
Russischer Großangriff auf Kiew fordert Tote und Verletzte
Nach einer Geheimdienstwarnung griff Russland die ukrainische Hauptstadt in der Nacht massiv mit Raketen und Drohnen an; Polen aktivierte vorsorglich seine Luftwaffe.
Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Donnerstag einen der schwersten Luftangriffe auf Kiew seit Beginn der Invasion im Februar 2022 ausgeführt. Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen ballistische Raketen, Marschflugkörper und Hunderte Kampfdrohnen zum Einsatz. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete mindestens einen Toten und elf Verletzte; ein neunstöckiges Wohnhaus stürzte teilweise ein, in mehreren Bezirken brachen Brände aus, darunter auf dem Dach eines Hotels im zentralen Schewtschenko-Boulevard. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor anfliegenden ballistischen Raketen gewarnt, woraufhin Tausende Einwohner in U-Bahn-Stationen Schutz suchten.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte seinen Besuch in Dublin am Mittwochabend abgebrochen und die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Aus Kiewer Sicht bestätigten Geheimdienstinformationen, dass Moskau einen „massiven Schlag“ vorbereite. Selenskyj erklärte, Wladimir Putin habe diesen Angriff seit längerem geplant. Die ukrainische Führung sieht in dem nächtlichen Beschuss eine direkte Reaktion auf die jüngste Intensivierung eigener Langstreckendrohnenangriffe gegen russische Raffinerien und Militärobjekte, die nach Kiewer Darstellung die Treibstoffversorgung des Gegners empfindlich stören sollen.
Moskau äußerte sich zunächst nicht offiziell zu dem Angriff. In westlichen Hauptstädten wird der Schlag als Teil einer Eskalationsspirale gewertet, bei der beide Seiten zunehmend die Infrastruktur des Gegners ins Visier nehmen. Das in Washington ansässige Center for Strategic and International Studies (CSIS) bezifferte die gesamten militärischen Verluste des Krieges auf über zwei Millionen, wobei die russischen Verluste mit rund 1,4 Millionen deutlich höher lägen. Polen, Mitglied der NATO, ließ als Reaktion auf die Angriffe vorsorglich Kampfflugzeuge aufsteigen, um den eigenen Luftraum zu sichern; eine Verletzung polnischen Territoriums wurde nicht registriert.
Die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe gelten seit Monaten als festgefahren. Die von Washington vermittelten Gespräche haben nach übereinstimmenden Berichten keine Fortschritte erzielt. Beobachter in europäischen Außenministerien verweisen darauf, dass die wechselseitigen Angriffe auf zivile und energetische Ziele die Aussicht auf Verhandlungen weiter trüben. Das nächste Treffen der NATO-Verteidigungsminister in der kommenden Woche in der Türkei dürfte von der Frage beherrscht werden, wie die Luftverteidigung der Ukraine gestärkt werden kann, ohne eine direkte Konfrontation mit Russland zu riskieren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Ukraine hat ihre tiefen Angriffe auf russisches Gebiet verstärkt und zum zweiten Mal ein Satellitenkommunikationszentrum bei Moskau getroffen. Ehemalige US-Beamte deuten an, dass Putin unsicher ist, wie er reagieren soll, während Selenskyj vor einem bevorstehenden massiven russischen Angriff warnt. Das Narrativ stellt die Ukraine als initiativ und russische Schwächen offenlegend dar.
Ein neuer massiver russischer Drohnenangriff erschütterte Kiew und verursachte starke Explosionen und einen Brand im Stadtzentrum. Die Luftabwehr wurde aktiviert, als Drohnen aus mehreren Richtungen anflogen. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die unmittelbare Gefahr und die Schäden, wobei Selenskyjs vorherige Warnung vor einer großangelegten russischen Offensive das Ereignis als Teil eines eskalierenden Angriffs auf die Hauptstadt einordnet.
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