Anmelden
Ausgabe von 10:00 CETMontag, 22. Juni 2026
307 Quellen · 17 Sprachen495 Briefings heute
Kriminalität & KatastrophenSonntag, 21. Juni 2026

Sechs Verhaftungen nach dem Tod einer jungen Frau bei Sprung ohne Seilsicherung in Brasilien

Nach dem Sturz einer 21-Jährigen von einer Brücke im Bundesstaat São Paulo hat die Polizei drei weitere Verdächtige festgenommen; insgesamt sind nun sechs Personen in Haft.

Im brasilianischen Limeira, im Hinterland von São Paulo, ist eine 21-jährige Frau am 13. Juni bei einem sogenannten Rope-Jump-Sprung ums Leben gekommen, weil sie ohne Sicherungsseil von einer rund 40 Meter hohen Brücke gestürzt war. Acht Tage später, am 20. Juni, nahm die Zivilpolizei drei weitere Personen vorläufig fest, wie die Sicherheitsbehörden des Bundesstaates mitteilten. Damit erhöht sich die Zahl der Inhaftierten in dem Fall auf sechs.

Bei den neu Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der Ermittler um eine 29-jährige Frau, die als informelle Betreiberin des Sprung-Angebots gilt, sowie um zwei Männer im Alter von 25 und 27 Jahren. Sie sollen der Gruppe angehört haben, die den Sprung organisierte und durchführte. Allen dreien wird vorgeworfen, Beweismittel unterdrückt zu haben. Insbesondere die am Körper der Verunglückten befestigte Kamera, mit der Maria Eduarda Rodrigues de Freitas ihren Sprung aufzeichnen wollte, ist bislang nicht aufgefunden worden. Zudem bestehe der Verdacht, dass digitale Inhalte gelöscht wurden, die für die Rekonstruktion des Unfallhergangs bedeutsam sein könnten.

Bereits am Unglückstag waren drei Männer – die als Instruktoren fungiert hatten und auf einem Video zu sehen sind, wie sie die junge Frau an den Brückenrand führten und in die Tiefe stießen – unter dem Vorwurf eines bedingt vorsätzlichen Tötungsdelikts in Untersuchungshaft genommen worden. Ein von der Verteidigung eingereichtes Habeas-Corpus-Gesuch wiesen die Gerichte zurück. Die Betreiber der Sprungaktivität verfügten nach Behördenangaben weder über eine formelle Firmenzulassung noch über eine Genehmigung zur Nutzung der stillgelegten Eisenbahnbrücke. Das Sekretariat für das Erbe der Union bestätigte, dass die Agentur dort illegal operierte; das Bundeskabinett prüft nun den vollständigen Abriss des Bauwerks.

Die Ermittlungen konzentrieren sich neben dem Vorwurf der Tötung mit Eventualvorsatz auch auf den Verdacht der Prozessverschleppung durch Beweisunterdrückung. Laut Ermittlerkreisen sollen die drei nachträglich Inhaftierten versucht haben, relevante Spuren zu beseitigen. Das Strafverfahren wird von der Zivilpolizei in Limeira geführt; die Durchsuchungen erstreckten sich auf São Paulo und Rio de Janeiro. Die provisorischen Haftbefehle gelten zunächst für fünf Tage, während die Analyse der sichergestellten elektronischen Geräte andauert.

Aktuell
Speicherchip-Preisexplosion: Apple kündigt höhere iPhone-Preise an, Ternus soll Designkultur erneuern·Ölunfälle in Aserbaidschan und Schweden, Brände in Indien und Hongkong·US-Militär tötet erneut zwei Menschen bei Angriffen auf mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik·Ghaf-Bäume, Gottesfurcht und die Angst der CEOs: Vatertag 2026 in vier Ländern·Mbappé vor 100. Länderspiel: Frankreichs Rekordjäger im Duell mit Irak·Ultimatum in Ghana: Hochschullehrer drohen mit Streik – Unmut auch in Argentinien und Nigeria·Irans Quds-Kommandeur droht Israel mit Wiederholung des Rückzugs von 2000·Schicksalsspiel in Santa Clara: Jordanien und Algerien vor dem vorzeitigen K.-o.-Duell·Speicherchip-Preisexplosion: Apple kündigt höhere iPhone-Preise an, Ternus soll Designkultur erneuern·Ölunfälle in Aserbaidschan und Schweden, Brände in Indien und Hongkong·US-Militär tötet erneut zwei Menschen bei Angriffen auf mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik·Ghaf-Bäume, Gottesfurcht und die Angst der CEOs: Vatertag 2026 in vier Ländern·Mbappé vor 100. Länderspiel: Frankreichs Rekordjäger im Duell mit Irak·Ultimatum in Ghana: Hochschullehrer drohen mit Streik – Unmut auch in Argentinien und Nigeria·Irans Quds-Kommandeur droht Israel mit Wiederholung des Rückzugs von 2000·Schicksalsspiel in Santa Clara: Jordanien und Algerien vor dem vorzeitigen K.-o.-Duell·
Akt. 07:232 Sprachen · 3 Quellen
VorherigerKriminalität & KatastrophenNächster
3 Quellen|2 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Sonntag, 21. Juni 2026

Sechs Verhaftungen nach dem Tod einer jungen Frau bei Sprung ohne Seilsicherung in Brasilien

Nach dem Sturz einer 21-Jährigen von einer Brücke im Bundesstaat São Paulo hat die Polizei drei weitere Verdächtige festgenommen; insgesamt sind nun sechs Personen in Haft.

Im brasilianischen Limeira, im Hinterland von São Paulo, ist eine 21-jährige Frau am 13. Juni bei einem sogenannten Rope-Jump-Sprung ums Leben gekommen, weil sie ohne Sicherungsseil von einer rund 40 Meter hohen Brücke gestürzt war. Acht Tage später, am 20. Juni, nahm die Zivilpolizei drei weitere Personen vorläufig fest, wie die Sicherheitsbehörden des Bundesstaates mitteilten. Damit erhöht sich die Zahl der Inhaftierten in dem Fall auf sechs.

Bei den neu Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der Ermittler um eine 29-jährige Frau, die als informelle Betreiberin des Sprung-Angebots gilt, sowie um zwei Männer im Alter von 25 und 27 Jahren. Sie sollen der Gruppe angehört haben, die den Sprung organisierte und durchführte. Allen dreien wird vorgeworfen, Beweismittel unterdrückt zu haben. Insbesondere die am Körper der Verunglückten befestigte Kamera, mit der Maria Eduarda Rodrigues de Freitas ihren Sprung aufzeichnen wollte, ist bislang nicht aufgefunden worden. Zudem bestehe der Verdacht, dass digitale Inhalte gelöscht wurden, die für die Rekonstruktion des Unfallhergangs bedeutsam sein könnten.

Bereits am Unglückstag waren drei Männer – die als Instruktoren fungiert hatten und auf einem Video zu sehen sind, wie sie die junge Frau an den Brückenrand führten und in die Tiefe stießen – unter dem Vorwurf eines bedingt vorsätzlichen Tötungsdelikts in Untersuchungshaft genommen worden. Ein von der Verteidigung eingereichtes Habeas-Corpus-Gesuch wiesen die Gerichte zurück. Die Betreiber der Sprungaktivität verfügten nach Behördenangaben weder über eine formelle Firmenzulassung noch über eine Genehmigung zur Nutzung der stillgelegten Eisenbahnbrücke. Das Sekretariat für das Erbe der Union bestätigte, dass die Agentur dort illegal operierte; das Bundeskabinett prüft nun den vollständigen Abriss des Bauwerks.

Die Ermittlungen konzentrieren sich neben dem Vorwurf der Tötung mit Eventualvorsatz auch auf den Verdacht der Prozessverschleppung durch Beweisunterdrückung. Laut Ermittlerkreisen sollen die drei nachträglich Inhaftierten versucht haben, relevante Spuren zu beseitigen. Das Strafverfahren wird von der Zivilpolizei in Limeira geführt; die Durchsuchungen erstreckten sich auf São Paulo und Rio de Janeiro. Die provisorischen Haftbefehle gelten zunächst für fünf Tage, während die Analyse der sichergestellten elektronischen Geräte andauert.

Divergenz der Quellen

Kriminalität & Katastrophen · 3 Quellen · 2 Sprachen

0%Niedrig

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Diese Nachricht erschien in

3 Quellen · 2 Sprachen

Verwandte Artikel

Sport

Belgien enttäuscht erneut: 0:0 gegen Iran – Rote Karte und VAR-Drama

9 Sprachen · 41 Quellen

Wirtschaft & Märkte

China verhängt Exportkontrollen gegen US-Rüstungs- und Seltene-Erden-Firmen

11 Sprachen · 25 Quellen

Kriminalität & Katastrophen

Schüsse an philippinischer Schule: Drei Tote, zwei Jugendliche festgenommen

10 Sprachen · 22 Quellen

Mehr lesen