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WirtschaftDienstag, 16. Juni 2026

Führung im Wandel: Brasiliens neue Manager-Elite setzt auf Empathie und Wohlbefinden

Die 26. Auszeichnung „Executivo de Valor“ in São Paulo spiegelt einen globalen Trend: Leistung entsteht nicht mehr durch Druck, sondern durch Gesundheit, Diversität und dienende Führung.

In einem feierlichen Akt im Rosewood Hotel in São Paulo hat das Wirtschaftsblatt Valor Econômico zum 26. Mal herausragende Führungspersönlichkeiten der brasilianischen Wirtschaft geehrt. Die Auswahl der 26 Preisträger aus 22 Branchen markiert dabei mehr als eine bloße Bestenliste: Sie dokumentiert einen tiefgreifenden Wandel im Selbstverständnis von Führung. Nicht allein kurzfristige Renditen, sondern die Fähigkeit, in einem instabilen Umfeld kulturelle Transformation, Nachhaltigkeit und das Wohlergehen der Belegschaft zu vereinen, bestimmte die Entscheidungen der 21 beteiligten Beratungshäuser. Erstmals wurde mit dem „Prêmio Executivo de Bem-Estar by Wellhub“ eine eigene Kategorie für betriebliche Gesundheitsförderung geschaffen – ein Signal, das weit über Brasilien hinausstrahlt.

Die prämierten CEOs verkörpern eine Abkehr vom einsamen Entscheider an der Spitze. Francisco Gomes Neto von Embraer, der die Kategorie Fahrzeuge und Teile gewann, beschreibt sich als „einfachen Manager“, der auf kollektive Ergebnisse setzt. Paula Harraca, Präsidentin des Bildungskonzerns Ânima, widmete ihren Preis den 15.000 Pädagogen und betonte die Seltenheit weiblicher Führung. Der Argentinier Bruno Lasansky von Localiza&Co spricht von einer „dienenden Führung“, bei der das Wohl von Kunden und 23.000 Mitarbeitern im Zentrum steht. Diese Haltung zieht sich durch alle Sektoren: von der Pharmazie (Fernando Modé, Grupo Boticário) über die Digitalwirtschaft (Diego Barreto, iFood) bis zur Schwerindustrie (Gustavo Pimenta, Vale). Stets wird der Erfolg als Gemeinschaftsleistung gerahmt, die eigene Rolle als die eines „Taktgebers“ (Miguel Setas, Motiva) oder Architekten von Lösungen beschrieben.

Parallel zu dieser Entwicklung in den Chefetagen gewinnen Themen wie metabolische Gesundheit und Regeneration an Bedeutung. Aus Washingtoner Perspektive mag der Fokus auf Wellness als weicher Faktor erscheinen, doch die Daten aus São Paulo und Jakarta zeigen eine konvergierende Entwicklung. Eine indonesische Fitnesskette, Red Fitness, integriert zunehmend Recovery-Angebote, weil das Bewusstsein für ganzheitliche Regeneration nach dem Sport steigt. Die Times of India veröffentlicht detaillierte Stoffwechsel-Reset-Pläne speziell für Frauen, die Ernährung, Schlaf und Stressmanagement kombinieren. In Brasilien untersucht der Sporternährungsberater Lucas Peralles, wie metabolische Gesundheit Produktivität und Fokus in Hochleistungsberufen beeinflusst. Die Catho-Studie zu Arbeitstrends 2026 belegt, dass Unternehmen Flexibilität und psychische Gesundheit zu Prioritäten erklären – ein klares Bekenntnis, dass die Grenze zwischen privatem Wohlbefinden und beruflicher Leistung durchlässig geworden ist.

Für den deutschsprachigen Raum sind diese Signale relevant. Während in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Diskussion um die Viertagewoche oder das Recht auf Homeoffice oft noch als Kostenfaktor geführt wird, zeigt das brasilianische Beispiel, wie sich eine ganzheitliche Führungskultur direkt in Wettbewerbsfähigkeit übersetzen lässt. Die prämierten Manager eint die Überzeugung, dass Autonomie, klare Ausrichtung und Disziplin in der Umsetzung – so Christian Gebara von Vivo – nicht im Widerspruch zu Empathie stehen. Heloisa Callegaro von McKinsey Brasil, die früh familiäre Verantwortung übernehmen musste, sieht gerade in dieser Erfahrung die Wurzel ihrer Entscheidungsstärke.

Der Abend in São Paulo war somit mehr als eine Preisverleihung. Er war die Manifestation eines Führungsmodells, das Resilienz nicht als Härte gegen sich selbst, sondern als Fähigkeit zur Regeneration und zum gemeinsamen Lernen begreift. Wenn Edu Lyra von der NGO Gerando Falcões, aufgewachsen in einer Favela, zum vierten Mal ausgezeichnet wird und dabei die „Unwahrscheinlichkeiten des Lebens“ feiert, dann wird deutlich: Die Zukunft der Führung liegt nicht in der perfekten Kontrolle, sondern in der intelligenten Verbindung von Menschlichkeit, Gesundheit und strategischer Klarheit.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

44%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa latinoamericanaStampa indiana e sudasiatica
Stampa latinoamericana/ mercato
trionfopragmatismo

Eine neue Welle brasilianischer Führungskräfte wird dafür gefeiert, Gesundheit, Mitarbeiterwohlbefinden und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Unternehmensstrategie zu stellen. Die 'Executivo de Valor'-Preise zeichnen jene aus, die finanzielle Leistung mit menschlicher Fürsorge verbinden und beweisen, dass Erfolg auch von körperlicher und geistiger Gesundheit abhängt. Stoffwechselgesundheit hält Einzug in Vorstandsetagen als Treiber von Produktivität und langfristiger Vision.

Stampa indiana e sudasiatica
pragmatismodistacco

Ein von Experten geleiteter Plan verspricht, den Stoffwechsel von Frauen in sieben Tagen durch kleine Anpassungen bei Ernährung, Bewegung, Flüssigkeitszufuhr und Stressbewältigung zurückzusetzen. Der Ansatz beschreibt den Stoffwechsel als dynamischen Prozess, der auf tägliche Entscheidungen reagiert, und nicht als festes Schicksal. Der Artikel bietet einen praktischen, messbaren Weg, um Energie und Gewichtskontrolle zurückzugewinnen.

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Dienstag, 16. Juni 2026

Führung im Wandel: Brasiliens neue Manager-Elite setzt auf Empathie und Wohlbefinden

Die 26. Auszeichnung „Executivo de Valor“ in São Paulo spiegelt einen globalen Trend: Leistung entsteht nicht mehr durch Druck, sondern durch Gesundheit, Diversität und dienende Führung.

In einem feierlichen Akt im Rosewood Hotel in São Paulo hat das Wirtschaftsblatt Valor Econômico zum 26. Mal herausragende Führungspersönlichkeiten der brasilianischen Wirtschaft geehrt. Die Auswahl der 26 Preisträger aus 22 Branchen markiert dabei mehr als eine bloße Bestenliste: Sie dokumentiert einen tiefgreifenden Wandel im Selbstverständnis von Führung. Nicht allein kurzfristige Renditen, sondern die Fähigkeit, in einem instabilen Umfeld kulturelle Transformation, Nachhaltigkeit und das Wohlergehen der Belegschaft zu vereinen, bestimmte die Entscheidungen der 21 beteiligten Beratungshäuser. Erstmals wurde mit dem „Prêmio Executivo de Bem-Estar by Wellhub“ eine eigene Kategorie für betriebliche Gesundheitsförderung geschaffen – ein Signal, das weit über Brasilien hinausstrahlt.

Die prämierten CEOs verkörpern eine Abkehr vom einsamen Entscheider an der Spitze. Francisco Gomes Neto von Embraer, der die Kategorie Fahrzeuge und Teile gewann, beschreibt sich als „einfachen Manager“, der auf kollektive Ergebnisse setzt. Paula Harraca, Präsidentin des Bildungskonzerns Ânima, widmete ihren Preis den 15.000 Pädagogen und betonte die Seltenheit weiblicher Führung. Der Argentinier Bruno Lasansky von Localiza&Co spricht von einer „dienenden Führung“, bei der das Wohl von Kunden und 23.000 Mitarbeitern im Zentrum steht. Diese Haltung zieht sich durch alle Sektoren: von der Pharmazie (Fernando Modé, Grupo Boticário) über die Digitalwirtschaft (Diego Barreto, iFood) bis zur Schwerindustrie (Gustavo Pimenta, Vale). Stets wird der Erfolg als Gemeinschaftsleistung gerahmt, die eigene Rolle als die eines „Taktgebers“ (Miguel Setas, Motiva) oder Architekten von Lösungen beschrieben.

Parallel zu dieser Entwicklung in den Chefetagen gewinnen Themen wie metabolische Gesundheit und Regeneration an Bedeutung. Aus Washingtoner Perspektive mag der Fokus auf Wellness als weicher Faktor erscheinen, doch die Daten aus São Paulo und Jakarta zeigen eine konvergierende Entwicklung. Eine indonesische Fitnesskette, Red Fitness, integriert zunehmend Recovery-Angebote, weil das Bewusstsein für ganzheitliche Regeneration nach dem Sport steigt. Die Times of India veröffentlicht detaillierte Stoffwechsel-Reset-Pläne speziell für Frauen, die Ernährung, Schlaf und Stressmanagement kombinieren. In Brasilien untersucht der Sporternährungsberater Lucas Peralles, wie metabolische Gesundheit Produktivität und Fokus in Hochleistungsberufen beeinflusst. Die Catho-Studie zu Arbeitstrends 2026 belegt, dass Unternehmen Flexibilität und psychische Gesundheit zu Prioritäten erklären – ein klares Bekenntnis, dass die Grenze zwischen privatem Wohlbefinden und beruflicher Leistung durchlässig geworden ist.

Für den deutschsprachigen Raum sind diese Signale relevant. Während in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Diskussion um die Viertagewoche oder das Recht auf Homeoffice oft noch als Kostenfaktor geführt wird, zeigt das brasilianische Beispiel, wie sich eine ganzheitliche Führungskultur direkt in Wettbewerbsfähigkeit übersetzen lässt. Die prämierten Manager eint die Überzeugung, dass Autonomie, klare Ausrichtung und Disziplin in der Umsetzung – so Christian Gebara von Vivo – nicht im Widerspruch zu Empathie stehen. Heloisa Callegaro von McKinsey Brasil, die früh familiäre Verantwortung übernehmen musste, sieht gerade in dieser Erfahrung die Wurzel ihrer Entscheidungsstärke.

Der Abend in São Paulo war somit mehr als eine Preisverleihung. Er war die Manifestation eines Führungsmodells, das Resilienz nicht als Härte gegen sich selbst, sondern als Fähigkeit zur Regeneration und zum gemeinsamen Lernen begreift. Wenn Edu Lyra von der NGO Gerando Falcões, aufgewachsen in einer Favela, zum vierten Mal ausgezeichnet wird und dabei die „Unwahrscheinlichkeiten des Lebens“ feiert, dann wird deutlich: Die Zukunft der Führung liegt nicht in der perfekten Kontrolle, sondern in der intelligenten Verbindung von Menschlichkeit, Gesundheit und strategischer Klarheit.

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Eine neue Welle brasilianischer Führungskräfte wird dafür gefeiert, Gesundheit, Mitarbeiterwohlbefinden und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Unternehmensstrategie zu stellen. Die 'Executivo de Valor'-Preise zeichnen jene aus, die finanzielle Leistung mit menschlicher Fürsorge verbinden und beweisen, dass Erfolg auch von körperlicher und geistiger Gesundheit abhängt. Stoffwechselgesundheit hält Einzug in Vorstandsetagen als Treiber von Produktivität und langfristiger Vision.

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Ein von Experten geleiteter Plan verspricht, den Stoffwechsel von Frauen in sieben Tagen durch kleine Anpassungen bei Ernährung, Bewegung, Flüssigkeitszufuhr und Stressbewältigung zurückzusetzen. Der Ansatz beschreibt den Stoffwechsel als dynamischen Prozess, der auf tägliche Entscheidungen reagiert, und nicht als festes Schicksal. Der Artikel bietet einen praktischen, messbaren Weg, um Energie und Gewichtskontrolle zurückzugewinnen.

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