
Terrorangriff auf Flughafen von Niamey: 13 Tote und 22 getötete Angreifer
Bei einem von der Al-Qaida-nahen JNIM reklamierten Selbstmordanschlag auf den internationalen Flughafen der nigrischen Hauptstadt starben elf Soldaten und zwei Zivilisten.
Am frühen Morgen des Donnerstags erschütterten Schüsse und Explosionen den Diori-Hamani-Flughafen in Niamey, der Hauptstadt Nigers. Bewaffnete drangen gegen sechs Uhr Ortszeit zum Haupteingang vor und lieferten sich mehrstündige Gefechte mit Sicherheitskräften. Nach ersten Angaben des nigrischen Verteidigungsministeriums kamen dabei elf Angehörige der Streitkräfte sowie zwei Zivilisten ums Leben; vier weitere Personen wurden verletzt. Die Angreifer – nach offiziellen Angaben 22 von ihnen getötet und rund 20 Verdächtige festgenommen – hatten offenbar versucht, das strategisch wichtige Areal zu stürmen, das sowohl den zivilen Luftverkehr als auch einen Militärflugplatz und das Hauptquartier einer gemeinsamen Eingreiftruppe Nigers und Burkina Fasos beherbergt.
Noch am Abend bekannte sich die mit Al-Qaida verbundene „Gruppe für die Unterstützung des Islam und der Muslime“ (JNIM) zu der Tat und sprach von einem „Selbstmordanschlag“ auf den Flughafen und die angrenzende Militärbasis. Damit rückt ein zweiter großer dschihadistischer Akteur in den Fokus: Erst im Januar hatte der regionale Ableger des Islamischen Staats (EIS) einen beispiellosen Angriff auf denselben Flughafen verübt, der von nigrischen und verbündeten russischen Kräften zurückgeschlagen worden war. Die erneute Attacke zeigt, dass sowohl IS- als auch Al-Qaida-nahe Netzwerke in der Lage sind, das Herz der Hauptstadt zu treffen – ein alarmierendes Signal für die ohnehin fragile Sicherheitslage im Sahel.
Aus nordafrikanischer Perspektive verurteilte Algerien den Anschlag umgehend „aufs Schärfste“ und bekundete seine uneingeschränkte Solidarität mit dem nigrischen Volk und der Regierung. Algier, das eine führende Rolle in der regionalen Terrorismusbekämpfung beansprucht, betonte die Notwendigkeit verstärkter bilateraler und regionaler Zusammenarbeit gegen die Bedrohung, die den „gemeinsamen Zugehörigkeitsraum“ destabilisiere. Die nigrische Militärjunta, die seit dem Putsch von 2023 an der Macht ist, hat indes Mühe, die sich ausweitende Gewalt einzudämmen. Nach dem Januar-Angriff wurden Tausende illegal errichtete Häuser in der Umgebung des Flughafens abgerissen, doch die Sicherheitslage bleibt prekär.
Für europäische Beobachter – und insbesondere für Deutschland, das sich bis zu seinem Abzug aus dem MINUSMA-Einsatz stark in Mali und Niger engagiert hatte – unterstreicht der Vorfall die anhaltende Instabilität einer Region, die als Transitkorridor für irreguläre Migration und als Rückzugsraum für terroristische Gruppen dient. Dass der Flughafen trotz der Gefechte nach offiziellen Angaben „vollständig gesichert“ und für den Flugverkehr geöffnet blieb, mag als taktischer Erfolg der Sicherheitskräfte gelten. Die strategische Verwundbarkeit der Hauptstadt und die Rivalität dschihadistischer Organisationen um Einfluss und Aufmerksamkeit lassen jedoch befürchten, dass Niamey auch künftig Ziel spektakulärer Anschläge bleiben wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein islamistischer Angriff auf den Flughafen von Niamey tötete 11 Soldaten und 2 Zivilisten, 22 Angreifer wurden getötet. Der Vorfall bestätigt die Anfälligkeit der Sahel-Juntas für dschihadistische Offensiven, die sich bereits bei einem ähnlichen Angriff im Januar gezeigt hatte. Die Bedrohung bleibt trotz Sicherheitsmaßnahmen bestehen.
Bewaffnete Männer griffen den Flughafen von Niamey an und lösten ein heftiges Feuergefecht aus. Die Sicherheitskräfte töteten 22 Terroristen, verloren aber 11 Soldaten und zwei Zivilisten. Der Angriff erinnert an einen Überfall im Januar und unterstreicht die anhaltende dschihadistische Bedrohung in der Region; einige Berichte erwähnen die Rolle verbündeter russischer Kämpfer bei der Abwehr früherer Angriffe.
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