
Wyndham Clark führt US Open mit vier Schlägen Vorsprung nach spektakulärem Auftakt
Der Amerikaner nutzte nach einer Nebelverzögerung die windstilleren Abendstunden, während Rory McIlroy und Ludvig Åberg solide Runden spielten und Jason Day verletzt ausschied.
Wyndham Clark, der Champion von 2023, hat sich mit einer furiosen ersten Runde an die Spitze der 126. US Open gesetzt. Der 32-jährige Amerikaner spielte auf dem anspruchsvollen Par-70-Kurs von Shinnecock Hills sechs unter Par, ehe die Runde wegen einbrechender Dunkelheit nach 16 Löchern abgebrochen werden musste. Mit einem Eagle und fünf Birdies bei nur einem Bogey baute er einen Vorsprung von vier Schlägen auf eine Verfolgergruppe auf, die fast ausschließlich aus früheren Major-Siegern besteht. Clark profitierte dabei von einer zweistündigen Nebelverzögerung am Morgen, die den späten Startgruppen unerwartet günstige Bedingungen bescherte – der gefürchtete starke Wind legte sich am Abend, und die zuvor bewässerten Grüns ließen präzise Annäherungen zu.
Aus europäischer Perspektive verlief der Auftakt durchwachsen. Der Nordire Rory McIlroy, der nach seinem Grand-Slam-Triumph 2025 auf den siebten Major-Titel hofft, eröffnete mit einer soliden 69er-Runde (eins unter Par). Ein Eagle am fünften Loch, einem 597 Yards langen Par 5, war der Höhepunkt eines Tages, an dem er nach eigener Aussage vor allem Fehler minimieren wollte. Der Schwede Ludvig Åberg, der vor wenigen Wochen auf einen Mallet-Putter umgestiegen war, zeigte ebenfalls eine starke Leistung und beendete die Runde mit 69 Schlägen. Sein Landsmann Alex Norén haderte dagegen mit der Komplexität des Platzes und kam mit 74 Schlägen (+4) ins Clubhaus. Der Weltranglistenerste Scottie Scheffler, der mit einem Sieg am Sonntag – seinem 30. Geburtstag – den Karriere-Grand-Slam vollenden könnte, erlebte eine wechselhafte Runde mit vier Birdies, vier Bogeys und einem Doppel-Bogey, die ihn mit 72 Schlägen (+2) weit zurückwarf.
Für Schlagzeilen sorgte auch der Amerikaner Keith Mitchell, der eine der ungewöhnlichsten Runden der Turniergeschichte spielte. Auf den ersten neun Löchern (Back Nine) benötigte er 41 Schläge, auf den zweiten neun nur 29 – ein Wechsel von sechs über Par zu sechs unter Par, der in der 126-jährigen US-Open-Historie noch nie vorgekommen war. Aus australischer Sicht war der Tag von Rückschlägen geprägt: Jason Day, zweimaliger Zweiter des Turniers, musste wegen akuter Rückenprobleme nach sieben über Par auf den ersten neun Löchern aufgeben und verließ den Platz in einem Golfcart. Adam Scott, der seine 100. Major-Teilnahme in Folge absolvierte, kämpfte sich zu einer 73 (+3). Der frühere British-Open-Sieger Cameron Smith notierte eine 75, während Amateur Ryder Cowan aus Oklahoma mit einer 68 (-2) für eine Überraschung sorgte und gemeinsam mit Sam Stevens und Max McGreevy das Clubhaus anführte.
Der Ausgang der ersten Runde bleibt vorläufig, da 50 Spieler ihre Runden am Freitagmorgen beenden müssen. Die Startzeiten der zweiten Runde wurden um 15 Minuten nach hinten verschoben. Clarks komfortabler Vorsprung könnte unter dem Druck von Verfolgern wie Jon Rahm, Matt Fitzpatrick, Dustin Johnson und Bryson DeChambeau, die alle noch Löcher zu spielen haben, schnell schmelzen. Shinnecock Hills gilt als einer der härtesten Prüfsteine des Golfsports; die Kombination aus tückischen Winden, tiefem Rough und schnellen Grüns wird das Feld auch an den kommenden Tagen vor enorme Aufgaben stellen. Sollte der Wind wie vorhergesagt auffrischen, dürfte die Jagd auf Clark zu einem nervenaufreibenden Stresstest für die Elite des Weltgolfs werden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trotz Nebel und Wind startete der Schwede Ludvig Åberg mit einer soliden Runde unter Par und zeigte zusammen mit McIlroy Durchhaltevermögen. Der erste Tag der US Open war schwierig, doch der nordische Golfer hielt stand.
Der verletzungsbedingte Abbruch des australischen Stars Jason Day mitten in der Runde prägte den holprigen Start der US Open. Bei brutalen Bedingungen und einem frechen Abschied von Koepkas Frau begann das Turnier holprig.
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