Anmelden
Ausgabe von 20:00 CETSamstag, 25. Juli 2026
325 Quellen · 17 Sprachen18 Briefings heute
Kriminalität & KatastrophenMittwoch, 22. Juli 2026

Journalist in Oaxaca auf offener Straße erschossen

Der mexikanische Journalist Francisco Alejandro Leyva Aguilar wurde am Mittwoch in San Pablo Etla von Bewaffneten getötet; die Behörden prüfen einen Zusammenhang mit seiner kritischen Berichterstattung.

In der Gemeinde San Pablo Etla im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca ist der Journalist Francisco Alejandro Leyva Aguilar am Mittwochmorgen von unbekannten Angreifern erschossen worden. Nach übereinstimmenden Angaben der Staatsanwaltschaft von Oaxaca und des Gouverneurs Salomón Jara befand sich Leyva Aguilar in einem Imbisslokal, als zwei Personen auf einem Motorrad vorfuhren und mehrfach auf ihn schossen. Der 9-mm-Munition eingesetzt wurde, erlag der Kommunikator noch am Tatort seinen Verletzungen; eine weitere Person wurde nach Behördenangaben verletzt.

Leyva Aguilar war eine bekannte Figur im Bundesstaat: Er hatte die Leitung der staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt CORTV innegehabt und veröffentlichte zuletzt die Kolumne „El Zumbido del Moscardón“, in der er regelmäßig Missstände in der Landesregierung anprangerte. Gouverneur Jara bezeichnete ihn als „kritischen Journalisten unserer Regierung“ und betonte, keine Meinungsverschiedenheit rechtfertige Gewalt. Die Staatsanwaltschaft leitete noch am Vormittag eine Mordermittlung ein und kündigte an, die Bundesbehörden – insbesondere die auf Delikte gegen die Meinungsfreiheit spezialisierte Staatsanwaltschaft FEADLE – hinzuzuziehen.

Zum Tathergang teilte die Ermittlungsbehörde mit, Aufnahmen des Videoüberwachungssystems C5 zeigten zwei Verdächtige auf einem Motorrad; einer von ihnen habe die Schüsse abgegeben. Eine Person sei vorläufig festgenommen worden, ein Zusammenhang mit der Tat werde jedoch noch geprüft. Ein behördlich bestätigtes Tatmotiv liegt bislang nicht vor. Die Behörden betonten, sämtliche Spuren zu verfolgen – ausdrücklich auch jene, die mit der journalistischen Tätigkeit des Opfers in Verbindung stehen könnten. Leyva Aguilar hatte in der Vergangenheit von gerichtlicher Schikane berichtet und wenige Tage vor seinem Tod ein Video veröffentlicht, in dem er einen Senator der Regierungspartei Morena mit Treibstoffdiebstahl in Verbindung brachte.

Mit dem Tod Leyva Aguilars sind nach Zählung von Reporter ohne Grenzen in diesem Jahr bereits sieben Journalisten in Mexiko getötet worden; seit dem Jahr 2000 dokumentiert die Organisation mehr als 150 Fälle. Die Ermittlungen der örtlichen und föderalen Behörden dauern an. Das Kabinett für Sicherheit der Bundesregierung erklärte, das Verbrechen werde nicht ungesühnt bleiben.

Erweitere deinen Horizont

Mehr lesen
Aktuell
Iran legt Liste zerstörter US-Militärtechnik vor – Revolutionsgarden beziffern hohe Verluste·Russischer Angriff auf Drohnenausstellung: Organisator in Haft, Selenskyj spricht von „kostspieligem Fehler“·Drei Tote in Mexiko bei mutmaßlich gezieltem Angriff – Drogenfunde von Algerien bis Indonesien·Nach dem WM-Schmerz: Messis stille Rückkehr auf die Tribüne eines Viertligisten·Iran: Keine militärische Lösung im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen·Brasilien verweigert US-Diplomaten die Einreise wegen Sorge vor Wahlbeeinflussung·Globale Verkaufsaktionen im Juli: Einzelhändler setzen auf drastische Preisnachlässe und Bankkooperationen·Weltweit Extremwetter an diesem Wochenende: Hitze, Stürme und Kälterekorde·Iran legt Liste zerstörter US-Militärtechnik vor – Revolutionsgarden beziffern hohe Verluste·Russischer Angriff auf Drohnenausstellung: Organisator in Haft, Selenskyj spricht von „kostspieligem Fehler“·Drei Tote in Mexiko bei mutmaßlich gezieltem Angriff – Drogenfunde von Algerien bis Indonesien·Nach dem WM-Schmerz: Messis stille Rückkehr auf die Tribüne eines Viertligisten·Iran: Keine militärische Lösung im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen·Brasilien verweigert US-Diplomaten die Einreise wegen Sorge vor Wahlbeeinflussung·Globale Verkaufsaktionen im Juli: Einzelhändler setzen auf drastische Preisnachlässe und Bankkooperationen·Weltweit Extremwetter an diesem Wochenende: Hitze, Stürme und Kälterekorde·
Akt. 01:042 Sprachen · 12 Quellen
VorherigerKriminalität & KatastrophenNächster
12 Quellen|2 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Mittwoch, 22. Juli 2026

Journalist in Oaxaca auf offener Straße erschossen

Der mexikanische Journalist Francisco Alejandro Leyva Aguilar wurde am Mittwoch in San Pablo Etla von Bewaffneten getötet; die Behörden prüfen einen Zusammenhang mit seiner kritischen Berichterstattung.

In der Gemeinde San Pablo Etla im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca ist der Journalist Francisco Alejandro Leyva Aguilar am Mittwochmorgen von unbekannten Angreifern erschossen worden. Nach übereinstimmenden Angaben der Staatsanwaltschaft von Oaxaca und des Gouverneurs Salomón Jara befand sich Leyva Aguilar in einem Imbisslokal, als zwei Personen auf einem Motorrad vorfuhren und mehrfach auf ihn schossen. Der 9-mm-Munition eingesetzt wurde, erlag der Kommunikator noch am Tatort seinen Verletzungen; eine weitere Person wurde nach Behördenangaben verletzt.

Leyva Aguilar war eine bekannte Figur im Bundesstaat: Er hatte die Leitung der staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt CORTV innegehabt und veröffentlichte zuletzt die Kolumne „El Zumbido del Moscardón“, in der er regelmäßig Missstände in der Landesregierung anprangerte. Gouverneur Jara bezeichnete ihn als „kritischen Journalisten unserer Regierung“ und betonte, keine Meinungsverschiedenheit rechtfertige Gewalt. Die Staatsanwaltschaft leitete noch am Vormittag eine Mordermittlung ein und kündigte an, die Bundesbehörden – insbesondere die auf Delikte gegen die Meinungsfreiheit spezialisierte Staatsanwaltschaft FEADLE – hinzuzuziehen.

Zum Tathergang teilte die Ermittlungsbehörde mit, Aufnahmen des Videoüberwachungssystems C5 zeigten zwei Verdächtige auf einem Motorrad; einer von ihnen habe die Schüsse abgegeben. Eine Person sei vorläufig festgenommen worden, ein Zusammenhang mit der Tat werde jedoch noch geprüft. Ein behördlich bestätigtes Tatmotiv liegt bislang nicht vor. Die Behörden betonten, sämtliche Spuren zu verfolgen – ausdrücklich auch jene, die mit der journalistischen Tätigkeit des Opfers in Verbindung stehen könnten. Leyva Aguilar hatte in der Vergangenheit von gerichtlicher Schikane berichtet und wenige Tage vor seinem Tod ein Video veröffentlicht, in dem er einen Senator der Regierungspartei Morena mit Treibstoffdiebstahl in Verbindung brachte.

Mit dem Tod Leyva Aguilars sind nach Zählung von Reporter ohne Grenzen in diesem Jahr bereits sieben Journalisten in Mexiko getötet worden; seit dem Jahr 2000 dokumentiert die Organisation mehr als 150 Fälle. Die Ermittlungen der örtlichen und föderalen Behörden dauern an. Das Kabinett für Sicherheit der Bundesregierung erklärte, das Verbrechen werde nicht ungesühnt bleiben.

Divergenz der Quellen

Kriminalität & Katastrophen · 12 Quellen · 2 Sprachen

0%Niedrig

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Diese Nachricht erschien in

12 Quellen · 2 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

Trump nutzt nachgeholte Journalistengala für Spott, Drohungen und die Ankündigung einer vierten Kandidatur

8 Sprachen · 31 Quellen

Aus Economy & Markets

Eskalation im Luftkrieg: Kiew attackiert Wildberries-Logistik, Russland trifft Rüstungsmesse

7 Sprachen · 19 Quellen

Aus Technology

Elon Musk zieht Bilanz: Politische Reue und ungebremster Techno-Optimismus

3 Sprachen · 5 Quellen

Mehr lesen