
Kremlin weist G7-Einladung zurück: Putin bietet Moskau als Gesprächsort an
Moskau bestreitet, eine offizielle Einladung Selenskyjs für ein Treffen am Rande des G7-Gipfels erhalten zu haben, und wiederholt das Angebot für ernsthafte Verhandlungen in der russischen Hauptstadt.
Der Kreml hat Berichte über eine geplante Begegnung zwischen Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj auf dem G7-Gipfel in Frankreich dementiert. Presse- sprecher Dmitri Peskow erklärte, es habe keine Einladung über offizielle Kanäle gegeben – auch deshalb, weil zwischen Moskau und Kiew derzeit keine derartigen Kanäle existierten. Zugleich erneuerte er das russische Angebot: Wenn der ukrainische Präsident zu einem verantwortungsvollen und ernsthaften Dialog bereit sei, könne er jederzeit nach Moskau kommen und werde dort empfangen. Die Äußerung unterstreicht die asymmetrische Dynamik, in der Russland die Initiative für direkte Gespräche für sich reklamiert und Kiews Vorstöße als unverbindliche Öffentlichkeitsarbeit abtut.
Aus Sicht der russischen Führung handelt es sich bei Selenskyjs Vorstoß um reine „Megafon-Diplomatie“. Außenminister Sergej Lawrow warf dem ukrainischen Präsidenten vor, mit öffentlichen Briefen und Gipfelvorschlägen keine ernsthafte Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren, sondern lediglich mediale Aufmerksamkeit zu suchen. Der Ton des Schreibens sei zudem „rüpelhaft“ gewesen. Diese harschen Kommentare aus Moskau zeigen, dass die russische Seite direkte Kontakte auf höchster Ebene weiterhin an klare inhaltliche Bedingungen knüpft und informelle Kanäle – etwa über westliche Vermittler – nicht als Ersatz für fehlende offizielle Kommunikation akzeptiert.
Die ukrainische Initiative zielte darauf ab, die Präsenz der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten beim Gipfel in Évian-les-Bains für ein Treffen der beiden Präsidenten zu nutzen. Aus Kiewer Sicht hätte ein solches Format internationale Zeugen und eine gewisse diplomatische Absicherung geboten. Dass Moskau dies als unverbindlich zurückweist und stattdessen auf bilateralen Gesprächen in der eigenen Hauptstadt beharrt, verdeutlicht die grundlegend unterschiedlichen Vorstellungen über den Rahmen möglicher Verhandlungen. Westliche Hauptstädte, insbesondere Berlin und Paris, die traditionell eine Brückenfunktion einnehmen, sehen sich dadurch in ihrer Vermittlerrolle weiter geschwächt.
Die fehlenden offiziellen Kanäle zwischen Moskau und Kiew erschweren nicht nur die Organisation von Spitzentreffen, sondern vertiefen das gegenseitige Misstrauen. Während der Kreml betont, die Tür für ernsthafte Gespräche stehe offen, bleibt unklar, unter welchen konkreten Bedingungen Kiew zu einer Reise nach Moskau bereit wäre. Für die deutschsprachigen Nachbarn in der EU, die auf eine diplomatische Lösung drängen, verfestigt sich damit der Eindruck einer festgefahrenen Konfrontation, in der symbolische Angebote und schroffe Zurückweisungen den Raum für echte Verhandlungen weiter verengen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Kreml weist Selenskyjs G7-Einladung als inoffiziell zurück und bekräftigt, dass Moskau bereit ist, den ukrainischen Führer zu ernsthaften Gesprächen zu empfangen. Kiews Diplomatie wird als theatralisch und substanzlos dargestellt, während das russische Angebot als einziger konkreter Weg zu verantwortungsvollen Verhandlungen gilt.
Der Kreml erklärte, Putin habe nie eine offizielle Einladung von Selenskyj zum G7-Gipfel erhalten, und verwies auf das Fehlen direkter offizieller Kanäle zwischen Moskau und Kiew. Der Bericht ist deskriptiv und hält lediglich das Dementi und das alternative Angebot eines Treffens in der russischen Hauptstadt fest.
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