
WM-Auftakt in Dallas: England und Kroatien mit spektakulärem 2:2 zur Halbzeit
Im ersten Gruppenspiel der Gruppe L lieferten sich die beiden europäischen Schwergewichte eine torreiche erste Hälfte, die die Spannung für die zweite Halbzeit hoch hält.
Mit einem wahren Sturmlauf begann die mit Spannung erwartete Partie zwischen England und Kroatien im AT&T Stadium von Arlington, Texas. Bereits in der zwölften Minute verwandelte Harry Kane einen Strafstoß – nachdem der erste Versuch wegen eines zu früh von der Linie geeilten Torwarts wiederholt werden musste – zur frühen Führung für die Three Lions. Doch die Kroaten, angeführt vom 40-jährigen Luka Modrić, schlugen eindrucksvoll zurück: Martin Baturina jagte den Ball aus der Distanz unhaltbar ins Eck (36.). Nur sechs Minuten später köpfte Kane nach einem Eckball von Declan Rice zum 2:1 ein, ehe Petar Musa in der fünften Minute der Nachspielzeit eine präzise Flanke von Ivan Perišić per Volley zum 2:2-Pausenstand verwertete. Vier Tore in 45 Minuten – ein furioser Auftakt, der die Zuschauer weltweit in Atem hielt.
Das Duell weckte unweigerlich Erinnerungen an das Halbfinale von 2018, als Kroatien England nach Verlängerung mit 2:1 bezwang und ins Finale einzog. Nun, acht Jahre später, treten beide Teams mit veränderten Vorzeichen an. Englands neuer Trainer Thomas Tuchel, der in der Bundesliga und bei Champions-League-Stationen taktische Raffinesse bewies, setzt auf eine verjüngte Mannschaft ohne etablierte Kräfte wie Phil Foden oder Cole Palmer. Kroatien hingegen vertraut weiter auf die gereifte Achse um Modrić, Perišić und Mateo Kovačić, die nach dem Finaleinzug 2018 und dem dritten Platz 2022 ihre letzte WM-Chance wittern. Für das deutschsprachige Publikum ist Tuchels Projekt von besonderem Interesse, soll er doch Englands 60-jährige Titeldürre beenden.
Aus globaler Perspektive spiegelte die Live-Berichterstattung die enorme Strahlkraft dieser Begegnung. Argentinische und brasilianische Medien analysierten das Aufeinandertreffen als Gradmesser europäischer Dominanz, während indonesische und indische Kommentatoren die Revanche-Mission Englands und Modrićs fünfte WM-Teilnahme in den Mittelpunkt rückten. In Frankreich und Italien wurde die Elfmeter-Wiederholung kontrovers diskutiert, und US-amerikanische Sender betonten die elektrisierende Atmosphäre im hochmodernen Stadion von Dallas. Die weltweite Aufmerksamkeit unterstreicht, dass dieses Gruppenspiel weit mehr ist als ein Auftakt – es ist ein symbolträchtiges Kräftemessen zweier Fußballphilosophien.
Mit dem 2:2 zur Halbzeit bleibt die Ausgangslage in Gruppe L völlig offen. Ghana und Panama, die weiteren Kontrahenten, dürften die zweite Hälfte mit besonderem Interesse verfolgen. Englands offensive Wucht und Kroatiens taktische Disziplin versprechen einen packenden Schlussakt, in dem jeder Fehler entscheidend sein kann. Ein Unentschieden würde den Druck auf beide Teams vor den kommenden Spielen erhöhen, während ein Sieg einer Mannschaft bereits die Weichen Richtung Achtelfinale stellen könnte. Unabhängig vom Ausgang hat dieses Duell schon jetzt bewiesen, dass die WM 2026 an Dramatik kaum zu überbieten sein wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die italienische Berichterstattung präsentiert das Spiel als eine einfache Gruppenpartie, listet Anstoßzeit, voraussichtliche Aufstellungen und Übertragungsdetails auf. Es gibt keinen narrativen Aufbau, nur eine ruhige, serviceorientierte Vorschau.
Indonesische Medien rahmen England-Kroatien als klassischen europäischen Kracher, der großes Drama verspricht. Sie heben Tuchels Debüt auf der WM-Bühne und Englands 60-jährigen Hunger nach einem Seniorentitel hervor und behandeln den Auftakt als entscheidende frühe Prüfung.
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