
Frankreichs WM-Start gegen Senegal: Zwischen Favoritenrolle und dem Trauma von 2002
In der Gruppe I trifft der zweimalige Weltmeister Frankreich auf den amtierenden Afrikameister Senegal – eine brisante Wiederholung der Eröffnungspartie von 2002, die mit einer der größten Überraschungen der WM-Geschichte endete.
Wenn am 17. Juni 2026 um 2 Uhr morgens indonesischer Zeit – in Mitteleuropa ist es 22 Uhr am Vorabend – der Ball im MetLife Stadium von East Rutherford rollt, verdichtet sich die globale Aufmerksamkeit auf eine Paarung, die weit mehr ist als ein gewöhnliches Auftaktspiel. Frankreich, Mitfavorit auf den Titel und Finalist der letzten beiden Turniere, trifft auf Senegal, den selbstbewussten Champion Afrikas. Die Gruppe I, von Beobachtern in Jakarta bis Buenos Aires als „Todesgruppe“ gehandelt, enthält zudem Norwegen um Stürmerstar Erling Haaland, sodass schon der erste Spieltag richtungsweisend für das gesamte Turnier wird. Vor allem aber hallt das Echo von 2002 nach: Damals eröffnete Senegal als krasser Außenseiter das Turnier in Seoul und bezwang den amtierenden Weltmeister Frankreich mit 1:0 – der Beginn einer der legendärsten Sensationen der WM-Historie.
Aus Pariser Sicht lastet auf der Equipe Tricolore der Druck, jenes Trauma endgültig zu tilgen. Didier Deschamps, der das Team 2018 zum Titel führte und 2022 erst im Elfmeterschießen an Argentinien scheiterte, verfügt über einen Kader von schierer Luxusklasse. Kapitän Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und eine Phalanx von Spitzenkräften auf jeder Position machen Frankreich in der FIFA-Weltrangliste zur Nummer drei. Die Vorbereitung verlief mit drei Siegen aus vier Testspielen solide, doch die einzige Niederlage – ein 1:2 gegen die Elfenbeinküste – offenbarte eine Verwundbarkeit gegenüber afrikanischen Teams, die nun als Warnsignal dient. Für das deutschsprachige Publikum ist der Auftritt des Nachbarn zugleich ein Gradmesser: Frankreich zählt zu den engsten Rivalen der deutschen Nationalmannschaft, und jede Schwäche der Bleus wird in Berlin, Wien und Zürich aufmerksam registriert.
Senegal reist mit einem psychologischen Kapital an, das sich nicht allein aus der Erinnerung an 2002 speist. Die „Löwen der Teranga“ sind der amtierende Afrikameister – wenngleich der Titel nach chaotischen Szenen im Endspiel gegen Marokko kontrovers aberkannt wurde. Angeführt von Sadio Mané, bringt die Mannschaft von der westafrikanischen Küste eine Mischung aus Physis, Tempo und taktischer Disziplin mit, die in der Rangliste Platz 16 unterstreicht. Die historische Kolonialverbindung – Senegal war bis 1960 französische Kolonie – verleiht dem Duell eine zusätzliche politische Tiefenschicht, zumal Spieler wie Dembélé senegalesische Wurzeln haben. In Dakar sieht man die Partie als Chance, den Beweis zu wiederholen, dass afrikanischer Fußball auf höchster Bühne nicht nur mithalten, sondern triumphieren kann.
Der Ausgang dieser Neuauflage wird die Kräfteverhältnisse in Gruppe I sofort zementieren. Ein Sieg Frankreichs würde die Favoritenrolle untermauern und den Weg Richtung K.-o.-Runde ebnen; ein Stolpern hingegen würde das Gespenst von 2002 wieder heraufbeschwören und den Druck vor den Duellen mit Norwegen und dem dritten Gruppengegner ins Unermessliche steigern. Für die deutsche Perspektive ist die Partie ein früher Indikator, ob die französische Übermacht im europäischen Gefüge anhält oder Risse zeigt. So oder so beginnt die WM 2026 in Nordamerika mit einem Spiel, das Vergangenheit und Gegenwart in einem einzigen Abend verdichtet – und die Fußballwelt von Jakarta über São Paulo bis Berlin in Atem halten wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Frankreich startet mit einem Spiel gegen Senegal, den amtierenden Afrikameister, in die WM 2026. Mit einem starbesetzten Kader um Mbappé sind Les Bleus klare Favoriten, doch die Partie verspricht eine harte Prüfung. Das Spiel wird live auf TVRI um 2:00 Uhr WIB übertragen.
Frankreich eröffnet seinen WM-Traum gegen Senegal und beschwört damit das Gespenst von 2002 herauf, als die Afrikaner den amtierenden Weltmeister schockten. Mit Mbappé und einer goldenen Generation streben Les Bleus nach Wiedergutmachung, doch die Löwen der Teranga sind bereit, das Kunststück zu wiederholen. Das Spiel im MetLife Stadium trägt die Last der Geschichte und verspricht einen dramatischen Auftakt.
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