
Intel erzielt stärkstes Umsatzwachstum seit 2011 und hebt Investitionsprognose an
Der Chiphersteller übertraf die Erwartungen mit einem Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar, steigerte die Erlöse um ein Viertel und kündigte höhere Investitionen für die KI-Fertigung an – der Aktienkurs stieg nachbörslich zweistellig.
Intel hat im zweiten Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 16,1 Milliarden Dollar erzielt, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und das stärkste Wachstum seit mehr als fünfzehn Jahren. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,42 Dollar doppelt so hoch wie von Analysten erwartet. Während die operative Entwicklung begeisterte, wies das Unternehmen nach offiziellen Rechnungslegungsstandards einen Nettoverlust von 11 Milliarden Dollar aus – eine Folge nicht zahlungswirksamer Buchwertkorrekturen im Zusammenhang mit der Ausgliederung der Foundry-Sparte und der Übertragung von Anteilen an den US-Staat. Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel um bis zu 12 Prozent in die Höhe.
Das Umsatzwachstum wurde vor allem vom Geschäft mit Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz getragen, dessen Erlöse um 59 Prozent auf 6,26 Milliarden Dollar zulegten. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach zentralen Prozessoren (CPUs) für sogenannte KI-Agenten, die in Cloud-Infrastrukturen rechenintensive Aufgaben übernehmen. Auch das klassische Client-Geschäft mit Laptops und Desktops wuchs auf 8,88 Milliarden Dollar, profitierte aber stärker von höheren Durchschnittspreisen als von steigenden Stückzahlen. Die Foundry-Sparte, die im Wettbewerb mit TSMC für Drittkunden fertigt, meldete einen Umsatz von 5,77 Milliarden Dollar, blieb jedoch operativ mit einem Verlust von 2,1 Milliarden Dollar defizitär.
Vorstandschef Lip-Bu Tan stellte die Ergebnisse als Beleg für einen Strategiewechsel hin zu mehr Kundenfokus und Tempo dar. Finanzchef David Zinsner hob hervor, dass Intel angesichts der robusten KI-Nachfrage die Investitionsplanung für das laufende Jahr von 18 auf 20 Milliarden Dollar anhebe und auch 2027 mit deutlichen Steigerungen rechne. Das Unternehmen habe mehrjährige Lieferverträge mit Abnehmern von Rechenzentrums-CPUs und spezialisierten XPUs geschlossen. Aus Washingtoner Sicht ist Intel ein zentraler Pfeiler der Bemühungen um eine eigenständige amerikanische Chipproduktion; die Regierung hält einen Anteil von 9,9 Prozent. In Europa betreibt der Konzern unter anderem eine Fertigungsstätte in Irland, deren Ausbau für die regionale Lieferkette Bedeutung hat.
Für das dritte Quartal stellte Intel einen Umsatz zwischen 15,8 und 16,8 Milliarden Dollar sowie ein bereinigtes Ergebnis von 0,38 Dollar je Aktie in Aussicht – beides deutlich über den Konsensschätzungen. Zudem bekräftigte Tan das Ziel, den neuen Fertigungsprozess 14A im Jahr 2028 in die Massenproduktion zu überführen, und nannte Tesla als ersten externen Kunden für diese Technologie. Der weitere Verlauf wird zeigen, ob die Foundry-Sparte ausreichend Großkunden gewinnt und ihre Verluste abbauen kann; die Entwicklung der KI-Nachfrage und die Fortschritte bei der 14A-Einführung bleiben die nächsten zentralen Beobachtungspunkte.
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.80 | aligned |
Intel steht vor einem milliardenschweren Verlust, aber die Einnahmen steigen und der Markt reagiert positiv. Das Ergebnis ist mehrdeutig.
Indem sowohl der Verlust als auch das Umsatzwachstum nebeneinander präsentiert werden, schafft der Block eine ausgewogene Erzählung, die es dem Leser ermöglicht, den Fokus zu wählen.
Intel hat die Kurve gekriegt. Nach Jahren des Kampfes verzeichnet es nun das schnellste Umsatzwachstum seit 15 Jahren, angetrieben durch KI. Die Aktie steigt. Das Unternehmen ist zurück.
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Der Nettoverlust von 11 Milliarden US-Dollar wird nicht erwähnt, was die triumphale Erzählung untergraben würde.
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