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SportDonnerstag, 2. Juli 2026

Portugals späte Wende gegen Kroatien: Ein Sieg im Gedenken an Diogo Jota

Am ersten Todestag des früheren Nationalstürmers dreht Portugal ein 0:1 und zieht ins Achtelfinale ein – Cristiano Ronaldo trägt nach Abpfiff Jotas Trikot mit der Nummer 21.

Mit einem Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit hat Portugal im WM-Achtelfinaleinzug ein hoch emotionales Kapitel geschrieben. Der eingewechselte Gonçalo Ramos köpfte eine Flanke von Rafael Leão zum 2:1-Sieg gegen Kroatien ins Netz und löste damit nicht nur sportliche Erlösung aus, sondern auch eine kollektive Geste der Erinnerung. Cristiano Ronaldo, der zuvor per Strafstoß ausgeglichen hatte, verließ das Feld in Toronto mit der Nummer 21 auf dem Rücken – jener Rückennummer, die Diogo Jota in der Nationalmannschaft trug.

Die Partie im BMO Field war lange von kroatischer Effizienz geprägt. Ivan Perišić brachte den Vizeweltmeister von 2018 in der 53. Minute mit einem Linksschuss in Führung. Portugal, das in der Gruppenphase nur einen Sieg aus drei Spielen geholt hatte, fand zunächst kein Mittel. Ein Videobeweis-Eingriff führte in der 68. Minute zum Elfmeter, den Ronaldo sicher verwandelte. Als sich die Begegnung bereits der Verlängerung zuneigte, stieg Ramos nach Leãos Hereingabe am höchsten und besiegelte den Umschwung. Ein vermeintlicher Ausgleich durch Joško Gvardiol wurde kurz darauf wegen Abseits aberkannt – erneut nach VAR-Überprüfung.

Der sportliche Rahmen war an diesem Abend von einer tieferen Bedeutung durchdrungen. Auf den Tag genau ein Jahr zuvor, am 3. Juli 2025, waren Diogo Jota und sein Bruder André Silva bei einem Reifenplatzer auf der Autobahn A-52 in der spanischen Provinz Zamora ums Leben gekommen. Vor dem Anpfiff wurde während der portugiesischen Hymne ein Bild Jotas auf der Videowand eingeblendet, in der 21. Minute erhoben sich die portugiesischen Fans zu einer Ovation. Die Spieler trugen Armbänder mit den Namen aller Kadermitglieder – einschließlich Jotas, den Nationaltrainer Roberto Martínez als symbolischen „27. Mann“ in das WM-Aufgebot aufgenommen hatte.

Jota, der im Juni 2025 mit Portugal die Nations League gewonnen und wenige Tage vor dem Unfall geheiratet hatte, hinterließ seine Frau und drei Kinder. Der Stürmer des FC Liverpool war auf dem Weg zurück nach England, als der Wagen von der Fahrbahn abkam und in Brand geriet. In Portugal gilt sein Werdegang vom Amateurklub Gondomar über Paços de Ferreira bis an die Anfield Road als Sinnbild eines ungewöhnlichen Aufstiegs. Martínez sagte nach der Partie, Jota sei „unsere Sonne und unser Licht“ und das Team wolle „die Weltmeisterschaft für ihn gewinnen“.

Durch den Sieg trifft Portugal am Montag im Achtelfinale in Dallas auf Spanien. Es ist die Neuauflage des Nations-League-Endspiels von 2025, das Jota noch selbst bestritten hatte. Für Ronaldo, der bei Weltmeisterschaften zuvor nie in einer K.-o.-Runde getroffen hatte, war der verwandelte Elfmeter zugleich der erste Treffer in einer solchen Phase – ein statistisches Detail, das in der emotional aufgeladenen Nacht jedoch kaum Beachtung fand.

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Donnerstag, 2. Juli 2026

Portugals späte Wende gegen Kroatien: Ein Sieg im Gedenken an Diogo Jota

Am ersten Todestag des früheren Nationalstürmers dreht Portugal ein 0:1 und zieht ins Achtelfinale ein – Cristiano Ronaldo trägt nach Abpfiff Jotas Trikot mit der Nummer 21.

Mit einem Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit hat Portugal im WM-Achtelfinaleinzug ein hoch emotionales Kapitel geschrieben. Der eingewechselte Gonçalo Ramos köpfte eine Flanke von Rafael Leão zum 2:1-Sieg gegen Kroatien ins Netz und löste damit nicht nur sportliche Erlösung aus, sondern auch eine kollektive Geste der Erinnerung. Cristiano Ronaldo, der zuvor per Strafstoß ausgeglichen hatte, verließ das Feld in Toronto mit der Nummer 21 auf dem Rücken – jener Rückennummer, die Diogo Jota in der Nationalmannschaft trug.

Die Partie im BMO Field war lange von kroatischer Effizienz geprägt. Ivan Perišić brachte den Vizeweltmeister von 2018 in der 53. Minute mit einem Linksschuss in Führung. Portugal, das in der Gruppenphase nur einen Sieg aus drei Spielen geholt hatte, fand zunächst kein Mittel. Ein Videobeweis-Eingriff führte in der 68. Minute zum Elfmeter, den Ronaldo sicher verwandelte. Als sich die Begegnung bereits der Verlängerung zuneigte, stieg Ramos nach Leãos Hereingabe am höchsten und besiegelte den Umschwung. Ein vermeintlicher Ausgleich durch Joško Gvardiol wurde kurz darauf wegen Abseits aberkannt – erneut nach VAR-Überprüfung.

Der sportliche Rahmen war an diesem Abend von einer tieferen Bedeutung durchdrungen. Auf den Tag genau ein Jahr zuvor, am 3. Juli 2025, waren Diogo Jota und sein Bruder André Silva bei einem Reifenplatzer auf der Autobahn A-52 in der spanischen Provinz Zamora ums Leben gekommen. Vor dem Anpfiff wurde während der portugiesischen Hymne ein Bild Jotas auf der Videowand eingeblendet, in der 21. Minute erhoben sich die portugiesischen Fans zu einer Ovation. Die Spieler trugen Armbänder mit den Namen aller Kadermitglieder – einschließlich Jotas, den Nationaltrainer Roberto Martínez als symbolischen „27. Mann“ in das WM-Aufgebot aufgenommen hatte.

Jota, der im Juni 2025 mit Portugal die Nations League gewonnen und wenige Tage vor dem Unfall geheiratet hatte, hinterließ seine Frau und drei Kinder. Der Stürmer des FC Liverpool war auf dem Weg zurück nach England, als der Wagen von der Fahrbahn abkam und in Brand geriet. In Portugal gilt sein Werdegang vom Amateurklub Gondomar über Paços de Ferreira bis an die Anfield Road als Sinnbild eines ungewöhnlichen Aufstiegs. Martínez sagte nach der Partie, Jota sei „unsere Sonne und unser Licht“ und das Team wolle „die Weltmeisterschaft für ihn gewinnen“.

Durch den Sieg trifft Portugal am Montag im Achtelfinale in Dallas auf Spanien. Es ist die Neuauflage des Nations-League-Endspiels von 2025, das Jota noch selbst bestritten hatte. Für Ronaldo, der bei Weltmeisterschaften zuvor nie in einer K.-o.-Runde getroffen hatte, war der verwandelte Elfmeter zugleich der erste Treffer in einer solchen Phase – ein statistisches Detail, das in der emotional aufgeladenen Nacht jedoch kaum Beachtung fand.

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