
Geheime Militärhilfe: China schulte russische Truppen – EU berät über Reaktion
Laut Geheimdokumenten und europäischen Beamten genehmigte Moskaus Verteidigungsminister persönlich ein verdecktes Ausbildungsprogramm, während Lukaschenko nach Geheimgesprächen mit Putin nach Peking reiste.
Ende 2025 hat China nach Angaben zweier europäischer Beamter und interner russischer Dokumente, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen, ein verdecktes militärisches Ausbildungsprogramm für russische Streitkräfte durchgeführt. Die Übungen, die auf persönliche Weisung des russischen Verteidigungsministers Andrej Beloussow zurückgehen, fanden demnach im November in militärischen Einrichtungen in Peking und Nanjing statt. Rund 200 russische Soldaten wurden in Bereichen wie Drohnenkrieg, Sprengstoff- und Mineneinsatz, elektronische Kampfführung sowie in einem dreiwöchigen Kurs zu radiologischem, chemischem und biologischem Schutz geschult. An der Eröffnung einer Einheit war auf chinesischer Seite General Li Jinsong beteiligt; die russische Delegation leitete Generaloberst Rustam Muradow. Die chinesische Regierung wies die Berichte als „völlig haltlos“ zurück und bekräftigte ihre neutrale Haltung zum Ukraine-Krieg. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, Andrej Kartapolow, nannte die Darstellung „kompletten Unsinn“.
Aus Sicht europäischer Hauptstädte unterstreicht die Beteiligung hochrangiger Generäle den strategischen Charakter der Kooperation. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte am 15. Juni, Brüssel habe die Vorgänge über eigene Kanäle bestätigt und bewerte nun die Konsequenzen. In Brüssel wird hinter verschlossenen Türen erörtert, ob zusätzliche Maßnahmen gegen Peking erforderlich sind, zumal die Union bereits Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt hat, die den russischen Kriegsapparat unterstützen. Ein dritter EU-Beamter betonte gegenüber Reuters, der Block müsse China nicht länger nur durch eine ökonomische Linse betrachten, sondern als „entscheidenden Ermöglicher des russischen Krieges“. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Abhängigkeit vom zweitgrößten Handelspartner ein hemmender Faktor.
Parallel zu den Enthüllungen über die militärische Zusammenarbeit sorgten die zweitägigen Geheimgespräche zwischen Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko Ende Juni im Waldai für Spekulationen. Ohne Abschlusserklärung oder Pressekonferenz blieb der Inhalt der Unterredung im Dunkeln. Ukrainische Analysten wie Wadym Denyssenko und Witalij Portnykow vermuten, dass Putin eine aktivere Rolle von Belarus im Krieg gefordert habe – etwa die Bereitstellung von Territorium für Sabotagegruppen oder eine Wiederholung des Aufmarsches von 2022. Lukaschenko habe dies, so die Deutung in Kiew, abgelehnt, um sein Regime nicht zu gefährden. Unmittelbar nach dem Treffen reiste der belarussische Machthaber nach Peking zu einem Gespräch mit Staatschef Xi Jinping. Einige Beobachter werten dies als Teil einer Pendeldiplomatie, bei der Lukaschenko Botschaften zwischen Moskau und Peking übermittelt oder mögliche Friedensvorschläge sondiert.
Die Vorgänge fügen sich in ein Bild wachsender russisch-chinesischer Verflechtung, die über die Lieferung von Dual-Use-Gütern hinausgeht. Während Russland aus dem Krieg in der Ukraine umfangreiche Kampferfahrung zieht, verfügt China über technologisch moderne Streitkräfte, aber kaum über rezente Gefechtserfahrung – ein Austausch, der aus europäischer Sicht die Sicherheitslage auf dem Kontinent unmittelbar berührt. Die EU prüft derzeit ihre Handlungsoptionen; konkrete Beschlüsse stehen noch aus. Offizielle Stellungnahmen aus Moskau und Minsk zu den Geheimgesprächen liegen weiterhin nicht vor.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Nach zwei Tagen streng geheimer Gespräche zwischen Putin und Lukaschenko ohne offizielle Stellungnahme vermuten ukrainische Analysten, dass der Krieg das Hauptthema war. Lukaschenko reiste anschließend nach China, um Xi Jinping zu treffen, was Spekulationen über Moskaus doppelte diplomatische und militärische Schiene nährt.
Geheime russisch-chinesische Militärübungen konzentrierten sich auf radiologische, biologische und chemische Kriegsszenarien und wurden vom russischen Verteidigungsminister persönlich genehmigt. Die Beteiligung hochrangiger Generäle und die Verbindung zur Kampferfahrung in der Ukraine haben in Europa große Besorgnis ausgelöst, während Peking jegliche derartige Zusammenarbeit bestreitet.
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