
Diebe, Tornados und Schüsse: Englands verkorkster Start in die WM 2026
Noch vor dem ersten Spiel gegen Kroatien versinkt die englische Mannschaft in Kansas City in einer Serie von Kriminalität, Wetterextremen und Sicherheitspannen – ein Stimmungstest für den Turnierfavoriten.
Der Diebstahl von Trainingsausrüstung, kurz darauf eine Tornadowarnung und in der Ferne ein Schusswechsel – kaum eine andere Mannschaft hat im Vorfeld dieser Weltmeisterschaft eine derart unglückliche Serie von Zwischenfällen erlebt wie England. In der Nacht zum 13. Juni entwendeten Unbekannte im Großraum Kansas City Equipment der „Three Lions“ im Wert von rund 18 000 US-Dollar. Die US-Justiz erhob Anklage gegen zwei mutmaßliche Täter, einen Großteil des Diebesguts stellte die Polizei sicher. Unter den Gegenständen befanden sich nicht nur vier Paar Stollenschuhe, ein Ball, Handschuhe und Trainingskleidung, sondern auch skurrile Objekte: eine JBL-Lautsprecherbox, ein Lego-Modell des Nike-Air-Sneakers, zwei Plüschlöwen und drei signierte Trikots, jedes mit einem Sammlerwert von 5 000 Dollar taxiert. Aus amerikanischer Sicht griffen die Behörden rasch und effektiv ein, doch der Vorfall hinterließ Spuren.
Nur 24 Stunden später zwang eine amtliche Unwetterwarnung der höchsten Stufe den englischen Tross, sein öffentliches Training im Swope Soccer Village abzubrechen. Eine Tornado-Drohung – in der Gegend keine Seltenheit – nötigte Spieler und Stab, im Hotel Inn at Meadowbrook Schutz zu suchen. Die meteorologische Unbill traf auf eine ohnehin angespannte Sicherheitslage: Am selben Tag ereignete sich etwa sechs Kilometer vom Trainingszentrum entfernt eine Schießerei, die zwar nicht in direktem Zusammenhang mit dem Team stand, aber das allgemeine Unbehagen verstärkte. Aus indonesischer Perspektive, wie das Portal Viva.co.id berichtete, summierte sich das Ungemach zu einer regelrechten Liste von Widrigkeiten – von komplizierten Einreiseprozeduren bis zu Zweifeln an der Infrastruktur des Gastgeberlandes USA.
Russische Quellen bezifferten den Wert des Diebesgutes detailliert und unterstrichen damit den kuriosen Charakter der Beute, der die peinliche Episode zusätzlich befeuerte. In Spanien wiederum kommentierte die Zeitung Excelsior süffisant, England habe bereits „verloren“, noch ehe der erste Pfiff gegen Kroatien ertönt sei. Diese kulturell unterschiedlichen Bewertungen offenbaren, wie die frühen Pannen die Favoritenrolle der Engländer zum öffentlichen Narrativ des Scheiterns umdeuten.
Für das Team von Gareth Southgate wird die Auftaktpartie gegen Kroatien, das für seine Turnierabgezocktheit bekannt ist, so zu einer doppelten Bewährungsprobe. Neben der sportlichen Aufgabe müssen sich die Akteure mental gegen äußere Störfaktoren wappnen, die sie kaum beeinflussen können. Sollte England die Konzentration nicht schnell wiederfinden, droht dem Mitfavoriten ein holpriger Weg durch die Gruppenphase – und die Debatte über die Organisation des ersten WM-Turniers in drei nordamerikanischen Ländern erhielte neue Nahrung.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Noch ehe sie einen Ball gespielt hat, scheint England bereits geschlagen – von einer Pechsträhne außerhalb des Platzes: ein Diebstahl im Wert von 18.000 Dollar, eine Schießerei in der Nähe des Trainingsgeländes und eine Tornadowarnung. Die ironische Erzählung zeichnet die Three Lions als Opfer des amerikanischen Chaos und kostet die Missgeschicke der angeblichen Favoriten fast genüsslich aus.
Die Berichterstattung in Südostasien zählt vier Pechsträhnen Englands auf und behandelt sie als Schlag gegen die mentale Verfassung des Teams vor dem Auftaktspiel gegen Kroatien. Sie verknüpft Diebstahl, Schießerei und Unwetterwarnung mit breiteren organisatorischen Pannen wie komplizierten Einwanderungsverfahren und deutet an, dass die außersportlichen Schwierigkeiten das Turnier bereits untergraben.
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