
Taifun Noul trifft China: Tote in Gansu, Massenevakuierungen in Guangdong
Der stärkste Taifun des Jahres hat Südchina mit heftigen Regenfällen und Sturm verwüstet, während im Nordwesten eine Sturzflut mindestens zehn Menschenleben forderte.
Taifun Noul ist am Sonntagmorgen in der südchinesischen Provinz Guangdong auf Land getroffen und hat in weiten Teilen des Landes schwere Unwetter ausgelöst. Nach Angaben staatlicher chinesischer Medien handelt es sich um den stärksten Taifun, der im Jahr 2026 bisher auf das chinesische Festland traf. In der Küstenstadt Huizhou sowie in Shanwei und Shenzhen verursachten orkanartige Böen und sintflutartige Regenfälle Überschwemmungen, ließen Gerüste einstürzen und führten zur Annullierung von rund 360 Passagierflügen am Flughafen Hongkong.
Die Behörden in Guangdong ordneten die Evakuierung von mehr als 801.000 Bewohnern aus tiefer gelegenen Gebieten an, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. In 15 besonders betroffenen Städten wurden der Schulunterricht, Bauarbeiten und der öffentliche Nahverkehr ausgesetzt. Örtliche Rettungskräfte sprachen von 2.338 evakuierten Personen in einem Teil der Provinz; die abweichenden Zahlen deuten auf eine schrittweise Ausweitung der Maßnahmen hin. Verletzte wurden nach Polizeiangaben zunächst nicht gemeldet, jedoch entstanden erhebliche Sachschäden an Infrastruktur und Gebäuden.
Im nordwestchinesischen Gansu lösten plötzliche Starkregenfälle am Sonntagnachmittag eine Sturzflut in einem Touristengebiet des Kreises Weiyuan aus. Nach Angaben des Ministeriums für Notfallmanagement kamen dabei mindestens zehn Menschen ums Leben, 23 weitere wurden verletzt. Mehr als 300 Feuerwehrleute und 68 Fahrzeuge waren im Einsatz, um eingeschlossene Camper zu bergen. Die Zentralregierung aktivierte die vierthöchste Notfallstufe für Hochwasserschutz in der Provinz.
In der benachbarten Provinz Sichuan wurden unterdessen rund 2.300 Touristen aus dem UNESCO-Welterbe Jiuzhaigou in Sicherheit gebracht, nachdem anhaltender Regen aus den Ausläufern des Taifuns einen Erdrutsch ausgelöst hatte. Das Ministerium für Wasserressourcen und die Meteorologiebehörde riefen die höchste Warnstufe Rot für Sturzfluten und Erdrutsche in sieben Provinzen aus, darunter Jiangxi, Hunan, Guangdong, Sichuan, Shaanxi, Gansu und das südöstliche Xinjiang. Todesopfer unter den Evakuierten in Jiuzhaigou wurden bislang nicht bestätigt.
Abseits der unmittelbaren Unwetterfolgen starb ein 29-jähriger Freiwilliger aus Sichuan an Herzversagen, nachdem er in der Provinz Guangxi Hilfsgüter in ein durch Überschwemmungen isoliertes Bergdorf gebracht hatte. Wie örtliche Medien berichteten, hatte Dang Xinrui seinen Urlaub abgebrochen, um sich einem Hilfstrupp anzuschließen. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten in den betroffenen Regionen dauern an; die Behörden warnen vor weiteren Niederschlägen bis mindestens Dienstag.
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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Southeast Asia documents the bureaucratic efficiency of China's emergency management.
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