
Tödlicher Drohnenangriff auf Kinderbus in Brjansk – Moskau und Minsk sprechen von Terror
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus mit einer belarussischen Jugendfußballmannschaft in der russischen Region Brjansk wurde eine Betreuerin getötet und mehrere Kinder verletzt; Russland und Belarus verurteilen die Attacke als Terrorakt und fordern Aufklärung.
Ein ukrainischer Drohnenangriff auf einen zivilen Reisebus hat am 17. Juni in der russischen Grenzregion Brjansk eine Frau getötet und nach jüngsten Angaben acht Menschen verletzt, darunter sechs Minderjährige. An Bord des Doppeldeckerbusses befand sich eine Jugendfußballmannschaft aus der belarussischen Stadt Homel, die zu einem Erholungsaufenthalt nach Gelendschik am Schwarzen Meer unterwegs war. Die getötete Betreuerin, eine 1985 geborene Frau aus Luhansk, hinterlässt zwei Töchter in Belarus. Der russische Präsident Wladimir Putin wies Gesundheitsminister Michail Muraschko unverzüglich an, alle notwendigen Hilfsmaßnahmen einzuleiten; der Kreml bezeichnete den Vorfall als terroristischen Akt des Kiewer Regimes.
Aus Moskauer Sicht reiht sich der Angriff in eine Serie gezielter ukrainischer Drohnenschläge gegen zivile Infrastruktur im Grenzgebiet ein. Das russische Ermittlungskomitee leitete ein Strafverfahren wegen Terrorismus ein, Abgeordnete der Staatsduma sprachen von einem terroristischen Staat, mit dem Verhandlungen sinnlos seien. In Minsk fiel die Reaktion ähnlich scharf aus: Das belarussische Außenministerium verurteilte die Attacke als Akt des Terrorismus gegen die eigene Zivilbevölkerung und forderte von Kiew umfassende Erklärungen. Der belarussische Untersuchungsausschuss eröffnete ebenfalls ein Terrorismusverfahren, und ein Parlamentarier drohte mit einer gemeinsamen harten Antwort von Belarus und Russland. Kiew hingegen wies jede Verantwortung zurück: Der ukrainische Generalstab erklärte, man habe im fraglichen Zeitraum keine Drohnen gegen Ziele in der Region Brjansk eingesetzt. In prorussischen und oppositionellen Kanälen kursierte zudem die unbelegte Behauptung, es handele sich um eine russische Provokation, was jedoch durch die technische Reichweite und den Anflugwinkel der eingesetzten Drohne widerlegt wurde.
Die medizinische Versorgung der Verletzten wurde zu einer grenzüberschreitenden Operation: Während das russische Gesundheitsministerium Spezialisten des Föderalen Zentrums für Katastrophenmedizin nach Brjansk entsandte, schickte Belarus drei Reanimationsteams, um gemeinsam mit russischen Ärzten über mögliche Rücktransporte zu entscheiden. Ein Kind befand sich in schwerem Zustand, die übrigen Verletzten erlitten überwiegend Splitterwunden. Auf derselben Fernstraße wurden am selben Tag ein Pkw mit einer schwangeren Frau und zwei Kindern sowie ein Düngemittel-Lkw attackiert, wobei glücklicherweise keine weiteren Personenschäden gemeldet wurden.
Der Vorfall verdeutlicht die zunehmende Entgrenzung des Drohnenkriegs, der längst nicht mehr auf militärische Ziele beschränkt ist und nun auch Bürger dritter Staaten unmittelbar trifft. Für die europäische Sicherheitsarchitektur, insbesondere für Deutschland und seine Nachbarn, wirft dies die Frage auf, wie lange sich der Konflikt noch regional eingrenzen lässt, wenn zivile Reisebewegungen zwischen verbündeten Staaten zur Zielscheibe werden. Die belarussische Führung, die bislang eine direkte Kriegsbeteiligung vermied, sieht sich durch den Angriff auf eigene Staatsangehörige innenpolitisch unter Druck gesetzt. Sollte sich die Kiewer Führung nicht zu einer transparenten Aufklärung bereitfinden, dürfte die rhetorische Eskalation zwischen Minsk und Kiew weiter zunehmen – mit ungewissen Folgen für die Stabilität der gesamten Region.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine ukrainische Drohne hat gezielt einen Bus mit einer belarussischen Jugendfußballmannschaft angegriffen, wobei eine Frau getötet und mehrere Kinder verletzt wurden. Der Angriff offenbart den terroristischen Charakter des Kiewer Regimes, das nicht davor zurückschreckt, Zivilisten ins Visier zu nehmen. Moskau und Minsk werden hart auf dieses Verbrechen reagieren.
Eine ukrainische Drohne hat einen Bus mit einer belarussischen Jugendfußballmannschaft in der Region Brjansk getroffen, wobei eine Frau getötet und mehrere Kinder verletzt wurden, so russische Behörden. Eine strafrechtliche Untersuchung wurde eingeleitet.
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