
Merlin die Ente: Mexikos unerwarteter WM-Star
Nach dem Auftaktsieg Mexikos bei der WM 2026 avancierte eine bekleidete Hausente zum viralen Phänomen und inoffiziellen Maskottchen des Turniers.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat ihr erstes virales Maskottchen – und es ist weder eine computergenerierte Figur noch ein kostümierter Darsteller, sondern eine zwei Jahre alte Peking-Ente namens Merlin. Während die Tore von Julián Quiñones und Raúl Jiménez Mexiko einen idealen Start gegen Südafrika bescherten, stahl ein gefiederter Begleiter den Spielern die Show. In ein miniaturisiertes Trikot der Nationalmannschaft und eigens angefertigte Socken gekleidet, spazierte Merlin durch die feiernde Menge auf dem Paseo de la Reforma in Mexiko-Stadt. Innerhalb weniger Stunden verbreiteten sich Aufnahmen des Tieres millionenfach in den sozialen Netzwerken; Kommentatoren bezeichneten es als „Nationalschatz“ und forderten, die Ente künftig auf den Tribünen zu sehen.
Aus lateinamerikanischer Perspektive ist Merlin längst mehr als ein kurioses Haustier. Die mexikanische Zeitung El Universal berichtete, dass der Ente bereits prophetische Fähigkeiten zugeschrieben werden – sie soll den Ausgang der nächsten Partie gegen Südkorea vorhersagen. Besitzerin Carla Gómez, die gemeinsam mit ihrem Sohn Cristian auf den Straßen der Hauptstadt Wasser verkauft, zeigte sich überwältigt: „Wir dachten, niemand würde uns bemerken. Dass Merlin so gefeiert wird, hätten wir uns nie vorstellen können.“ Auch die FIFA reagierte und lud das Tier nach Angaben des argentinischen Blatts Ámbito Financiero zu weiteren Veranstaltungen ein. Damit rückt eine zufällige Begegnung in die Nähe offizieller Turnierinszenierung.
Die internationale Presse griff das Phänomen begierig auf. Die britische Zeitung The Independent nannte Merlin einen „Idol“, die Süddeutsche Zeitung konstatierte nüchtern, das Turnier habe sein erstes virales Maskottchen. Selbst im iranischen Medienraum, wo Hamshahri Online und Iran International ausführlich über die bekleidete Ente schrieben, wurde die Geschichte als willkommene Ablenkung von politischen Spannungen gewertet. Parallel dazu sorgte ein erst zwei Tage altes Elefantenbaby für Aufsehen, das mit einem Fußball spielte und von Khabar Online als „kleiner Fußballfan“ betitelt wurde. Beide Episoden zeigen, wie die WM eine Bühne für unerwartete Sympathieträger schafft, die kulturelle und sprachliche Grenzen mühelos überwinden.
Für das deutschsprachige Publikum illustriert der Hype um Merlin eine tieferliegende Dynamik globaler Turniere: Offizielle Maskottchen mögen durch Marketingstrategien geformt sein, doch die kollektive Zuneigung gehört oft spontanen, authentischen Erscheinungen. Die Ente, die nichts weiter tut, als an der Leine ihrer Besitzer durch die Straßen zu watscheln, verkörpert eine Leichtigkeit, die in einem von Kommerz und geopolitischen Debatten durchzogenen Megaevent selten geworden ist. Ob Merlin tatsächlich im Stadion auftauchen wird, bleibt offen – ihr Platz in der Folklore dieser Weltmeisterschaft ist ihr jedoch schon jetzt sicher.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine zweijährige Pekingente namens Merlín, gekleidet in Mexikos Trikot und winzige Socken, wurde zum unerwarteten Star der Feierlichkeiten nach Mexikos Sieg über Südafrika. Die Fans am Ángel de la Independencia machten die Ente mit Memes, Stickern und sogar Liedern zu einer viralen Sensation. Nun wird die 'WM-Ente' gebeten, den Ausgang des nächsten Spiels gegen Südkorea vorherzusagen.
Die WM 2026 hat ihr erstes virales Maskottchen gefunden: eine Ente namens Merlin, die bei den Siegesfeiern in Mexiko-Stadt auftauchte. Bekleidet mit einem Trikot der Nationalmannschaft, verbreitete sich das Tier rasend schnell in den sozialen Medien und sorgte für einen unbeschwerten Moment zu Beginn des Turniers.
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