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PolitikDonnerstag, 18. Juni 2026

Nach Abkommen zwischen Washington und Teheran: Erste Supertanker passieren die Straße von Hormus

Die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs signalisiert Entspannung, doch israelische Luftangriffe im Libanon und ungeklärte Sicherheitsfragen dämpfen die Hoffnung auf eine rasche Normalisierung der Öltransporte.

Nur Stunden nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und Iran haben am Donnerstag drei saudische Supertanker mit insgesamt sechs Millionen Barrel Rohöl die strategisch bedeutsame Straße von Hormus durchquert. Es handelt sich um die größte derartige Passage seit Wochen, wie Schiffsverfolgungsdaten belegen. Auch andere Tanker, darunter ein französisches Schiff mit 765.000 Barrel, nahmen wieder den Weg durch die Meerenge, nachdem Reedereien ihre Routen wochenlang aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich verfolgen ließen. Die Bewegung gilt als erstes handfestes Signal für eine Entspannung der seit Ende Februar schwelenden Krise, die den globalen Energiemarkt erschüttert und die Versorgungssicherheit insbesondere Europas bedroht hatte.

Das von US-Präsident Donald Trump und Irans Staatschef Masoud Pezeshkian unterzeichnete Memorandum of Understanding sieht ein Ende der direkten Feindseligkeiten vor, die am 28. Februar eskaliert waren. In der Folge hatte Saudi-Arabien seine Ölexporte weitgehend über das terminal am Roten Meer in Yanbu umgeleitet, um die gefährliche Passage durch die Straße von Hormus zu vermeiden. Hunderte Millionen Barrel Rohöl konnten die Golfhäfen nicht verlassen, was die Preise an den Rohstoffmärkten in die Höhe trieb und vor allem die energieimportabhängigen Volkswirtschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Druck setzte. Aus Washingtoner Sicht ist das Abkommen ein außenpolitischer Erfolg, der die Lieferketten stabilisieren soll. In Teheran wertet man die Vereinbarung als Beleg für die eigene strategische Bedeutung.

Doch die Lage bleibt fragil. Aus Beirut wird berichtet, dass israelische Streitkräfte am Morgen nach der Unterzeichnung neue Luftangriffe im Libanon geflogen haben. Mehr als eine Million Menschen sind dort durch die Kämpfe vertrieben. Diese Entwicklung nährt Zweifel, ob Washington willens und in der Lage ist, seine Verbündeten zur Einhaltung der Waffenruhe zu bewegen. Beobachter in der Region befürchten, dass die mit dem Iran verbündete Hisbollah die Angriffe als Provokation werten und den Konflikt neu entfachen könnte – mit unmittelbaren Folgen für die Sicherheit der Schifffahrtsrouten.

Reedereien und Versicherer bleiben vorsichtig. Auch wenn erste Tanker die Straße von Hormus passiert haben, warnen Branchenvertreter, dass eine vollständige Normalisierung des Verkehrs Zeit brauchen werde. Vor einer dauerhaften Rückkehr müsse der Zugang gesichert und die Wasserstraße von Minen geräumt werden. Die Risikoprämien für Transporte durch die Region sind noch nicht auf Vorkriegsniveau gesunken. Für die europäische Energieversorgung bedeutet dies, dass die Entspannung zwar willkommen ist, aber noch keine verlässliche Trendwende darstellt. Die Schweiz als Binnenland ohne direkten Seezugang, aber mit hoher Abhängigkeit von stabilen Weltmarktpreisen, bleibt ebenso exponiert wie die deutsche und österreichische Industrie.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Abkommen hält und ob die Straße von Hormus wieder zu einer verlässlichen Transitroute wird. Entscheidend wird sein, ob Washington seinen Einfluss auf regionale Akteure geltend macht und ob Teheran die Vereinbarung als dauerhafte Grundlage für eine Deeskalation betrachtet. Für die Weltmärkte und insbesondere für Europa steht viel auf dem Spiel: Eine nachhaltige Beruhigung könnte die Rohölpreise stabilisieren und den Inflationsdruck mildern, während ein erneutes Aufflammen der Krise die Energieversorgung rasch wieder gefährden würde.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 3 Sprachen

38%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa atlantica / anglosferaStampa latinoamericana
Stampa atlantica / anglosfera/ economica
pragmatismodistacco

Nach Unterzeichnung des Memorandums zwischen den USA und dem Iran passierten drei saudische Supertanker mit 6 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus – ein Zeichen für eine vorsichtige Wiederaufnahme der Energieströme. Doch neue israelische Luftangriffe im Libanon lassen Zweifel an der Dauerhaftigkeit der umfassenderen Waffenruhe aufkommen. Die Schifffahrtsdaten liefern ein konkretes Signal der Deeskalation, aber das regionale Bild bleibt brüchig.

Stampa latinoamericana/ mercato
scetticismopragmatismo

Die ersten Tanker passierten die Straße von Hormus nach dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran, doch Reedereien warnen, dass es wegen Minen und Sicherheitsgarantien Zeit brauchen wird, um das Verkehrsaufkommen der Vorkriegszeit wieder zu erreichen. Unterdessen werfen israelische Bombardierungen im Libanon Fragen nach der tatsächlichen Reichweite des Friedensabkommens auf und dämpfen jede verfrühte Feierstimmung.

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Donnerstag, 18. Juni 2026

Nach Abkommen zwischen Washington und Teheran: Erste Supertanker passieren die Straße von Hormus

Die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs signalisiert Entspannung, doch israelische Luftangriffe im Libanon und ungeklärte Sicherheitsfragen dämpfen die Hoffnung auf eine rasche Normalisierung der Öltransporte.

Nur Stunden nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und Iran haben am Donnerstag drei saudische Supertanker mit insgesamt sechs Millionen Barrel Rohöl die strategisch bedeutsame Straße von Hormus durchquert. Es handelt sich um die größte derartige Passage seit Wochen, wie Schiffsverfolgungsdaten belegen. Auch andere Tanker, darunter ein französisches Schiff mit 765.000 Barrel, nahmen wieder den Weg durch die Meerenge, nachdem Reedereien ihre Routen wochenlang aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich verfolgen ließen. Die Bewegung gilt als erstes handfestes Signal für eine Entspannung der seit Ende Februar schwelenden Krise, die den globalen Energiemarkt erschüttert und die Versorgungssicherheit insbesondere Europas bedroht hatte.

Das von US-Präsident Donald Trump und Irans Staatschef Masoud Pezeshkian unterzeichnete Memorandum of Understanding sieht ein Ende der direkten Feindseligkeiten vor, die am 28. Februar eskaliert waren. In der Folge hatte Saudi-Arabien seine Ölexporte weitgehend über das terminal am Roten Meer in Yanbu umgeleitet, um die gefährliche Passage durch die Straße von Hormus zu vermeiden. Hunderte Millionen Barrel Rohöl konnten die Golfhäfen nicht verlassen, was die Preise an den Rohstoffmärkten in die Höhe trieb und vor allem die energieimportabhängigen Volkswirtschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Druck setzte. Aus Washingtoner Sicht ist das Abkommen ein außenpolitischer Erfolg, der die Lieferketten stabilisieren soll. In Teheran wertet man die Vereinbarung als Beleg für die eigene strategische Bedeutung.

Doch die Lage bleibt fragil. Aus Beirut wird berichtet, dass israelische Streitkräfte am Morgen nach der Unterzeichnung neue Luftangriffe im Libanon geflogen haben. Mehr als eine Million Menschen sind dort durch die Kämpfe vertrieben. Diese Entwicklung nährt Zweifel, ob Washington willens und in der Lage ist, seine Verbündeten zur Einhaltung der Waffenruhe zu bewegen. Beobachter in der Region befürchten, dass die mit dem Iran verbündete Hisbollah die Angriffe als Provokation werten und den Konflikt neu entfachen könnte – mit unmittelbaren Folgen für die Sicherheit der Schifffahrtsrouten.

Reedereien und Versicherer bleiben vorsichtig. Auch wenn erste Tanker die Straße von Hormus passiert haben, warnen Branchenvertreter, dass eine vollständige Normalisierung des Verkehrs Zeit brauchen werde. Vor einer dauerhaften Rückkehr müsse der Zugang gesichert und die Wasserstraße von Minen geräumt werden. Die Risikoprämien für Transporte durch die Region sind noch nicht auf Vorkriegsniveau gesunken. Für die europäische Energieversorgung bedeutet dies, dass die Entspannung zwar willkommen ist, aber noch keine verlässliche Trendwende darstellt. Die Schweiz als Binnenland ohne direkten Seezugang, aber mit hoher Abhängigkeit von stabilen Weltmarktpreisen, bleibt ebenso exponiert wie die deutsche und österreichische Industrie.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Abkommen hält und ob die Straße von Hormus wieder zu einer verlässlichen Transitroute wird. Entscheidend wird sein, ob Washington seinen Einfluss auf regionale Akteure geltend macht und ob Teheran die Vereinbarung als dauerhafte Grundlage für eine Deeskalation betrachtet. Für die Weltmärkte und insbesondere für Europa steht viel auf dem Spiel: Eine nachhaltige Beruhigung könnte die Rohölpreise stabilisieren und den Inflationsdruck mildern, während ein erneutes Aufflammen der Krise die Energieversorgung rasch wieder gefährden würde.

Divergenz der Quellen

Politik · 9 Quellen · 3 Sprachen

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Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

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Gunstig25%
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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 3 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa atlantica / anglosferaStampa latinoamericana
Stampa atlantica / anglosfera/ economica
pragmatismodistacco

Nach Unterzeichnung des Memorandums zwischen den USA und dem Iran passierten drei saudische Supertanker mit 6 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus – ein Zeichen für eine vorsichtige Wiederaufnahme der Energieströme. Doch neue israelische Luftangriffe im Libanon lassen Zweifel an der Dauerhaftigkeit der umfassenderen Waffenruhe aufkommen. Die Schifffahrtsdaten liefern ein konkretes Signal der Deeskalation, aber das regionale Bild bleibt brüchig.

Stampa latinoamericana/ mercato
scetticismopragmatismo

Die ersten Tanker passierten die Straße von Hormus nach dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran, doch Reedereien warnen, dass es wegen Minen und Sicherheitsgarantien Zeit brauchen wird, um das Verkehrsaufkommen der Vorkriegszeit wieder zu erreichen. Unterdessen werfen israelische Bombardierungen im Libanon Fragen nach der tatsächlichen Reichweite des Friedensabkommens auf und dämpfen jede verfrühte Feierstimmung.

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