
Pentagon prüft Militäroptionen gegen Kuba – Planungen für Luftlandeoperation
Laut CBS News haben Militärplaner Szenarien für einen möglichen Einsatz gegen die Insel durchgespielt, darunter einen Luftangriff mit Tausenden Soldaten der 101. Luftlandedivision.
Das Pentagon hat in den vergangenen Wochen verschiedene Optionen für ein militärisches Vorgehen gegen Kuba prüfen lassen. Wie der US-Sender CBS News unter Berufung auf mehrere mit den Gesprächen vertraute Beamte berichtet, gehörte dazu auch eine Luftlandeoperation unter Führung der 101. Luftlandedivision – der einzigen für einen solchen Großangriff ausgebildeten Einheit der US-Streitkräfte. Die Planungen wurden demnach Ende Juni im Rahmen eines routinemäßigen Briefings zum operativen Konzept erörtert. Aus dem Verteidigungsministerium verlautete, es handele sich um hypothetische Szenarien; eine Entscheidung von Präsident Donald Trump oder der militärischen Führung sei damit nicht getroffen.
Aus Washingtoner Sicht wird der Druck auf Havanna derzeit auf mehreren Ebenen erhöht. Außenminister Marco Rubio forderte die kubanische Führung wiederholt zu politischen und wirtschaftlichen Reformen auf und schloss den Einsatz aller verfügbaren Mittel nicht aus, um „Bedrohungen der nationalen Sicherheit“ durch das, wie er es nennt, „kubanische Regime“ zu begegnen. Gleichzeitig weitete das Finanzministerium die Sanktionen aus und belegte unter anderem das Tourismusministerium sowie weitere staatliche Stellen mit Strafmaßnahmen. Die kubanische Regierung unter Präsident Miguel Díaz-Canel wies die Vorwürfe zurück und erklärte, nicht Kuba, sondern die Vereinigten Staaten stellten eine Bedrohung dar.
Eine tatsächliche Militäroperation gegen die Insel stünde nach Einschätzung der von CBS zitierten Beamten vor erheblichen praktischen Hürden. Ein großer Teil der offensiven Fähigkeiten der US-Armee sowie Aufklärungs- und Logistikkapazitäten sind gegenwärtig im Nahen Osten gebunden, wo die Kampfhandlungen gegen Iran nach einer kurzzeitigen Waffenruhe wieder aufgeflammt sind. Pentagon-Sprecher Joel Valdez lehnte eine Stellungnahme zu „hypothetischen Militäroperationen“ ab. Beobachter in europäischen Hauptstädten verweisen darauf, dass eine Verlagerung von Kräften in die Karibik die ohnehin angespannte Ressourcenlage der US-Streitkräfte weiter verschärfen würde.
Die Planungen reihen sich in eine Serie außenpolitischer Interventionen der zweiten Trump-Administration ein. Im Januar 2026 nahmen US-Spezialkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas fest; im Februar folgten gemeinsam mit Israel geführte Luftschläge gegen Iran, die einen bis heute andauernden regionalen Krieg auslösten. Trump selbst hatte in einem Interview mit Axios im Juni eine mögliche Operation zum Sturz der kubanischen Führung als „möglich“ bezeichnet. Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte bei einem Besuch in Guantánamo, es wäre unklug, wenn Havanna Waffensysteme beschaffen würde, die den Stützpunkt oder US-Territorium erreichen könnten.
Das Dossier befindet sich nach Angaben aus dem Pentagon im Stadium der konzeptionellen Vorplanung. Ein konkreter Operationsbefehl liegt nicht vor, und die militärische Führung betont, dass der Schwerpunkt der laufenden Einsätze weiterhin auf dem Nahen Osten liegt. Gleichzeitig hält das Außenministerium an der diplomatischen Schiene fest und drängt auf eine technokratische Übergangsregierung in Havanna. Die nächsten Schritte dürften von der Entwicklung der Iran-Operationen und der innenpolitischen Lage in den Vereinigten Staaten abhängen.
| Iranische & verwandte Presse | −0.80 | critical |
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| Russische & GUS-Presse | −0.40 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Südostasiatische Presse | −0.60 | critical |
Der Iran warnt, dass die USA eine Aggression gegen Kuba planen, während sie durch den Iran abgelenkt sind, was amerikanische Heuchelei offenbart und die kubanische Souveränität bedroht.
Indem die US-Planung als bewusste Ausnutzung des Iran-Konflikts dargestellt wird, schafft die Erzählung eine moralische Gleichwertigkeit zwischen den beiden Schauplätzen und zeichnet die USA als Serienaggressor.
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Lateinamerika verurteilt die Analyse des Pentagons offensiver Optionen gegen Kuba, erinnert an eine Geschichte des US-Interventionismus und verteidigt die kubanische Souveränität.
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