
Zwei Feuerwehrleute sterben bei Brandbekämpfung am Flughafen Bordeaux – Waldbrände in Südfrankreich
In der Gironde kamen zwei Einsatzkräfte ums Leben, während im Var ein Großfeuer hunderte Hektar erfasste und Hunderte Menschen evakuiert wurden.
Bei der Bekämpfung eines Brandes nahe dem Flughafen Bordeaux-Mérignac sind am Dienstag zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Das bestätigte Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez vor der Nationalversammlung. Nach Angaben der Präfektur des Départements Gironde war das Feuer am frühen Nachmittag in der Nähe eines Parkplatzes ausgebrochen und hatte auf ein Gebäude übergegriffen. Der Flugbetrieb wurde teilweise eingestellt; ankommende Maschinen konnten zunächst weiter landen, während Starts unterbrochen wurden. Riesige Rauchwolken waren vom Stadtzentrum aus sichtbar.
Im südöstlichen Département Var entwickelte sich zeitgleich ein weiterer Großbrand. Das Feuer war in der Gemeinde Pontevès ausgebrochen und breitete sich nach Behördenangaben rasch aus. Die Präfektur sprach zunächst von 350 Hektar betroffener Fläche, spätere Meldungen nannten bis zu 500 Hektar; der Fernsehsender BFMTV berichtete unter Berufung auf den Bürgermeister von drei zerstörten Häusern. Mehr als 150 Menschen wurden vorsorglich aus den Ortschaften Cotignac und Sillans-la-Cascade evakuiert. Rund 600 Feuerwehrleute waren mit Unterstützung von acht Canadair-Löschflugzeugen und mehreren Hubschraubern im Einsatz. Vier Einsatzkräfte und zwei Anwohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.
Die Brände stehen im Zusammenhang mit einer anhaltenden Hitzewelle und extremer Trockenheit. Der Wetterdienst Météo-France hatte für fünf südliche Départements die höchste Waldbrand-Warnstufe ausgerufen. Innenminister Nuñez bezifferte die seit Jahresbeginn in Frankreich verbrannte Fläche auf nahezu 40.000 Hektar – deutlich mehr als im gesamten Vorjahr und mehr als im bisherigen Rekordjahr 2022. Das Europäische Waldbrandinformationssystem EFFIS meldete für den Zeitraum Januar bis Mitte Juli sogar über 42.000 Hektar. In den Hautes-Alpes kämpften Einsatzkräfte gegen einen durch Blitzschlag ausgelösten Brand, der in unzugänglichem Gelände 130 Hektar erfasst hatte; auf Korsika dauerte ein Feuer bei Corte bereits den neunten Tag an.
Die genaue Unglücksursache in Mérignac ist noch nicht geklärt. Die Präfektin der Gironde, Sophie Brocas, hatte zuvor an die Bevölkerung appelliert, angesichts der hohen Waldbrandgefahr äußerste Vorsicht walten zu lassen – neun von zehn Bränden seien menschlichen Ursprungs. Die Ermittlungen zu den Todesumständen der beiden Feuerwehrleute dauern an.
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Das offizielle Frankreich und die kontinentalen Medien trauern um die gefallenen Feuerwehrleute, sprechen ihr Beileid aus und heben das heldenhafte Opfer hervor.
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