
Trump und Peseschkian unterzeichnen historisches Memorandum zur Kriegsbeendigung
Das Abkommen von Islamabad tritt sofort in Kraft, öffnet die Straße von Hormus und leitet eine 60-tägige Verhandlungsphase ein – doch die Skepsis bleibt groß.
Mit einer digitalen Signatur und einem feierlichen Akt im Schloss Versailles haben US-Präsident Donald Trump und sein iranischer Amtskollege Massud Peseschkian in der Nacht zum Donnerstag ein 14-Punkte-Memorandum unterzeichnet, das den seit Ende Februar tobenden Krieg im Nahen Osten beenden soll. Das sogenannte „Islamabad Memorandum of Understanding“ trat unmittelbar in Kraft und sieht die sofortige und dauerhafte Einstellung aller Kampfhandlungen vor – ausdrücklich auch an der libanesischen Front. Washington verpflichtet sich, die Seeblockade gegen iranische Häfen binnen 30 Tagen aufzuheben, während Teheran im Gegenzug die strategisch zentrale Straße von Hormus für den freien Schiffsverkehr wieder öffnet. Ein umfassendes Sanktionspaket soll gelockert, eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben und ein 300-Milliarden-Dollar-Fonds für den Wiederaufbau aufgelegt werden. Die heikelste Frage – die Zukunft des iranischen Nuklearprogramms – wird auf die anschließenden Verhandlungen vertagt, die binnen 60 Tagen zu einem endgültigen Friedensvertrag führen sollen.
Der Konflikt war am 28. Februar 2026 mit koordinierten Angriffen der USA und Israels auf den Iran eskaliert. Nach rund 40 Tagen intensiver Gefechte, in denen iranische Streitkräfte nach eigenen Angaben moderne Kampfflugzeuge abschossen und amerikanische Kriegsschiffe attackierten, geriet die militärische Offensive in eine Pattsituation. Die Blockade der Straße von Hormus trieb die globalen Energiepreise in die Höhe und setzte insbesondere die europäischen Volkswirtschaften unter Druck. Vor diesem Hintergrund nahm Pakistan eine Vermittlerrolle ein und ebnete den Weg für das nun unterzeichnete Abkommen, das erstmals seit der Islamischen Revolution von 1979 die Unterschriften der Präsidenten beider Erzfeinde auf einem gemeinsamen Dokument vereint.
Die Reaktionen auf das Abkommen fallen je nach geografischem Standpunkt diametral aus. Aus Washingtoner Sicht betonte Trump, man habe „alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten“, drohte jedoch zugleich mit vernichtenden Bombardements, sollte Teheran die Vereinbarung brechen. Republikanische Hardliner kritisierten das Memorandum als einseitigen Sieg Irans. In Teheran hingegen sprach Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf von einer „Rekordniederlage“ der USA und betonte, man habe durch Verhandlungen mehr erlangt als durch militärische Mittel. Der französische Präsident Emmanuel Macron, in dessen Beisein Trump das Dokument in Versailles unterzeichnete, würdigte den Schritt als Wegbereiter für dauerhaften Frieden und sinkende Energiepreise – eine Perspektive, die in Berlin, Wien und Bern angesichts der angespannten Energiemärkte mit verhaltener Erleichterung aufgenommen wurde. Pakistan, das offiziell als Mediator fungierte, sieht in der Einigung einen diplomatischen Erfolg und hofft auf eine Stabilisierung der Region.
Trotz der symbolträchtigen Unterschriften bleibt das Abkommen fragil. Die 60-Tage-Frist für ein finales Abkommen ist ambitioniert, zumal die nukleare Frage, das Schicksal der hochangereicherten Uranbestände und die künftige Sicherheitsarchitektur am Persischen Golf noch völlig ungeklärt sind. Trumps Drohgebärden und die tiefe Skepsis im US-Kongress könnten die Verhandlungen ebenso belasten wie das Misstrauen in Teheran gegenüber amerikanischen Zusagen. Für Europa steht viel auf dem Spiel: Eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus würde die Energieversorgung stabilisieren und den Preisdruck mindern, ein Scheitern hingegen könnte die Weltwirtschaft erneut in Turbulenzen stürzen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der diplomatische Durchbruch von Islamabad mehr ist als eine taktische Atempause in einem ungelösten Großkonflikt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trump warnt, dass das Memorandum of Understanding mit dem Iran nicht endgültig ist, und droht mit neuen Bombardierungen, falls Teheran sich nicht wohlverhält. Die Äußerung am Rande des G7-Gipfels unterstreicht die Brüchigkeit der vorläufigen Vereinbarung.
Der US-Präsident erklärte, dass er bereit sei, die Angriffe wieder aufzunehmen und Bomben auf ihre Köpfe zu werfen, falls ihn das Memorandum mit dem Iran nicht zufriedenstellt. Die Äußerung fiel am Rande des G7-Gipfels.
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