Anmelden
Ausgabe von 20:00 CETFreitag, 19. Juni 2026
311 Quellen · 17 Sprachen1386 Briefings heute
SportFreitag, 19. Juni 2026

Späte Explosion nach Yakin-Schachzug: Schweiz überrollt Bosnien 4:1

Drei Wechsel nach der Trinkpause und eine Rote Karte verwandeln ein zähes Spiel in einen klaren Sieg, der die Schweiz an die Schwelle zum Achtelfinale führt.

Ein Spiel, das über eine Stunde wie ein zähes Remis aussah, kippte in Los Angeles binnen sechzehn Minuten in ein 4:1-Schützenfest. Die Schweiz besiegte Bosnien-Herzegowina am zweiten Spieltag der Gruppe B mit vier Treffern nach der 74. Minute und steht mit vier Punkten an der Tabellenspitze. Johan Manzambi, zwanzigjähriger Freiburger, der erst in der 71. Minute eingewechselt worden war, erzielte zwei Tore, Rubén Vargas traf ebenfalls, und Granit Xhaka setzte in der siebten Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zum Endstand. Bosnien, das ab der 80. Minute nach einer Notbremse von Tarik Muharemovic an Breel Embolo in Unterzahl agierte, gelang durch Ermin Mahmic nur noch der Ehrentreffer.

Bis zur zweiten Trinkpause hatte sich die Schweizer Überlegenheit nicht in Zählbares übersetzt. Murat Yakin hatte sein Team mit 75 Prozent Ballbesitz dominieren lassen, doch Dan Ndoye, Remo Freuler und Breel Embolo scheiterten immer wieder an Nikola Vasilj oder am eigenen Abschluss. Bosnien verteidigte um Schalkes Nikola Katic diszipliniert und setzte auf Konter um Edin Džeko, der nach 62 Minuten erschöpft wich. Yakin erklärte später, er habe den Dreifachwechsel bewusst bis zur Trinkpause hinausgezögert, „damit der Gegner nicht sofort reagieren kann“. Mit Manzambi, Vargas und Djibril Sow kamen drei schnelle Spieler, die das Spiel binnen Minuten sprengten.

Manzambi, der in der abgelaufenen Saison mit dem SC Freiburg das Europa-League-Finale erreicht hatte, benötigte nur drei Minuten für seinen ersten WM-Treffer: Eine halb geklärte Flanke von Vargas nahm er aus elf Metern volley, der Ball schlug unhaltbar ein. Sechs Minuten später sah Muharemovic Rot, als er Embolo auf dem Weg zum Tor zu Fall brachte. Die numerische Überlegenheit nutzte die Schweiz sofort: Embolo legte quer auf Vargas, der zum 2:0 einschob (84.), ehe Manzambi nach einem weiteren Vargas-Zuspiel seinen zweiten Treffer markierte (90.). Mahmics wuchtiger Volley nach einer Ecke (90.+3) und Xhakas sicher verwandelter Strafstoß nach Foul an Sow rundeten eine wilde Schlussphase ab.

Aus Schweizer Sicht war der Sieg eine gelungene Antwort auf das enttäuschende 1:1 gegen Katar zum Auftakt. „Wir wussten, warum wir nicht gut gestartet sind, und wir mussten geduldig sein. Aber wir sind eine gute Mannschaft, und das haben wir heute gezeigt“, sagte Manzambi, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Bosniens Trainer Sergej Barbarez haderte mit dem Kontrollverlust nach der Trinkpause: „Bis dahin waren wir das bessere Team. Dann bestraften sie uns mit ihrer individuellen Qualität.“ Muharemovic, den Barbarez nach dem Platzverweis mit „einer Umarmung und einem Kuss“ tröstete, ist Mannschaftskollege des indonesischen Kapitäns Jay Idzes bei Sassuolo – eine Randnotiz, die in asiatischen Medien aufmerksam registriert wurde.

Die Schweiz führt die Gruppe B nun mit vier Punkten vor Kanada (drei) und Katar (zwei). Bosnien bleibt mit einem Zähler Letzter. Im abschließenden Gruppenspiel trifft die Nati auf Co-Gastgeber Kanada, während Bosnien gegen Katar gewinnen muss, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu wahren. Für die Schweiz genügt bereits ein Unentschieden zum sicheren Weiterkommen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

16%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa atlantica / anglosferaStampa sud-est asiatica
Stampa atlantica / anglosfera
trionfopragmatismo

Die Schweiz setzte mit einem 4:1-Kantersieg gegen Bosnien ein deutliches Zeichen, angeführt vom Doppelpack des Jokers Johan Manzambi. Der sofortige Einfluss des jungen Stars von der Bank verwandelte ein zähes Unentschieden in eine Gala und brachte die Schweizer an die Spitze der Gruppe B, dicht vor dem Einzug in die Runde der letzten 32.

Stampa sud-est asiatica
pragmatismodistacco

Die rote Karte für Bosniens Tarik Muharemovic, Teamkollege des Indonesiers Jay Idzes, erwies sich als Wendepunkt, als die Schweiz mit 4:1 gewann. Die geduldigen taktischen Anpassungen von Trainer Murat Yakin und die Wechsel in der Cooling Break knackten die bosnische Abwehr und lösten einen späten Vier-Tore-Sturm aus, der die Schweizer an die Schwelle zur Runde der letzten 32 bringt.

Verwandte Artikel

Mehr lesen
Aktuell
Das trügerische Leuchten der Intelligenz: Von indischen Prüfungsfabriken bis zur KI-Forschung·Kreml bekundet Dialogbereitschaft – EU-Staaten streiten über Kontakte zu Moskau·Iran erhebt Anspruch auf Kontrolle der Straße von Hormuz – Versicherungspflicht und künftige Gebühren angekündigt·Als der Vater von Messi für tot erklärt wurde: Ein Live-Moment und seine Folgen·Brasiliens Wettbewerbsfähigkeit auf Tiefststand – Industrie und Mittelstand unter Druck·USA und Australien kämpfen um den vorzeitigen Einzug ins Sechzehntelfinale·Als das Licht anging: Amazon stoppt Guadagninos Film über Sam Altman·Passive Technosignaturen rücken ins Zentrum der Suche nach außerirdischer Intelligenz·Das trügerische Leuchten der Intelligenz: Von indischen Prüfungsfabriken bis zur KI-Forschung·Kreml bekundet Dialogbereitschaft – EU-Staaten streiten über Kontakte zu Moskau·Iran erhebt Anspruch auf Kontrolle der Straße von Hormuz – Versicherungspflicht und künftige Gebühren angekündigt·Als der Vater von Messi für tot erklärt wurde: Ein Live-Moment und seine Folgen·Brasiliens Wettbewerbsfähigkeit auf Tiefststand – Industrie und Mittelstand unter Druck·USA und Australien kämpfen um den vorzeitigen Einzug ins Sechzehntelfinale·Als das Licht anging: Amazon stoppt Guadagninos Film über Sam Altman·Passive Technosignaturen rücken ins Zentrum der Suche nach außerirdischer Intelligenz·
Akt. 11:171 Sprache · 2 Quellen
2 Quellen|1 Sprache|3 Min. Lesezeit
Freitag, 19. Juni 2026

Späte Explosion nach Yakin-Schachzug: Schweiz überrollt Bosnien 4:1

Drei Wechsel nach der Trinkpause und eine Rote Karte verwandeln ein zähes Spiel in einen klaren Sieg, der die Schweiz an die Schwelle zum Achtelfinale führt.

Ein Spiel, das über eine Stunde wie ein zähes Remis aussah, kippte in Los Angeles binnen sechzehn Minuten in ein 4:1-Schützenfest. Die Schweiz besiegte Bosnien-Herzegowina am zweiten Spieltag der Gruppe B mit vier Treffern nach der 74. Minute und steht mit vier Punkten an der Tabellenspitze. Johan Manzambi, zwanzigjähriger Freiburger, der erst in der 71. Minute eingewechselt worden war, erzielte zwei Tore, Rubén Vargas traf ebenfalls, und Granit Xhaka setzte in der siebten Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zum Endstand. Bosnien, das ab der 80. Minute nach einer Notbremse von Tarik Muharemovic an Breel Embolo in Unterzahl agierte, gelang durch Ermin Mahmic nur noch der Ehrentreffer.

Bis zur zweiten Trinkpause hatte sich die Schweizer Überlegenheit nicht in Zählbares übersetzt. Murat Yakin hatte sein Team mit 75 Prozent Ballbesitz dominieren lassen, doch Dan Ndoye, Remo Freuler und Breel Embolo scheiterten immer wieder an Nikola Vasilj oder am eigenen Abschluss. Bosnien verteidigte um Schalkes Nikola Katic diszipliniert und setzte auf Konter um Edin Džeko, der nach 62 Minuten erschöpft wich. Yakin erklärte später, er habe den Dreifachwechsel bewusst bis zur Trinkpause hinausgezögert, „damit der Gegner nicht sofort reagieren kann“. Mit Manzambi, Vargas und Djibril Sow kamen drei schnelle Spieler, die das Spiel binnen Minuten sprengten.

Manzambi, der in der abgelaufenen Saison mit dem SC Freiburg das Europa-League-Finale erreicht hatte, benötigte nur drei Minuten für seinen ersten WM-Treffer: Eine halb geklärte Flanke von Vargas nahm er aus elf Metern volley, der Ball schlug unhaltbar ein. Sechs Minuten später sah Muharemovic Rot, als er Embolo auf dem Weg zum Tor zu Fall brachte. Die numerische Überlegenheit nutzte die Schweiz sofort: Embolo legte quer auf Vargas, der zum 2:0 einschob (84.), ehe Manzambi nach einem weiteren Vargas-Zuspiel seinen zweiten Treffer markierte (90.). Mahmics wuchtiger Volley nach einer Ecke (90.+3) und Xhakas sicher verwandelter Strafstoß nach Foul an Sow rundeten eine wilde Schlussphase ab.

Aus Schweizer Sicht war der Sieg eine gelungene Antwort auf das enttäuschende 1:1 gegen Katar zum Auftakt. „Wir wussten, warum wir nicht gut gestartet sind, und wir mussten geduldig sein. Aber wir sind eine gute Mannschaft, und das haben wir heute gezeigt“, sagte Manzambi, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde. Bosniens Trainer Sergej Barbarez haderte mit dem Kontrollverlust nach der Trinkpause: „Bis dahin waren wir das bessere Team. Dann bestraften sie uns mit ihrer individuellen Qualität.“ Muharemovic, den Barbarez nach dem Platzverweis mit „einer Umarmung und einem Kuss“ tröstete, ist Mannschaftskollege des indonesischen Kapitäns Jay Idzes bei Sassuolo – eine Randnotiz, die in asiatischen Medien aufmerksam registriert wurde.

Die Schweiz führt die Gruppe B nun mit vier Punkten vor Kanada (drei) und Katar (zwei). Bosnien bleibt mit einem Zähler Letzter. Im abschließenden Gruppenspiel trifft die Nati auf Co-Gastgeber Kanada, während Bosnien gegen Katar gewinnen muss, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu wahren. Für die Schweiz genügt bereits ein Unentschieden zum sicheren Weiterkommen.

Divergenz der Quellen

Sport · 2 Quellen · 1 Sprache

16%Niedrig

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Wie sie sich aufteilen

Gunstig9%
Neutral91%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa atlantica / anglosferaStampa sud-est asiatica
Stampa atlantica / anglosfera
trionfopragmatismo

Die Schweiz setzte mit einem 4:1-Kantersieg gegen Bosnien ein deutliches Zeichen, angeführt vom Doppelpack des Jokers Johan Manzambi. Der sofortige Einfluss des jungen Stars von der Bank verwandelte ein zähes Unentschieden in eine Gala und brachte die Schweizer an die Spitze der Gruppe B, dicht vor dem Einzug in die Runde der letzten 32.

Stampa sud-est asiatica
pragmatismodistacco

Die rote Karte für Bosniens Tarik Muharemovic, Teamkollege des Indonesiers Jay Idzes, erwies sich als Wendepunkt, als die Schweiz mit 4:1 gewann. Die geduldigen taktischen Anpassungen von Trainer Murat Yakin und die Wechsel in der Cooling Break knackten die bosnische Abwehr und lösten einen späten Vier-Tore-Sturm aus, der die Schweizer an die Schwelle zur Runde der letzten 32 bringt.

Diese Nachricht erschien in

2 Quellen · 1 Sprache

Verwandte Artikel

Geopolitik & Politik

US-iranische Gespräche in Bürgenstock abgesagt – Libanon-Frage blockiert den Prozess

6 Sprachen · 25 Quellen

Wirtschaft & Märkte

Ölpreise im Sog der Nahost-Diplomatie: Starker Wochenverlust trotz Erholung am Freitag

9 Sprachen · 13 Quellen

Geopolitik & Politik

Israel und Hisbollah vereinbaren Waffenruhe – US-iranisches Rahmenabkommen unter Druck

4 Sprachen · 26 Quellen

Mehr lesen