisen wird dies als strategische Niederlage gewertet. Netanyahu selbst sprach von einer „systematischen Kampagne“, um Israels Erfolge kleinzureden, während ehemalige Berater wie Aviv Bushinsky von einem „entscheidenden Schlag“ gegen den Premier sprechen. Die Redaktion der Jerusalem Post mahnt unter Verweis auf die Begin-Doktrin, Israel müsse seine Sicherheit künftig stärker aus eigener Kraft gewährleisten.

Analysten in Beirut und Neu-Delhi sehen in der Konfrontation eine vorhersehbare Folge von Trumps transaktionaler Außenpolitik. Der libanesische Kommentator in An-Nahar verweist darauf, dass Trump Erfolge für sich reklamiere, Misserfolge aber den Partnern anlaste – ein Muster, das bereits im Umgang mit der Ukraine zu beobachten war. Da der Sturz des iranischen Regimes ausblieb, habe Netanyahu nun den Preis zu zahlen. In den USA selbst verschärft die Entfremdung die innenpolitische Debatte: Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani, der offen eine „vom Fluss bis zum Meer“-Rhetorik unterstützt, verhalf bei den Vorwahlen drei pro-palästinensischen Kandidaten zum Erfolg und setzt die Demokratische Partei unter Druck, die sich laut Fox News zunehmend von Israel abwendet.

Die Enthüllungen treffen Netanyahu in einer Phase geschwächter Autorität. Sein über Jahre gepflegtes Image als „Amerika-Flüsterer“, der Washington auf Anti-Iran-Kurs zu halten vermag, ist nach Einschätzung von Diplomaten und früheren US-Beamten beschädigt. Der Krieg gegen Iran brachte weder den Kollaps des Regimes noch die Rückkehr der Bewohner Nordisraels. Vor der für den Herbst erwarteten Wahl ist der Premier zwischen einer auf Konzessionen drängenden Schutzmacht und einer kompromisslosen Basis eingekeilt. Die US-Regierung hält unterdessen an ihrem Fahrplan fest: Die Gespräche mit Teheran über das Schicksal der iranischen Uranbestände sollen fortgesetzt werden, während der Kongress über weitere Mittel für die Raketenabwehr Israels berät.

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Atlantische / angloamerikanische PresseIndische & südasiatische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Progressiv
EmpörungAlarm

Netanjahus unerbittliche Kriegstreiberei und die erschütternde Zahl ziviler Opfer haben Israel zu einem Paria-Staat gemacht, während Trump ihn nun als 'verrückt' bezeichnet und auf Distanz geht. Die 80 Milliarden Dollar Kosten des Iran-Kriegs und Netanjahus eigener Korruptionsprozess untergraben seine Stellung weiter und lassen ihn politisch isoliert zurück.

Indische & südasiatische Presse
SkepsisDistanz

Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran könnte Netanyahu als größtes Opfer zurücklassen und sein jahrzehntelang aufgebautes politisches Markenzeichen zerstören, der einzige israelische Führer zu sein, der Washington seinen Willen aufzwingen kann. Analysten sehen seine Strategie des anhaltenden militärischen Drucks auf den Iran zusammenbrechen, was ihn von genau dem Verbündeten isoliert, den er zu kontrollieren behauptete.

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Donnerstag, 25. Juni 2026

Enthülltes Telefonat: Trump drohte Netanyahu mit Ende der US-israelischen Beziehungen

Die Veröffentlichung des Buches „Regime Change“ offenbart eine schwere Belastung der Allianz, während Washington auf ein Abkommen mit Iran drängt und Netanyahus innenpolitischer Spielraum schwindet.

Die Publikation des Enthüllungsbuchs „Regime Change“ der New-York-Times-Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan legt eine bislang interne Auseinandersetzung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu offen. In einem Telefonat im September 2025, so die Autoren, habe Trump seinem Amtskollegen vorgeworfen, „alle Juden“ seien seiner überdrüssig, und mit einer „Scheidung“ der bilateralen Beziehungen gedroht. Auslöser war Netanyahus mangelnde Kooperation bei einem von Washington forcierten 20-Punkte-Friedensplan für Gaza sowie ein israelischer Luftschlag auf Hamas-Führer in Katar, der die US-Vermittlungsbemühungen unterlief und Doha zum Rückzug aus der Mediatorenrolle bewegte.

Aus Washingtoner Sicht betonen Vertreter des Weißen Hauses und des Außenministeriums zwar eine „eiserne“ Sicherheitsgarantie für Israel und verweisen auf die militärische Zusammenarbeit im Iran-Krieg. Gleichzeitig aber verfolgt die Trump-Administration einen Kurs der Deeskalation: Ein Interimsabkommen mit Teheran, direkte Verhandlungen und Mechanismen zur Überwachung von Waffenruhen im Libanon wurden ohne israelische Beteiligung vorangetrieben. In israelischen Regierungskreisen wird dies als strategische Niederlage gewertet. Netanyahu selbst sprach von einer „systematischen Kampagne“, um Israels Erfolge kleinzureden, während ehemalige Berater wie Aviv Bushinsky von einem „entscheidenden Schlag“ gegen den Premier sprechen. Die Redaktion der Jerusalem Post mahnt unter Verweis auf die Begin-Doktrin, Israel müsse seine Sicherheit künftig stärker aus eigener Kraft gewährleisten.

Analysten in Beirut und Neu-Delhi sehen in der Konfrontation eine vorhersehbare Folge von Trumps transaktionaler Außenpolitik. Der libanesische Kommentator in An-Nahar verweist darauf, dass Trump Erfolge für sich reklamiere, Misserfolge aber den Partnern anlaste – ein Muster, das bereits im Umgang mit der Ukraine zu beobachten war. Da der Sturz des iranischen Regimes ausblieb, habe Netanyahu nun den Preis zu zahlen. In den USA selbst verschärft die Entfremdung die innenpolitische Debatte: Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani, der offen eine „vom Fluss bis zum Meer“-Rhetorik unterstützt, verhalf bei den Vorwahlen drei pro-palästinensischen Kandidaten zum Erfolg und setzt die Demokratische Partei unter Druck, die sich laut Fox News zunehmend von Israel abwendet.

Die Enthüllungen treffen Netanyahu in einer Phase geschwächter Autorität. Sein über Jahre gepflegtes Image als „Amerika-Flüsterer“, der Washington auf Anti-Iran-Kurs zu halten vermag, ist nach Einschätzung von Diplomaten und früheren US-Beamten beschädigt. Der Krieg gegen Iran brachte weder den Kollaps des Regimes noch die Rückkehr der Bewohner Nordisraels. Vor der für den Herbst erwarteten Wahl ist der Premier zwischen einer auf Konzessionen drängenden Schutzmacht und einer kompromisslosen Basis eingekeilt. Die US-Regierung hält unterdessen an ihrem Fahrplan fest: Die Gespräche mit Teheran über das Schicksal der iranischen Uranbestände sollen fortgesetzt werden, während der Kongress über weitere Mittel für die Raketenabwehr Israels berät.

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EmpörungAlarm

Netanjahus unerbittliche Kriegstreiberei und die erschütternde Zahl ziviler Opfer haben Israel zu einem Paria-Staat gemacht, während Trump ihn nun als 'verrückt' bezeichnet und auf Distanz geht. Die 80 Milliarden Dollar Kosten des Iran-Kriegs und Netanjahus eigener Korruptionsprozess untergraben seine Stellung weiter und lassen ihn politisch isoliert zurück.

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SkepsisDistanz

Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran könnte Netanyahu als größtes Opfer zurücklassen und sein jahrzehntelang aufgebautes politisches Markenzeichen zerstören, der einzige israelische Führer zu sein, der Washington seinen Willen aufzwingen kann. Analysten sehen seine Strategie des anhaltenden militärischen Drucks auf den Iran zusammenbrechen, was ihn von genau dem Verbündeten isoliert, den er zu kontrollieren behauptete.

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