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Ausgabe von 16:00 CETMontag, 15. Juni 2026
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RechtMontag, 15. Juni 2026

Gewalt gegen Frauen und Kinder: Eine Spur der Grausamkeit von Nigeria bis Indonesien

Von Abuja über Bengaluru bis Makassar: Die jüngsten Femizide und Kindesmisshandlungen aus vier Erdteilen offenbaren ein globales Muster tief verwurzelter Gewalt und mangelnden Opferschutzes.

Eine Welle beispielloser Gewalt gegen Frauen und Kinder hat in den vergangenen Tagen weltweit für Entsetzen gesorgt. Von der nigerianischen Hauptstadt Abuja bis ins indische Bengaluru, von brasilianischen Kleinstädten bis nach Indonesien und in den Iran reihen sich grausame Tötungsdelikte aneinander, die ein düsteres Bild von der Schutzlosigkeit vieler Mädchen und Frauen zeichnen. Die Fälle, die Sicherheitsbehörden und Öffentlichkeit gleichermaßen aufwühlen, sind keine isolierten Exzesse, sondern verdichten sich zu einem globalen Muster patriarchaler Gewalt.

Auf dem indischen Subkontinent überlagern sich gleich mehrere Schreckensmeldungen. In Bengaluru wurde eine 32-jährige Polizeihelferin von ihrem Ehemann vor den Augen der Kinder mit zwanzig Messerstichen getötet – der Mann hatte zuvor ein Video aufgenommen, in dem er seine Online-Wettsucht für den Ruin der Familie verantwortlich machte. Im selben Bezirk fanden Ermittler eine 22-jährige Studentin tot neben ihrem bewusstlosen Freund; auf einem Zettel soll dieser gestanden haben, die junge Frau getötet zu haben, nachdem ihre Familie eine andere Heirat plante. Nahe Hyderabad starb ein 27-jähriger Software-Ingenieur unter rätselhaften Umständen in einem Swimmingpool während eines Firmenausflugs, bei dem Alkohol floss und es zu einem Streit kam – die Polizei ermittelt wegen Mordes. In Tamil Nadu schließlich wurde ein dreijähriges Mädchen mit einer Packung Kekse weggelockt, sexuell missbraucht und erlag später seinen Verletzungen; ein zugewanderter Arbeiter aus Bihar wurde festgenommen.

Doch nicht nur in Südasien eskalierte die Gewalt. In Abuja, Nigeria, stießen Anwohner auf die enthauptete und gefesselte Leiche einer Frau in einem verlassenen Rohbau. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Opfer vor der Tötung fixiert wurde. Im brasilianischen Bundesstaat Bahia erschlug ein 50-Jähriger seine 27-jährige Ex-Partnerin mit einer Eisenstange; Blutspuren an seinem Ohr und wirre Erklärungen führten rasch zu seiner Festnahme. In Makassar, Indonesien, soll ein 21-Jähriger seine Ehefrau mit einem Messer erstochen haben – die Polizei stellte die Tatwaffe sicher. Im Iran schließlich wurde eine Sechsjährige getötet, weil sie ein Tablet ihres Cousins an sich genommen hatte und der Ehemann der Schwester ihrer Mutter, der deswegen in Haft saß, während eines Hafturlaubs Rache übte.

Die Fälle, so unterschiedlich die kulturellen und rechtlichen Kontexte auch sein mögen, lassen eine gemeinsame Signatur erkennen: Der private Raum wird für Frauen und Kinder immer wieder zur tödlichen Falle. In Deutschland und Europa wird mit Blick auf solche Nachrichten die Dringlichkeit von Präventionsarbeit und internationaler Zusammenarbeit gegen geschlechtsspezifische Gewalt deutlich. Die Vereinten Nationen mahnen seit Jahren, dass Femizide weltweit oft unzureichend geahndet werden und dass ein staatlicher Schutzauftrag nicht an Landesgrenzen enden darf. Die jüngsten Tragödien zeigen, dass ohne konsequenten Rechtsstaat, wirksamen Opferschutz und eine Ächtung von Gewalt gegen Schwächere die Zahl der namenlosen Opfer weiter steigen wird.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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scetticismourgenza

Eine Reihe brutaler Todesfälle erschüttert Indien: Ein Software-Ingenieur leblos im Pool während einer Büroparty aufgefunden, eine Studentin zuhause getötet, ihr bewusstloser Freund neben ihr. Die Polizei hat Mordermittlungen eingeleitet, doch fehlende Überwachungskameras und ausstehende Obduktionsberichte bremsen die Arbeit, während Angehörige nach Antworten drängen.

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In Makassar hat die Polizei einen Ehemann festgenommen, der verdächtigt wird, seine Frau erstochen zu haben. Die Beamten stellten ein Messer, Mobiltelefone und Kleidung als Beweismittel sicher. Der Fall wurde durch einen Hinweis aus der Nachbarschaft bekannt; der Verdächtige befindet sich in Gewahrsam und die Ermittlungen laufen.

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