
Neymars Zukunft nach dem WM-Aus: Tränen, Emojis und ein ungewisser Vertrag
Nach Brasiliens Achtelfinal-Niederlage kehrt der 34-Jährige zum FC Santos zurück – seine Karriereplanung ist offen, der Klub vor richtungsweisenden Entscheidungen.
Am Freitag betrat Neymar wieder das Trainingszentrum Rei Pelé des FC Santos. Wenige Tage zuvor war er nach der 1:2-Niederlage gegen Norwegen im Achtelfinale der Weltmeisterschaft unter Tränen zusammengebrochen und hatte erklärt: „Hier endet es.“ Der Satz, auf dem Platz in Richtung der Kameras gesprochen, ließ die brasilianische Sportwelt aufhorchen. Wenig später kommentierte der Rekordtorschütze der Seleção ein von einem Fan erstelltes KI-Video, das einen jungen Neymar zeigt, der sein älteres Ich zur Jagd auf den sechsten WM-Titel 2030 auffordert, mit drei lachend-weinenden Emojis. Die Geste wurde in sozialen Netzwerken als Ausdruck von Resignation, aber auch von Selbstironie gedeutet.
Der Weg zu diesem Punkt war von Verletzungen geprägt. Fast drei Jahre nach seinem letzten Länderspiel berief Trainer Carlo Ancelotti den Stürmer in den WM-Kader, doch eine Muskelverletzung in der Wade ließ nur 37 Einsatzminuten in zwei Partien zu. Sein einziger Treffer, ein verwandelter Elfmeter, reichte nicht, um das frühe Aus zu verhindern. In der laufenden Saison hatte Neymar nach einer Knieoperation Ende 2025 ohnehin nur acht von 19 Ligaspielen für Santos bestritten, dabei aber vier Tore und zwei Vorlagen geliefert – Momente, die an seine Glanzzeiten in Barcelona und Paris erinnerten.
Brasilianische Medien berichten nun detailliert über die ersten Schritte des Angreifers im Vereinsalltag. Nach physiologischen Untersuchungen absolvierte er ein individuelles Aufbauprogramm im Kraftraum; einen Zeitplan für die Rückkehr ins Mannschaftstraining legte der Klub nicht fest. Santos, derzeit Tabellenfünfzehnter und nur einen Punkt von der Abstiegszone entfernt, agiert vorsichtig. Die Vereinsführung um Präsident Marcelo Teixeira, der Neymars Rückkehr aus Saudi-Arabien im Januar 2025 forciert hatte, will keine Risiken eingehen. Arabische Quellen heben unterdessen die emotionale Komponente hervor: Neymars Vater und Berater veröffentlichte einen Brief, in dem er seinen Sohn beschwor, weiterzuspielen und die Freude am Ball wiederzufinden.
Die offene Vertragssituation überlagert alle sportlichen Planungen. Das Arbeitspapier läuft im Dezember aus, zeitgleich mit den Präsidentschaftswahlen im Klub. Ein Santos-Funktionär sagte anonym, die erste Frage sei gewesen, ob Neymar überhaupt weiterspielen werde. Eine Vertragsverlängerung werde wohl erst nach der Wahl entschieden. Aus US-amerikanischen Medien verlautet, der Spieler prüfe einen Wechsel in die Major League Soccer; Gespräche mit dem FC Cincinnati seien jedoch gescheitert. Dort spielen bereits Größen wie Lionel Messi, Antoine Griezmann und Thomas Müller.
Für Santos stehen nun richtungsweisende Wochen an. Noch vor dem nächsten Ligaspiel gegen Chapecoense am 25. Juli tritt das Team im Playoff-Hinspiel der Copa Sudamericana bei Universidad Central in Venezuela an. Ob und wann Neymar dabei wieder auf dem Platz steht, bleibt offen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Klub weiter auf seinen prominentesten Spieler setzt – und ob dieser selbst die Kraft für einen weiteren Karriereabschnitt findet.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
| Arabische Golfpresse | −0.20 | neutral |
Neymar's return to Santos is a homecoming with unresolved questions. The focus is on his limited World Cup performance and the uncertainty of his international career.
By sticking to verifiable facts (minutes played, goal, contract length) and omitting speculative elements like MLS talks, the narrative stays grounded and avoids emotional escalation.
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