
Trump verurteilt israelischen Angriff auf Beirut und warnt vor Gefährdung des Iran-Abkommens
Während Washington und Teheran kurz vor einem Rahmenabkommen stehen, hat ein israelischer Luftschlag im Süden Beiruts die Verhandlungen verzögert und den US-Präsidenten zu scharfer Kritik an Benjamin Netanjahu veranlasst.
Die ohnehin fragilen Bemühungen um ein Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran haben am Sonntag einen empfindlichen Rückschlag erlitten. Ein israelischer Luftangriff auf die südlichen Vororte Beiruts, der nach Armeeangaben der Hisbollah-Infrastruktur galt und drei Todesopfer forderte, überschattete den von Donald Trump mehrfach angekündigten Termin für die Unterzeichnung einer Absichtserklärung. Der US-Präsident reagierte mit ungewöhnlich deutlichen Worten: „Der Angriff heute Morgen auf Beirut hätte nicht passieren dürfen“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social und fügte hinzu, man sei „so nah an einem Friedensabkommen mit Iran“. In einem Telefonat mit dem Nachrichtenportal Axios legte Trump nach und warf dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu mangelndes Urteilsvermögen vor – ein öffentlicher Affront, der das angespannte Verhältnis zwischen den Verbündeten offenlegt.
Aus Washingtoner Sicht ist der Zeitpunkt des israelischen Vorgehens besonders brisant. Trump hatte mehrfach betont, das Abkommen solle noch an seinem 80. Geburtstag unterzeichnet werden, zunächst elektronisch, eine Woche später dann in einem persönlichen Zeremoniell in Europa. Gegenüber Fox News erklärte er, die Unterzeichnung verzögere sich nur um wenige Stunden, und forderte Iran auf, nicht mit einem Raketenangriff auf den israelischen Schlag zu antworten. Gleichzeitig mahnte er Israel, keine weiteren Attacken im Libanon zu fliegen, und verlangte auch von der Hisbollah und anderen Parteien Zurückhaltung. Die iranische Führung hingegen ließ erkennen, dass sie die israelische Aktion als Test für die amerikanische Verlässlichkeit wertet. Der iranische Chefunterhändler Mohammad Baqer Qalibaf erklärte, der Angriff spiegele mangelndes Engagement Washingtons wider, und Teheran beharrt darauf, dass jedes Abkommen den parallelen Konflikt im Libanon einschließen müsse.
In Jerusalem wiederum verteidigte man den Schlag als Reaktion auf drei aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse, die in Nordisrael keine Verletzten verursacht hatten. Israelische Quellen betonten, die USA seien vorab informiert worden. Dennoch zeigt die heftige Reaktion Trumps, wie sehr die Prioritäten auseinanderdriften: Während Netanjahu auf militärische Abschreckung setzt, drängt das Weiße Haus auf einen raschen diplomatischen Durchbruch, der auch die Öffnung der Straße von Hormus und eine umfassende Waffenruhe umfassen soll. Europäische und insbesondere deutsche Beobachter blicken mit Sorge auf die Eskalation, da eine Blockade der Meerenge die globale Energieversorgung und damit die ohnehin angespannte Wirtschaftslage in der Bundesrepublik unmittelbar treffen würde.
Das geplante Memorandum of Understanding ist als erster Schritt zu einer 60-tägigen Verhandlungsphase über ein endgültiges Friedensabkommen konzipiert. Trump grenzte es scharf vom Atomdeal der Obama-Ära ab und sprach von einer „Mauer gegen eine iranische Bombe“. Doch die Ereignisse des Sonntags illustrieren die grundlegende Fragilität des Prozesses: Solange die Gewalt an den Nebenschauplätzen – insbesondere zwischen Israel und der vom Iran gestützten Hisbollah – nicht eingedämmt wird, bleibt jede Einigung auf tönernen Füßen. Die kommenden Stunden und Tage werden zeigen, ob die von Trump beschworene „lange und schöne Friedensperiode“ mehr ist als ein Wahlkampfversprechen, oder ob die Region vor einer neuen Spirale der Gewalt steht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Israels rücksichtsloser Angriff auf Beirut drohte ein historisches Friedensabkommen zu sabotieren, das nur noch Stunden entfernt war. Präsident Trump verurteilte den Angriff zu Recht und forderte Iran auf, nicht zu vergelten, wobei er einräumte, dass die Provokation unbedeutend war. Teheran bleibt dem diplomatischen Weg verpflichtet, warnt jedoch, dass solche Verstöße nicht endlos hingenommen werden können.
Trump brach in Wut auf Netanyahu aus, nachdem israelische Jets Beirut bombardiert hatten, und soll gefragt haben: 'Was zum Teufel machst du?' – eine Stunde vor der geplanten Unterzeichnung des US-Iran-Abkommens. Der Angriff verzögerte die Zeremonie um einige Stunden, doch Trump besteht darauf, dass das Abkommen noch an seinem 80. Geburtstag unterzeichnet wird. Der dramatische Riss hat den sorgfältig choreografierten Friedensvorstoß ins Chaos gestürzt.
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