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Gesellschaft & KulturFreitag, 19. Juni 2026

Trommeln, Zongzi und ein Rennen auf der Altstadtstraße: Das Drachenbootfest feiert die Wandlung

Am fünften Tag des fünften Mondmonats verbanden uralte Bräuche, sportlicher Ehrgeiz und kulinarische Diplomatie die chinesischsprachige Welt – von Hongkong über Peking bis in die Gassen von Sanxia.

Der Rhythmus der Trommeln, das kraftvolle Eintauchen der Paddel und die Rufe tausender Athleten und Zuschauer erfüllten am Freitag die Küsten Hongkongs. In Stanley, Aberdeen, am Shing-Mun-Fluss und in Tai O drängten sich die Menschen, nur einen Tag nachdem die Stadt gleich zweimal die höchste Unwetterwarnung – den schwarzen Regen – ausgerufen hatte. 185 Teams und rund 4000 Sportler traten allein in Stanley an. „Die Stimmung ist großartig, wir spüren die Energie“, sagte die 25-jährige Englischlehrerin Naomi Watanabe vom Hong Kong Japanese Dragon Boat Club. Viele hatten befürchtet, die Rennen würden den heftigen Regenfällen zum Opfer fallen, doch der Himmel zeigte sich rechtzeitig sonnig.

Zur selben Zeit hallte der Trommelschlag auch durch den Pekinger Bezirk Tongzhou, wo zehn Drachenboot-Teams auf dem historischen Kaiserkanal über 100 und 200 Meter gegeneinander antraten. Das Drachenbootfest, das auf den fünften Tag des fünften Mondmonats fällt, ist mehr als ein sportliches Spektakel. Der Historiker Liu Xiaofeng von der Tsinghua-Universität bezeichnet es als „das wohl reichhaltigste und vielfältigste aller traditionellen chinesischen Feste“. Seine Wurzeln reichen über 2000 Jahre zurück und verbinden die Verehrung des Dichters Qu Yuan, der sich der Legende nach aus Verzweiflung über den Zustand seines Landes ertränkte, mit alten Vorstellungen von Gesundheit, Schutz und dem Gleichgewicht von Yin und Yang zur Sommersonnenwende.

In Taiwan zeigte sich diese Vielfalt in einer besonders eigenwilligen Wiederbelebung. Im Bezirk Sanxia bei Neu-Taipeh, wo der einst für seine Drachenbootrennen bekannte Fluss längst versandet ist, trugen 17 Teams aus Schülern und Anwohnern das Rennen auf die Altstadtstraße. Auf aufblasbaren Booten aus recycelten Materialien legten sie eine 260 Meter lange Strecke zurück, unterbrochen von Pflichtstationen, an denen sie lokale Leckereien wie Taro-Shaved-Ice, Tofu-Pudding, Schweineblutkuchen und goldene Croissants verzehren mussten. „Unsere Geschäftsgemeinschaft ist eine Verlängerung unserer Kultur“, erklärte Lin Feng-bin, Vorsitzender des örtlichen Entwicklungsvereins. Eine andere Gruppe baute Drachenboote aus Strohhalmen, Plastikdeckeln und Tellern und gewann damit einen Designwettbewerb. Der taiwanische Außenminister Lin Chia-lung wiederum verband das Fest mit kulinarischer Diplomatie: In einem Video empfahl er, die traditionellen Klebreisklöße Zongzi nicht mit chinesischer Chilisauce, sondern mit scharfer Sauce aus Belize zu essen und dazu einen gekühlten Kaffee aus Guatemala zu trinken – „der glücklichste Drachenbootfest-Moment für Kohlenhydrat-Liebhaber“.

Während in Hongkong manche Teilnehmer in Ne-Zha-Kostümen an den Start gingen und in Peking die Rennen noch das ganze Wochenende andauern, reicht die Anziehungskraft des Festes weit über die Ufer der Flüsse hinaus. In Taiwan gehört das Balancieren eines Eis um Punkt zwölf Uhr mittags – der „Wu-Stunde“ – zu den Bräuchen; es soll die positive Energie von Himmel und Erde aufnehmen und Glück für das ganze Jahr bringen. So steht das Drachenbootfest an der Schwelle zum Sommer nicht nur für Geschwindigkeit und Wettkampf, sondern für eine erstaunliche Fähigkeit zur Verwandlung: Aus einem versandeten Fluss wird eine Altstadtgasse, aus Regenwolken werden sonnige Intervalle, aus einem tragischen Dichter ein Fest der Lebenskraft. Den vielleicht eindrücklichsten Beleg dafür lieferte jenes Team der Chajiao-Grundschule, das in Sanxia in vier Minuten und acht Sekunden durch die Gasse lief, aß und paddelte – und damit eine jahrhundertealte Tradition auf eine Weise lebendig hielt, die kein Geschichtsbuch vorhergesehen hätte.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Das Drachenbootfest wird als lebendige, alte Tradition dargestellt, die Spaß und kulturelles Erbe verbindet. Familien kommen zusammen, um Zongzi zu genießen und die Rennen zu verfolgen, wobei die über 2000-jährige Geschichte die Verbindung zwischen dem modernen China und seinen Wurzeln unterstreicht. Die Berichterstattung bleibt informativ und neutral, ohne explizite Wertung.

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pragmatismodistacco

Trotz starker Regenfälle und schwarzer Sturmwarnungen in Hongkong fand das Drachenbootfest mit begeisterten Menschenmengen und guter Stimmung statt. Der Fokus liegt auf der Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft und der lebhaften Atmosphäre, im Kontrast zum vorherigen schlechten Wetter und dem sonnigen Festtag. Die Berichterstattung bleibt sachlich, aber zuversichtlich.

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Freitag, 19. Juni 2026

Trommeln, Zongzi und ein Rennen auf der Altstadtstraße: Das Drachenbootfest feiert die Wandlung

Am fünften Tag des fünften Mondmonats verbanden uralte Bräuche, sportlicher Ehrgeiz und kulinarische Diplomatie die chinesischsprachige Welt – von Hongkong über Peking bis in die Gassen von Sanxia.

Der Rhythmus der Trommeln, das kraftvolle Eintauchen der Paddel und die Rufe tausender Athleten und Zuschauer erfüllten am Freitag die Küsten Hongkongs. In Stanley, Aberdeen, am Shing-Mun-Fluss und in Tai O drängten sich die Menschen, nur einen Tag nachdem die Stadt gleich zweimal die höchste Unwetterwarnung – den schwarzen Regen – ausgerufen hatte. 185 Teams und rund 4000 Sportler traten allein in Stanley an. „Die Stimmung ist großartig, wir spüren die Energie“, sagte die 25-jährige Englischlehrerin Naomi Watanabe vom Hong Kong Japanese Dragon Boat Club. Viele hatten befürchtet, die Rennen würden den heftigen Regenfällen zum Opfer fallen, doch der Himmel zeigte sich rechtzeitig sonnig.

Zur selben Zeit hallte der Trommelschlag auch durch den Pekinger Bezirk Tongzhou, wo zehn Drachenboot-Teams auf dem historischen Kaiserkanal über 100 und 200 Meter gegeneinander antraten. Das Drachenbootfest, das auf den fünften Tag des fünften Mondmonats fällt, ist mehr als ein sportliches Spektakel. Der Historiker Liu Xiaofeng von der Tsinghua-Universität bezeichnet es als „das wohl reichhaltigste und vielfältigste aller traditionellen chinesischen Feste“. Seine Wurzeln reichen über 2000 Jahre zurück und verbinden die Verehrung des Dichters Qu Yuan, der sich der Legende nach aus Verzweiflung über den Zustand seines Landes ertränkte, mit alten Vorstellungen von Gesundheit, Schutz und dem Gleichgewicht von Yin und Yang zur Sommersonnenwende.

In Taiwan zeigte sich diese Vielfalt in einer besonders eigenwilligen Wiederbelebung. Im Bezirk Sanxia bei Neu-Taipeh, wo der einst für seine Drachenbootrennen bekannte Fluss längst versandet ist, trugen 17 Teams aus Schülern und Anwohnern das Rennen auf die Altstadtstraße. Auf aufblasbaren Booten aus recycelten Materialien legten sie eine 260 Meter lange Strecke zurück, unterbrochen von Pflichtstationen, an denen sie lokale Leckereien wie Taro-Shaved-Ice, Tofu-Pudding, Schweineblutkuchen und goldene Croissants verzehren mussten. „Unsere Geschäftsgemeinschaft ist eine Verlängerung unserer Kultur“, erklärte Lin Feng-bin, Vorsitzender des örtlichen Entwicklungsvereins. Eine andere Gruppe baute Drachenboote aus Strohhalmen, Plastikdeckeln und Tellern und gewann damit einen Designwettbewerb. Der taiwanische Außenminister Lin Chia-lung wiederum verband das Fest mit kulinarischer Diplomatie: In einem Video empfahl er, die traditionellen Klebreisklöße Zongzi nicht mit chinesischer Chilisauce, sondern mit scharfer Sauce aus Belize zu essen und dazu einen gekühlten Kaffee aus Guatemala zu trinken – „der glücklichste Drachenbootfest-Moment für Kohlenhydrat-Liebhaber“.

Während in Hongkong manche Teilnehmer in Ne-Zha-Kostümen an den Start gingen und in Peking die Rennen noch das ganze Wochenende andauern, reicht die Anziehungskraft des Festes weit über die Ufer der Flüsse hinaus. In Taiwan gehört das Balancieren eines Eis um Punkt zwölf Uhr mittags – der „Wu-Stunde“ – zu den Bräuchen; es soll die positive Energie von Himmel und Erde aufnehmen und Glück für das ganze Jahr bringen. So steht das Drachenbootfest an der Schwelle zum Sommer nicht nur für Geschwindigkeit und Wettkampf, sondern für eine erstaunliche Fähigkeit zur Verwandlung: Aus einem versandeten Fluss wird eine Altstadtgasse, aus Regenwolken werden sonnige Intervalle, aus einem tragischen Dichter ein Fest der Lebenskraft. Den vielleicht eindrücklichsten Beleg dafür lieferte jenes Team der Chajiao-Grundschule, das in Sanxia in vier Minuten und acht Sekunden durch die Gasse lief, aß und paddelte – und damit eine jahrhundertealte Tradition auf eine Weise lebendig hielt, die kein Geschichtsbuch vorhergesehen hätte.

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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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distaccopragmatismo

Das Drachenbootfest wird als lebendige, alte Tradition dargestellt, die Spaß und kulturelles Erbe verbindet. Familien kommen zusammen, um Zongzi zu genießen und die Rennen zu verfolgen, wobei die über 2000-jährige Geschichte die Verbindung zwischen dem modernen China und seinen Wurzeln unterstreicht. Die Berichterstattung bleibt informativ und neutral, ohne explizite Wertung.

Stampa cinese
pragmatismodistacco

Trotz starker Regenfälle und schwarzer Sturmwarnungen in Hongkong fand das Drachenbootfest mit begeisterten Menschenmengen und guter Stimmung statt. Der Fokus liegt auf der Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft und der lebhaften Atmosphäre, im Kontrast zum vorherigen schlechten Wetter und dem sonnigen Festtag. Die Berichterstattung bleibt sachlich, aber zuversichtlich.

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