
Trotz Waffenruhe: Israelische Drohnenangriffe töten fünf Palästinenser im Gazastreifen
Die israelische Armee griff Ziele in Deir al-Balah und Khan Younis an; die Hamas spricht von Verstößen, Washington sieht beide Seiten in der Pflicht.
Bei einem israelischen Drohnenangriff auf eine Menschenansammlung in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen sind am Montagmorgen drei Palästinenser getötet worden, darunter ein achtjähriger Junge. Wenig später starben zwei weitere Menschen bei einem Luftschlag auf ein Zeltlager nahe Khan Younis. Das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium in Gaza bestätigte die Opferzahlen und erklärte, seit Samstag seien insgesamt zwölf Palästinenser durch israelisches Feuer ums Leben gekommen. Ein israelischer Militärvertreter räumte gegenüber Nachrichtenagenturen ein, man habe in Deir al-Balah „dschihadistische Terroristen“ angegriffen; die Ergebnisse würden noch geprüft. Zum Angriff auf Khan Younis hieß es, Ziel sei ein Hamas-Aktivist gewesen, die gemeldete Zahl der Verletzten decke sich nicht mit den eigenen Erkenntnissen.
Aus israelischer Sicht richten sich die Einsätze gegen Bewaffnete, die eine Gefahr für die eigenen Truppen darstellten oder am Überfall vom 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen seien. So teilte das Militär mit, am Sonntag ein Mitglied des Islamischen Dschihad getötet zu haben, das an der Entführung israelischer Zivilisten mitgewirkt habe. Die Hamas hingegen wirft Israel vor, die seit Oktober geltende Waffenruhe systematisch zu brechen. Der vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump ernannte Nahost-Gesandte Nikolaj Mladenow erklärte, beide Seiten verletzten das Abkommen. Nach Angaben der jeweiligen Konfliktparteien wurden seit Inkrafttreten der Feuerpause vor acht Monaten 1.045 Palästinenser und vier israelische Soldaten getötet.
Parallel zu den Luftangriffen weiteten israelische Bodentruppen ihre Kontrolle im Zentrum des Küstenstreifens aus. Nach Zeugenberichten verschoben sie die als „Gelbe Linie“ bezeichnete Sicherheitszone um rund 150 Meter nach Westen und sprengten Gebäude östlich von Khan Younis und Gaza-Stadt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezifferte den von Israel kontrollierten Anteil des Gazastreifens zuletzt auf etwa 70 Prozent. Die Armee ist entlang dieser Linie dauerhaft stationiert; Palästinenser haben keinen Zugang zu dem Gebiet. Zudem eröffneten israelische Kräfte nach Angaben von Anwohnern das Feuer auf Zelte Vertriebener in al-Mawasi nordwestlich von Rafah, ohne dass dabei Verletzte gemeldet wurden.
Die von den USA vermittelte Waffenruhe vom Oktober 2025 hat die täglichen Kampfhandlungen nicht beendet. Israel führt nahezu täglich Luftschläge aus und unternimmt begrenzte Bodenoperationen, während die Hamas die Angriffe als Bruch der Vereinbarung verurteilt. Die humanitäre Lage bleibt katastrophal: Nach palästinensischen Angaben wurden seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 mehr als 73.000 Menschen getötet und nahezu 90 Prozent der zivilen Infrastruktur zerstört. Konkrete Schritte zur Wiederbelebung des Abkommens oder zur Aufnahme neuer Verhandlungen sind derzeit nicht bekannt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Unter Verletzung des Waffenstillstands tötete die israelische Besatzungsarmee bei einem Luftangriff auf Deir al-Balah drei Palästinenser, darunter ein Kind. Die Besatzungstruppen weiten ihre Kontrolle über das Gebiet aus, während die Zahl der Todesopfer steigt. Die internationale Gemeinschaft sieht diesen anhaltenden Verstößen schweigend zu.
Der zionistische Besatzer tötete bei einem erneuten Verstoß gegen den Waffenstillstand in Gaza drei Palästinenser, darunter ein Kind. Diese Angriffe sind Teil einer Strategie der territorialen Expansion und systematischen Unterdrückung. Der palästinensische Widerstand ist die einzig legitime Antwort auf diese koloniale Aggression.
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