
Die Frau, die eine Milliarde Hände in die Luft gehen ließ
Die britische Sängerin Lauren Bennett, bekannt aus dem Welthit „Party Rock Anthem“, starb im Alter von 36 Jahren. Weggefährten und ihr Vater erinnern an eine Künstlerin, deren Leben von großen Erfolgen und stillen Kämpfen geprägt war.
Als Lauren Bennett im Jahr 2019 ihre Tochter Harlow zur Welt brachte, lag zur gleichen Stunde in einem anderen Krankenhaus die Frau ihres langjährigen Freundes und Produzenten Josh Stevens in den Wehen. Die beiden schrieben sich während der Geburt Nachrichten, lachten über den Gleichklang des Lebens – eine Erinnerung, die Stevens nun, nach Bennetts Tod, in den sozialen Medien teilte. Es ist eine jener privaten Szenen, die das Bild einer Sängerin abrunden, deren öffentliche Präsenz vor allem von einem einzigen, alles überstrahlenden Moment geprägt war.
Am 6. Juli gab die Band G.R.L. auf Instagram bekannt, dass Bennett bereits am 29. Mai in Meopham in der englischen Grafschaft Kent gestorben sei. Die Todesursache blieb vorerst ungeklärt; die zuständige Gerichtsmedizin hat für Oktober eine Untersuchung anberaumt. Ihr Vater Richard Bennett äußerte sich in einem eigenen Statement und sprach von einer „schweren Reaktion auf ein verschriebenes Medikament“ in den Monaten vor ihrem Tod. Er kritisierte, das britische Gesundheitssystem habe es versäumt, seine Tochter in ihrer größten Not angemessen zu behandeln.
Bennett, die als Teenager in der britischen Ausgabe von „The X Factor“ bis unter die letzten Zwölf gelangte, wurde 2011 zur Stimme eines globalen Phänomens. In „Party Rock Anthem“ des US-Duos LMFAO sang sie die Hookline, die den Song eröffnet und durchzieht – jene Aufforderung, die Hände in die Luft zu reißen, die in Clubs und Stadien von Los Angeles bis Tokio befolgt wurde. Das Stück stand sechs Wochen an der Spitze der Billboard Hot 100, wurde von dem Magazin später zur fünfterfolgreichsten Single aller Zeiten erklärt und das dazugehörige Video verzeichnet auf YouTube mehr als 2,5 Milliarden Aufrufe. Später war Bennett Mitglied der von Robin Antin als Pussycat-Dolls-Neuauflage konzipierten Gruppe G.R.L., deren Single „Ugly Heart“ 2014 zum Hit wurde, und wirkte an Soundtracks für Filme wie „Date Night“ und „21 Jump Street“ mit. Die Gruppe löste sich 2015 auf, nachdem das Gründungsmitglied Simone Battle Suizid begangen hatte.
Die Nachricht von Bennetts Tod löste eine Welle der Anteilnahme aus. Ihre ehemaligen Bandkolleginnen von G.R.L. schrieben, sie würden „die Liebe, das Lachen und die unzähligen Erinnerungen für immer in Ehren halten“. Aria Crescendo, mit der Bennett bei den Paradiso Girls gesungen hatte, erinnerte an ein letztes Telefonat eine Woche vor dem Tod. In den britischen Medien wird der Fall auch als Beispiel für Versäumnisse des National Health Service diskutiert. Die Polizei leitete Mitte Juni Ermittlungen ein, die bis Ende Oktober andauern sollen. Die Trauerfeier fand bereits im kleinen Kreis in London statt.
Was bleibt, ist eine Stimme, die in den digitalen Archiven weiterlebt. In dem Video zu „Party Rock Anthem“ sieht man Bennett inmitten der shuffelnden Tänzer, wie sie den Befehl zum kollektiven Ausrasten gibt. Dass sie selbst einmal in einem Krankenhausbett lag und mit einem Freund über die Gleichzeitigkeit des Lebens scherzte, gehört zu den leisen Geschichten hinter dem grellen Pop-Glanz. Ihre Tochter Harlow, die an jenem Tag geboren wurde, ist heute sieben Jahre alt.
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
Former G.R.L. bandmates announce the passing of Lauren Bennett, without providing details on the cause.
The news is presented through the group's official statement, lending authority and pathos without adding interpretation.
Former bandmates pay tribute to Lauren Bennett, recalling her musical contribution and their friendship.
The use of direct quotes from the statement creates a tone of shared mourning, while biographical details contextualize her career.
Former Paradiso Girls bandmates express their grief over the loss of Lauren Bennett, without specifying the cause.
The statement from former colleagues is reported verbatim, giving voice to personal mourning without journalistic commentary.
Lauren Bennett's family confirms her death, while Indian media trace her career from early beginnings to global success.
The article combines family confirmation with a detailed biography, building a complete portrait of the singer.
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