
Ermittlungen gegen Polizisten in Bahia: Zwei Fälle von Tötungen und Vertuschungsvorwürfen
In Salvador und Caraíva werfen Staatsanwaltschaft und Justiz mehreren Beamten der Militär- und Zivilpolizei vor, Verdächtige exekutiert und Tatorte manipuliert zu haben.
Im brasilianischen Bundesstaat Bahia sind binnen weniger Tage zwei getrennte Ermittlungsverfahren gegen insgesamt zwölf Polizisten öffentlich geworden, denen die Tötung von vier Menschen sowie die nachträgliche Veränderung von Tatorten zur Last gelegt werden. Die Vorgänge ereigneten sich im Mai und September 2025 in der Hauptstadt Salvador sowie im Küstenort Caraíva und werden von der Staatsanwaltschaft Bahia (MP-BA) sowie der Justiz des Bundesstaates geführt.
In Salvador vollstreckten Ermittler am Freitagmorgen Haft- und Durchsuchungsbefehle gegen sechs Militärpolizisten. Nach Darstellung des Ministério Público da Bahia sollen die Beamten am 28. September 2025 im Stadtteil São Marcos den 21-jährigen Mateus Daniel Chagas da Silva und den 16-jährigen Kaíque Reis dos Santos erschossen und anschließend die Spurenlage verändert haben, um einen intensiven Schusswechsel vorzutäuschen. Die Polizei hatte zunächst von einem Feuergefecht mit bewaffneten Männern gesprochen; Anwohner und die Mutter des Jugendlichen widersprachen dieser Version und berichteten, Kaíque habe die Hände gehoben, bevor er getroffen wurde. Die betroffenen Beamten waren bereits im Oktober 2025 vom operativen Dienst suspendiert worden.
Ein zweiter, bereits am Donnerstag bekannt gewordener Fall betrifft eine Operation in Caraíva vom 10. Mai 2025. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen vier Militär- und zwei Zivilpolizisten wegen zweifachen qualifizierten Mordes. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Touristenführer Victor Cerqueira Santos Santana und der gesuchte Davisson Sampaio dos Santos nicht in einer Gefechtssituation starben, sondern nach Festnahme und körperlichen Misshandlungen erschossen wurden. Ein rechtsmedizinisches Gutachten belegt laut MP-BA Verletzungen, die auf Schläge unmittelbar vor den Schüssen hindeuten. Den beiden Zivilpolizisten wird zudem vorgeworfen, den Tatort künstlich verändert zu haben; die Prüfung gleichartiger Vorwürfe gegen die Militärpolizisten erfolgt vor der Militärgerichtsbarkeit.
Die Verfahren sind Teil einer Serie von Ermittlungen gegen Sicherheitskräfte in Bahia, bei denen die Justiz dem Verdacht auf außergerichtliche Hinrichtungen und nachträgliche Tatortmanipulationen nachgeht. In beiden Fällen beantragte die Staatsanwaltschaft die vorläufige Amtsenthebung der Beschuldigten. Die Ermittlungen dauern an; die Gerichte haben sich mit den Anklagen noch nicht abschließend befasst.
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Die Staatsanwaltschaft von Bahia verurteilt und fordert die Entfernung der für Morde verantwortlichen Polizisten.
Die Erzählung stützt sich auf gerichtliche Dokumentation und offizielle Aussagen, um die Anklage systemischer Gewalt zu legitimieren.
Die Verteidigungsaussagen der angeklagten Polizisten werden nicht berichtet, was das Bild der Schuld verstärkt.
Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass der Angeklagte unter Kokaineinfluss stand, und beantragt Untersuchungshaft.
Der Artikel betont die toxikologischen Daten als zentralen Beweis und stellt einen kausalen Zusammenhang zwischen Drogen und Tötung her.
Die Verteidigungsargumente und mögliche alternative Unfallursachen werden nicht untersucht.
Die Behörden verhaften den Überlebenden wegen Bootsfahrens unter Alkoholeinfluss nach dem Ertrinken seines Begleiters.
Der Bericht beschränkt sich auf Fakten und formelle Anklagen, ohne Spekulation oder moralisches Urteil.
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