
Proteste in Iran gegen Friedensabkommen mit den USA weiten sich aus
In mehreren iranischen Städten demonstrieren Hardliner gegen Außenminister Araghchi, der ein Abkommen mit Washington als nahe bevorstehend bezeichnet hat.
In Iran mehren sich die Proteste gegen die von der Regierung in Teheran angestrebte Friedensvereinbarung mit den Vereinigten Staaten. Nachdem Außenminister Abbas Araghchi im Staatsfernsehen erklärt hatte, ein Abkommen sei „nie näher gewesen als jetzt“, versammelten sich am Samstag Dutzende Demonstranten vor einer Außenstelle des Außenministeriums in der nordöstlichen Stadt Maschhad. Auf von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Aufnahmen ist zu sehen, wie Frauen in schwarzen Tschadors rote und schwarze Flaggen schwenken und „Tod dem unehrenhaften Araghchi, dem Eindringling“ skandieren. Die Proteste richten sich gegen die aus Sicht der Hardliner zu weitreichenden Zugeständnisse an Washington, die das Abkommen angeblich vorsieht.
Die Demonstrationen sind Ausdruck eines tiefen Risses in der iranischen Führung. Während Präsident Hassan Ruhani und Außenminister Araghchi auf eine diplomatische Lösung drängen, lehnen einflussreiche Kreise der Revolutionsgarden und konservative Geistliche eine Einigung ab. Sie argumentieren, der Vertrag diene nicht den nationalen Interessen Irans und beraube Teheran seiner Verhandlungsposition. Aus US-amerikanischer Sicht hingegen hat Präsident Donald Trump bereits angekündigt, das Abkommen am Sonntag unterzeichnen zu wollen. Der Vermittler Pakistan, der die Gespräche vorangetrieben hat, zeigt sich optimistisch, doch die innenpolitischen Widerstände in Iran könnten die Umsetzung gefährden.
International wird die Entwicklung mit Spannung verfolgt. Aus europäischer Perspektive, insbesondere in Berlin, Wien und Bern, wäre ein Abkommen ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Region. Es könnte die Spannungen im Nahen Osten mindern und die iranische Wirtschaft öffnen, was auch deutschen und österreichischen Unternehmen neue Märkte erschließen würde. Allerdings warnen Beobachter in Peking, dass eine Annäherung zwischen Teheran und Washington die Machtbalance in der Region verschieben und Chinas Einfluss schmälern könnte. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Regierung in Teheran den innenpolitischen Druck überwinden und das Abkommen gegen den Widerstand der Hardliner durchsetzen kann.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Kontinentaleuropäische Medien berichten über Proteste im Iran gegen Außenminister Araghchi wegen Friedensgesprächen mit den USA und betonen die Schwierigkeit, die Echtheit der verbreiteten Videos zu überprüfen. Der Ton ist vorsichtig, mit Betonung auf fehlender unabhängiger Bestätigung und dem Kontext innerer Spannungen.
Indische und südasiatische Medien heben die Wut der iranischen Demonstranten hervor, die Minister Araghchi beschuldigen, den USA zu viele Zugeständnisse gemacht zu haben. Die Erzählung konzentriert sich auf Anschuldigungen eines 'unehrenhaften Kompromisses' und die Wahrnehmung, dass der Abkommen die nationalen Interessen Irans nicht schützt.
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