
Trump droht Iran mit Zerstörung von Brücken und Kraftwerken bei Angriffen in der Straße von Hormus
Die Vereinigten Staaten kündigen eine neue Eskalationsstufe im Konflikt um die strategische Wasserstraße an, während die Kämpfe in der Region weitergehen und die Ölpreise steigen.
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch eine unmittelbare Vergeltungsdoktrin für die Straße von Hormus verkündet. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, die Streitkräfte der Vereinigten Staaten würden von nun an jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran bombardieren und zerstören, wenn Teheran ein Schiff in der Meerenge beschieße – unabhängig von der verwendeten Waffenart. Ausdrücklich schloss er Anlagen in oder nahe der Hauptstadt Teheran ein. Die Drohung fiel in die elfte Nacht aufeinanderfolgender amerikanischer Luftangriffe auf iranisches Territorium, die sich nach Darstellung des US-Zentralkommandos gegen militärische Kommandostellen, Drohnendepots und Logistikinfrastruktur richteten, um die Fähigkeit Irans zur Bedrohung der kommerziellen Schifffahrt weiter zu schwächen.
Aus Washingtoner Sicht wird die Blockade der Meerenge, durch die in Friedenszeiten rund ein Fünftel des global gehandelten Öls und Gases transportiert wurde, als nicht hinnehmbare Störung der internationalen Handelsfreiheit gewertet. Außenminister Marco Rubio warnte bei einem Treffen südostasiatischer Staaten in Manila vor einem gefährlichen Präzedenzfall, sollte ein Staat eine internationale Wasserstraße kontrollieren und Schiffe bei Nichtzahlung von Gebühren angreifen dürfen. Teheran hingegen beharrt auf seiner Souveränität über die Straße von Hormus und hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen mehr als dreißig Handelsschiffe attackiert, die zuvor keinen Kontakt zu den iranischen Behörden aufgenommen hätten. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums bezeichnete die amerikanischen Drohungen gegen zivile Infrastruktur als Verstoß gegen internationales Recht und betonte, der Dialog mit Washington über Vermittler werde fortgesetzt.
Die militärische Eskalation hat unmittelbare wirtschaftliche und regionale Folgen. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg auf etwa 94 Dollar pro Barrel, was in den Vereinigten Staaten vor den Kongresswahlen im Herbst politischen Druck erzeugt. Gleichzeitig weiteten Irans Verbündete die Bedrohung auf andere Schifffahrtsrouten aus: Die Huthi-Rebellen im Jemen drohten mit Angriffen auf saudische Schiffe im Roten Meer. Iranische Drohnen- und Raketenangriffe galten zudem amerikanischen Stützpunkten in Jordanien, Kuwait und Bahrain, wobei nach US-Angaben drei Soldaten getötet wurden. Die Gesamtkosten des seit Februar andauernden Krieges bezifferte das Pentagon auf 37,5 Milliarden Dollar.
Der Konflikt hatte mit amerikanischen und israelischen Angriffen auf Iran Ende Februar begonnen und war nach einem vorläufigen Waffenstillstandsabkommen im Juni wieder aufgeflammt, als die Kämpfe um die Kontrolle der Straße von Hormus zunahmen. Diplomatische Bemühungen, etwa durch pakistanische Vermittlung, blieben bislang ohne öffentlich sichtbaren Erfolg. Während Präsident Trump erklärte, man sei „noch lange nicht fertig“, und einen möglichen Angriff auf eine unterirdische Anlage nahe der Atomanlage Natans andeutete, hielt Außenminister Rubio die Tür für Verhandlungen offen, sofern Teheran sich an Abmachungen halte. Die Internationale Atomenergiebehörde drängte unterdessen auf Inspektionen der iranischen Uranbestände. Ein Ende der Feindseligkeiten ist derzeit nicht absehbar.
| Iranische & verwandte Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | −0.50 | critical |
| Arabische Golfpresse | −0.70 | critical |
Der Iran weist amerikanische Drohungen als Propaganda zurück und zeigt seine eigene Widerstandsfähigkeit.
Indem die Drohung als Zeichen der Schwäche der USA dargestellt wird, kehrt die Erzählung die Machtdynamik um und lässt die USA verzweifelt und den Iran kontrollierend erscheinen.
Lässt den Kontext der iranischen Angriffe auf Schiffe aus, die die Drohung ausgelöst haben.
Die Vereinigten Staaten behalten eine feste Haltung bei, bleiben aber offen für Dialog.
Indem die Drohung mit Erwähnungen diplomatischer Öffnungen und Kriegskosten ausbalanciert wird, präsentiert die Erzählung die USA als stark und vernünftig und vermeidet ein rein aggressives Bild.
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Russland verurteilt die amerikanische Aggression und warnt vor Konsequenzen.
Indem die US-Drohung als Aggression dargestellt und die Gefahr für Zivilisten hervorgehoben wird, moralisiert die Erzählung den Konflikt und positioniert Russland als verantwortungsvollen globalen Akteur.
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Die Golfstaaten warnen vor der Illegalität amerikanischer Drohungen und rufen zur Zurückhaltung auf.
Indem sie das Völkerrecht und das Konzept der Kriegsverbrechen anrufen, delegitimiert die Erzählung die US-Drohung und positioniert die Golfstaaten als Hüter rechtlicher Normen.
Lässt den Kontext der iranischen Angriffe auf Schiffe und die US-Perspektive der Abschreckung aus.
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