
Guardiolas Gehaltsforderung sprengt Italiens Budget – und spaltet den Verband
Die FIGC bestätigt Gespräche mit Pep Guardiola, doch die geforderten 20 Millionen Euro Jahresgehalt übersteigen das Doppelte des Möglichen und rücken Alternativen wie Conte oder Pirlo wieder in den Fokus.
Die Verhandlungen zwischen der Federazione Italiana Giuoco Calcio (FIGC) und Pep Guardiola sind an einem finanziellen Scheideweg angelangt. Nachdem der katalanische Trainer in Barcelona mit dem Technischen Direktor Paolo Maldini und Berater Leonardo das Projekt einer neu auszurichtenden Nationalmannschaft erörtert hatte, folgte die Ernüchterung auf dem Zahlenweg: Guardiola verlangt laut übereinstimmenden Berichten italienischer und internationaler Medien ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro netto. Die FIGC, deren Präsident Giovanni Malagò eine „außergewöhnliche Budgetausnahme“ öffentlich einräumte, kann nach derzeitigem Stand maximal die Hälfte dieser Summe aufbringen – etwa 10 Millionen Euro, die sich aus Verbandsmitteln und der Unterstützung strategischer Partner wie dem Ausrüster Puma speisen könnten.
Damit droht der von Maldini und Leonardo forcierte Plan zu scheitern, den 55-Jährigen nicht nur als Nationaltrainer, sondern als „Direktor der Methodologie“ für sämtliche Auswahlmannschaften von der U15 an aufwärts zu installieren. Aus italienischer Perspektive wäre dies ein beispielloser Umbruch: Guardiola soll ein auf vier Jahre bis zur Weltmeisterschaft 2030 angelegtes Mandat erhalten, mit weitreichender Autonomie bei der Kaderzusammenstellung, der Trainerausbildung in Coverciano und der taktischen Identität des gesamten Verbandes. Die Offerte sieht zudem flexible Arbeitsmodelle vor, die dem Spanier nach einer Dekade bei Manchester City die gewünschte Erholung ermöglichen würden. Doch die Gehaltsdifferenz von rund 10 Millionen Euro pro Jahr lässt die Gespräche stocken; eine ursprünglich für den 23. Juli erwartete Antwort Guardiolas blieb aus.
In der italienischen Öffentlichkeit und innerhalb des Verbandes vertieft sich unterdessen die Spaltung. Während die FIGC-Führung um Malagò die Kandidatur Guardiolas als prioritär bezeichnet, drängen die Klubs der Serie A um ihren Präsidenten Ezio Simonelli auf eine Rückkehr von Antonio Conte. Der ehemalige Nationaltrainer gilt als sofort verfügbar und finanziell realisierbar. Andrea Pirlo, von Maldini und Leonardo favorisiert, sowie Roberto Mancini, der trotz seines umstrittenen Abgangs 2023 noch die Unterstützung Malagòs genießt, bleiben weitere Alternativen. Der neu gewählte CONI-Präsident Luciano Buonfiglio mahnte zudem, das Amt solle einem Italiener vorbehalten bleiben – eine Position, die in Teilen des Verbandes auf Zustimmung stößt.
Internationale Beobachter verweisen auf die Dimension der geforderten Bezüge. Guardiola würde mit 20 Millionen Euro nicht nur das Zehnfache des spanischen Weltmeistertrainers Luis de la Fuente verdienen, sondern auch das Doppelte des für Carlo Ancelotti bei der brasilianischen Seleção kolportierten Salärs. Indonesische und spanische Medien zitieren Malagò mit dem Hinweis, der Dialog mit Guardiola bedeute keine Geringschätzung anderer Kandidaten, doch die Priorität liege klar auf dem Katalanen. Gleichzeitig berichten Quellen aus Spanien, Guardiola zögere, seine angekündigte Auszeit vorzeitig zu beenden.
Für die FIGC drängt die Zeit. Die Nations League beginnt im September, und ohne einen ernannten Trainer fehlt der Mannschaft, die nach den verpassten Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 in einer tiefen Krise steckt, die sportliche Führung. Sollte Guardiola nicht binnen weniger Tage einlenken, wird die Verbandsführung gezwungen sein, auf die intern umstrittenen, aber finanzierbaren italienischen Lösungen zurückzugreifen – und das ambitionierte Projekt einer strukturellen Neuausrichtung vorerst zu den Akten zu legen.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | −0.10 | neutral |
The FIGC faces a crossroads: accept Guardiola's demand, which doubles the budget, or fall back on a cheaper profile like Conte. The Azzurri dream hangs by a thread of millions.
It emphasizes the gap between demand and offer as an insurmountable obstacle, using the word 'dream' to create pathos.
The FIGC has admitted to contacting Guardiola, but the cost is too high. Italian fans dream, but the reality of the accounts is harsh.
It reports the facts without adding judgments, using simple and direct language that normalizes the situation as a normal negotiation.
It does not mention alternatives like Conte, nor the context of Guardiola's break, simplifying the narrative.
The Spanish coach has demanded an exorbitant salary that the Italian federation cannot afford. The dream of seeing Guardiola in blue fades away.
It uses the adjective 'astronomical' to emphasize the excessiveness of the demand, creating a perception of unreasonableness.
It does not mention that Guardiola is free from commitments and could negotiate, nor that the FIGC has already allocated an exceptional budget.
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