
Messi führt Argentinien nach historischer Aufholjagd ins Viertelfinale
Ein 0:2-Rückstand, ein verschossener Elfmeter – und dann ein Kapitän, der alle Rekorde bricht: Lionel Messi wendet das Achtelfinale gegen Ägypten und baut seine Führung im Rennen um den Goldenen Schuh aus.
Es lief die 79. Minute im Atlanta Stadium, als Cristian Romero Argentinien mit einem Kopfball zurück in ein Spiel brachte, das bereits verloren schien. Ägypten hatte durch Yasser Ibrahim und Mostafa Zico eine 2:0-Führung herausgespielt, Lionel Messi in der ersten Halbzeit einen Strafstoß vergeben – und doch stand am Ende ein 3:2, das in die Geschichtsbücher eingeht. Messi selbst glich in der 83. Minute aus, ehe Enzo Fernández in der Nachspielzeit den umjubelten Siegtreffer erzielte. Nie zuvor in der WM-Historie hatte eine Mannschaft in der regulären Spielzeit noch gewonnen, nachdem sie in der 79. Minute mit zwei Toren zurücklag.
Der 39-jährige Kapitän schrieb derweil seine eigene Rekordserie fort. Mit seinem achten Turniertreffer egalisierte er den argentinischen Landesrekord von Guillermo Stábile aus dem Jahr 1930 – ebenfalls in nur fünf Partien erzielt. Es war zugleich das neunte WM-Spiel in Folge, in dem Messi traf, und das sechste aufeinanderfolgende K.-o.-Spiel mit Torerfolg – beides zuvor nie erreichte Marken. Sein 21. WM-Tor insgesamt baute den Vorsprung als Rekordtorschütze des Turniers weiter aus. Dass er mit nun vier verschossenen Elfmetern auch einen weniger schmeichelhaften Höchstwert hält, trat an diesem Abend in den Hintergrund.
Im Rennen um den Goldenen Schuh liegt Messi mit acht Treffern und einer Vorlage nun allein an der Spitze. Kylian Mbappé, der Frankreich per Elfmeter zum 1:0 gegen Paraguay schoss, und Erling Haaland, der Norwegen mit einem Doppelpack zum 2:1-Sieg über Brasilien führte, folgen mit je sieben Toren. Harry Kane, der beim englischen 3:2 gegen Mexiko vom Punkt traf, hat sechs Treffer auf dem Konto. Bei Gleichstand entscheidet die Zahl der Assists, dann die geringere Einsatzzeit – ein Faktor, der Mbappé mit zwei Vorlagen vor Haaland positioniert. Alle vier Angreifer stehen mit ihren Mannschaften im Viertelfinale.
Dort trifft Argentinien auf die Schweiz, die sich im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durchsetzte. Auch Frankreich, Norwegen, England und Spanien sind noch im Rennen, sodass die Jagd auf den Goldenen Schuh in den verbleibenden acht Partien weitergehen wird. Für bereits ausgeschiedene Spieler wie Vinícius Júnior (Brasilien) oder Ismaïla Sarr (Senegal) ist der Wettbewerb dagegen beendet. Die Viertelfinalpartien vom 9. bis 11. Juli werden zeigen, ob Messis Vorsprung hält – und ob Argentinien seinen Titel verteidigen kann.
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Messi bekräftigt seine Herrschaft als bester Torschütze aller Zeiten der WM, führt Argentinien mit einem entscheidenden Tor ins Viertelfinale, das ihn von seinen Verfolgern trennt.
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