
Taliban zerschlagen Smartphones: Neues Verbot für Staatsbedienstete in Afghanistan
Die radikal-islamistische Regierung verbietet allen Beamten die Nutzung von Smartphones und droht mit Scharia-Strafen – Beobachter fürchten eine Ausweitung auf die gesamte Bevölkerung.
Die Taliban-Führung hat ein umfassendes Verbot von Smartphones für sämtliche Staatsbedienstete erlassen – von Ministern bis zu einfachen Kämpfern. Die über die Militärgerichte verbreitete Anordnung trat sofort in Kraft und sieht vor, dass Geräte noch an Ort und Stelle zertrümmert werden; zusätzlich drohen rechtliche und schariatische Sanktionen. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigen, wie ein Funktionär die Verfügung von seinem eigenen Smartphone abliest, während andere Männer Telefone mit Hämmern zerschlagen – ein Bild, das die Absurdität und die Entschlossenheit des Regimes illustriert.
Als Hauptmotive gelten die Furcht vor Informationslecks und mangelnde Arbeitsdisziplin. Beamte hätten vertrauliche Dokumente abfotografiert oder Sitzungen aufgezeichnet und die Inhalte vorzeitig an Medien weitergegeben. Gleichzeitig beklagten Vorgesetzte, dass Untergebene während der Dienstzeit ständig auf Bildschirme starrten. Iranische und indische Medienberichte verweisen zudem auf die Kontrolle von Protestnachrichten: In Herat waren bereits zuvor Smartphones von Regierungsmitarbeitern konfisziert worden, nachdem Frauen gegen die Taliban-Politik demonstriert hatten.
Die Vorschrift gilt zunächst für das gesamte Verwaltungspersonal, wird aber in einigen Provinzen bereits auf Zivilisten, Frauen, medizinisches Personal, Lehrer und Schüler ausgedehnt. Ausnahmen bedürfen einer handschriftlichen Genehmigung des obersten Führers Hibatullah Achundsada. Westliche Diplomaten und Sicherheitsanalysten sehen darin ein alarmierendes Signal: Schon im September 2023 hatte das Regime eine zweitägige landesweite Internetsperre verhängt, die den Flugverkehr lahmlegte und Notfallsysteme unterbrach – offiziell zur Bekämpfung von „Unmoral“. Die jetzige Maßnahme könnte der Auftakt zu einer flächendeckenden Ausweitung auf die gesamte Bevölkerung sein.
Aus regionaler Perspektive wird die Entwicklung unterschiedlich bewertet. Iranische Kommentatoren betonen, dass das Regime damit interne Machtkämpfe eindämmen und die Kontrolle über den eigenen Apparat festigen wolle. Indische Analysten heben die Unterdrückung von Protesten und die weitere Beschneidung der Informationsfreiheit hervor. Westliche Beobachter warnen vor einer fortschreitenden digitalen Isolation Afghanistans, die humanitäre Hilfsprojekte – auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – erheblich behindern könnte. Sollte das Verbot auf die Privatbevölkerung ausgeweitet werden, stünde das Land vor einem beispiellosen technologischen Rückschritt und würde von globalen Informationsströmen abgeschnitten. Die Taliban riskieren damit eine Verschärfung der humanitären Krise und weitere internationale Ächtung.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das Taliban-Regime hat ein umfassendes Smartphone-Verbot für Beamte verhängt, von Spitzenfunktionären bis zu einfachen Kämpfern. Verstöße werden mit der Zerstörung des Geräts und Scharia-Strafen geahndet. Analysten sehen darin einen möglichen ersten Schritt zu weitergehenden gesellschaftlichen Einschränkungen.
Die Taliban haben Smartphones für Beamte verboten und zerstören sie öffentlich. Das Verbot betrifft alle, von Führungskräften bis zu einfachen Arbeitern, um Leaks zu unterbinden und Proteste zu kontrollieren. Es wächst die Befürchtung, dass dies zu umfassenderen Bevölkerungsbeschränkungen führen könnte.
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