
Rassismus-Eklat bei WM 2026 in Guadalajara: Mexikanischer Verbandspräsident nach Augen-Geste entlassen
Ulises Fernando Bernal Miramontes zog vor laufender Kamera die Augenschlitze nach, während er hinter einer jubelnden südkoreanischen Influencerin saß – das virale Video führte zu seiner sofortigen Amtsenthebung.
Die personellen Konsequenzen folgten unmittelbar: Ulises Fernando Bernal Miramontes, Präsident des Ingenieur- und Vermessungsverbands von Jalisco, ist von seinem Posten enthoben worden, nachdem ein bei der WM 2026 aufgenommenes Video ihn bei einer rassistischen Geste zeigt. Der Clip, verbreitet von der südkoreanischen Influencerin Yoon Su‑jin, verzeichnete binnen Stunden Millionen Aufrufe und löste eine Welle der Empörung aus – auch innerhalb Mexikos.
Yoon, die mit ihrem Online‑Alter Ego „Ino Cat“ rund neun Millionen Follower auf TikTok und YouTube erreicht, hatte im Stadion von Guadalajara den Sieg Südkoreas gegen Tschechien gefeiert. Im Hintergrund war deutlich zu erkennen, wie Miramontes mit den Fingern seine Augenwinkel auseinanderzog, eine historisch aufgeladene Geste, die Menschen ostasiatischer Herkunft herabwürdigt. Die junge Frau kommentierte später verletzt, sie sei um die halbe Welt gereist und habe am vermeintlich fröhlichsten Ort der Welt Rassismus erfahren. In mexikanischen sozialen Medien distanzierten sich rasch Hunderte Nutzer von dem Mann, betonten, er repräsentiere nicht das wahre Gesicht ihres Landes, und forderten Konsequenzen. Der Verband kam dem nach und gab seine Entlassung bekannt; Miramontes selbst reichte eine öffentliche Entschuldigung nach.
Aus asiatischer Perspektive fügt sich der Vorfall in eine beunruhigende Reihe anti‑asiatischer Diskriminierungen, die durch die Pandemie befeuert wurden und nun auch auf den Tribünen globaler Sportevents sichtbar werden. Für Mexiko, das gemeinsam mit den USA und Kanada das erste WM‑Turnier mit 48 Mannschaften ausrichtet, bedeutet der Eklat einen diplomatischen Kratzer. Beobachter in Seoul fragen, wie die FIFA mit null Toleranz gegenüber Rassismus Ernst machen will, wenn selbst Amtsträger der Gastgeberländer solche Signale senden. Auch in deutschen Fan‑ und Verbandsforen wird die Frage diskutiert, welche Vorkehrungen gegen derlei Vorfälle getroffen werden, wenn die Nationalelf im Sommer 2026 in amerikanischen Stadien antritt. Der Fall Miramontes könnte so zum Präzedenzfall werden, der die Organisatoren drängt, nicht nur Strafen für Spieler, sondern auch für Zuschauer und Offizielle konsequent durchzusetzen – eine Botschaft, die weit über den Fußball hinausreicht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die rassistische Geste eines mexikanischen Funktionärs gegenüber einer südkoreanischen Influencerin bei den WM-Feiern löste weltweit Empörung aus. Die sofortige Entlassung wurde als unverzichtbarer Schritt zur Bekräftigung der Antidiskriminierungswerte gesehen und zeigt, dass ein solches Verhalten weder auf den Rängen noch sonst geduldet wird.
Ein lokaler mexikanischer Funktionär zeigte während der WM-Feierlichkeiten eine unglückliche, als rassistisch interpretierte Geste gegenüber einer koreanischen Content Creatorin. Er wurde seines Amtes enthoben, doch viele meinen, seine sofortige Entschuldigung und die euphorische Stimmung hätten eine weniger drastische Strafe verdient, um eine unverhältnismäßige Kontroverse zu vermeiden.
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