
Iran exekutiert zwei Demonstranten öffentlich – Justiz spricht von „Krieg gegen Gott“
Die Hinrichtungen von Abolfazl Sepahi und Amir-Hossein Safari in Isfahan markieren eine neue Eskalation der staatlichen Repression, während das Regime zugleich internationale Beobachter und Angehörige einschüchtert.
Am Dienstagmorgen sind in der zentraliranischen Stadt Malekshahr zwei Männer öffentlich gehängt worden, die im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten vom Januar verurteilt worden waren. Nach Angaben des Justizportals Mizan Online wurden Abolfazl Sepahi und Amir-Hossein Safari für schuldig befunden, am 8. Januar Polizisten mit Macheten und Messern angegriffen, an Verkehrsschilder gefesselt, mit Benzin übergossen und angezündet zu haben. Die Anklage stützte sich auf die Tatbestände des „moharebeh“ (Kriegführung gegen Gott) durch Waffengewalt und Verbreitung von Angst sowie der „Korruption auf Erden“ wegen schwerer Störung der öffentlichen Ordnung. Die Vollstreckung erfolgte auf einem öffentlichen Platz in Anwesenheit von Schaulustigen; Augenzeugenberichten zufolge kam es dabei zu Protestrufen, die Sicherheitskräfte mit Pfefferspray, Tränengas und Elektroschockern unterbanden.
Die Hinrichtungen sind Teil einer Welle justizieller Härte, die seit dem Ausbruch des Krieges zwischen einer US-geführten Koalition und Iran am 28. Februar zu beobachten ist. Die Proteste selbst waren Ende Dezember 2025 aus Unmut über die hohen Lebenshaltungskosten entstanden und hatten sich rasch zu flächendeckenden regimekritischen Kundgebungen ausgeweitet, die am 8. und 9. Januar ihren Höhepunkt erreichten. Aus Teheraner Sicht handelte es sich um „terroristische Akte“, die von den USA und Israel gesteuert worden seien; offiziell wurden mehr als 3000 Tote eingeräumt. Im Ausland ansässige Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International und Iran Human Rights gehen hingegen von einer weit höheren Opferzahl aus und machen Sicherheitskräfte für den Schusswaffeneinsatz gegen Demonstranten verantwortlich. Sie schätzen, dass allein 2025 mindestens 1639 Menschen hingerichtet wurden – ein Höchststand seit 1989.
Die Wahl des öffentlichen Raums und die demonstrative Präsenz von Zuschauern werten Beobachter in Israel und westlichen Hauptstädten als gezieltes Signal des Regimes. Beni Sabti, Iran-Experte am Institut für Nationale Sicherheitsstudien in Tel Aviv, deutete die Hinrichtungen gegenüber der Jerusalem Post als Ausdruck eines gestiegenen Selbstbewusstseins: Die Führung in Teheran glaube, den Krieg gegen Israel und die USA de facto gewonnen und die Proteste endgültig niedergeschlagen zu haben, und sehe daher keine Veranlassung mehr, Menschenrechtsverstöße vor der Weltöffentlichkeit zu verbergen. Die UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtslage in Iran, Mai Sato, hatte bereits zuvor kritisiert, dass die zwölf Angeklagten in einem nichtöffentlichen Gruppenverfahren ohne faire Prozessstandards verurteilt worden seien.
Mit den beiden Exekutionen steigt die Zahl der im Zusammenhang mit den Januarprotesten Hingerichteten auf mindestens 24 seit Jahresbeginn. Acht weitere Todesurteile in demselben Verfahrenskomplex sind noch nicht vollstreckt. Die Hinrichtungen fallen in eine Phase verdichteter diplomatischer Aktivität: Während US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammentraf, bestätigte das Weiße Haus zugleich den Termin für die nächste Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon. Die iranische Justiz setzt unterdessen ihre Repressionspolitik fort; weitere Vollstreckungen werden von Menschenrechtsorganisationen in den kommenden Wochen erwartet.
| Israelische Presse | −0.90 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.70 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.30 | critical |
The Islamic regime crushes dissent with public executions, and the world must be outraged.
Uses emotional language and the crowd's reaction to delegitimize the regime, portraying it as brutal and authoritarian.
Does not cite Amnesty International's report ranking Iran second in executions, which would strengthen international condemnation.
Europe condemns public executions in Iran, framing them within the context of human rights violations.
Leverages the reference to Amnesty International and the description of gruesome details to universalize condemnation, making it a global human rights issue.
The Arab world records the execution as a judicial fact, citing official Iranian sources without comment.
Faithfully reports the Iranian judiciary's version, lending legitimacy to the official narrative through the absence of criticism.
Omits the public outrage and Amnesty International's statistics on executions in Iran.
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