
Die Korrektur der „La La Hand“: Ein Jahrzehnt später wird Ryan Goslings Geste gerichtet
Zum zehnten Jahrestag von „La La Land“ hat das Studio Lionsgate das Filmplakat digital verändert und eine jahrelange Obsession des Hauptdarstellers beendet.
Es war ein Geständnis, das Ryan Gosling über Jahre hinweg mit einer Mischung aus Selbstironie und echtem Bedauern vortrug. In einem Interview mit dem Wall Street Journal Magazine sprach der Schauspieler von einer Szene, die ihn regelrecht verfolge. Während der Dreharbeiten zu der ikonischen Tanzszene vor dem Griffith-Observatorium in Los Angeles, die später das offizielle Filmplakat zieren sollte, hatte er seine Hand entgegen der Choreographie nicht erhoben, sondern flach und leicht abgewinkelt gehalten. „Es hat die Energie einfach abgetötet“, sagte Gosling rückblickend und taufte den missglückten Moment mit einem eigenen Namen: die „La La Hand“. Er selbst nannte sich scherzhaft „Hamburger-Hand-Gosling“.
Nun, ein Jahrzehnt nach der Premiere des von Damien Chazelle inszenierten Musicals, hat das Produktionsstudio Lionsgate diesen kleinen, für den Hauptdarsteller aber bedeutsamen Makel getilgt. Anlässlich der Wiederaufführung des Films in den US-amerikanischen Kinos ab dem 16. August wurde ein neues, digital überarbeitetes Plakat vorgestellt. Die Veränderung ist auf den ersten Blick kaum wahrnehmbar, doch für Kenner der Anekdote unübersehbar: Goslings Hand weist nun, perfekt symmetrisch zu der von Emma Stone, himmelwärts. Das Studio kommentierte die Aktion in den sozialen Netzwerken lakonisch mit den Worten: „Eine kleine Anpassung.“
Der Film selbst, eine Hommage an das klassische Hollywood-Musical und die Stadt Los Angeles, erzählt von der Jazzpianisten Sebastian und der Schauspielerin Mia, die zwischen Liebe und künstlerischem Ehrgeiz ihren Weg suchen. „La La Land“ wurde 2016 zu einem globalen Phänomen, spielte bei einem Budget von 30 Millionen Dollar weltweit über 447 Millionen Dollar ein und gewann sechs Oscars, darunter für die beste Regie und die beste Hauptdarstellerin. In die Filmgeschichte ging auch die legendäre Panne bei der Oscar-Verleihung 2017 ein, als „La La Land“ fälschlicherweise als bester Film verkündet wurde, bevor der Preis an „Moonlight“ ging.
Die Reaktionen auf die nachträgliche Korrektur des Posters zeigen, wie sehr sich diese kleine Geste in das kollektive Gedächtnis der Popkultur eingebrannt hat. In den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke, von Brasilien bis Indien, feierten Fans die Entscheidung als späte Genugtuung für den Schauspieler. „Ruhe in Frieden, La La Hand“, schrieb ein Nutzer, ein anderer kommentierte: „Wir haben zehn Jahre auf diesen Moment gewartet.“ Gosling selbst hatte die Hartnäckigkeit seiner Obsession erst kürzlich wieder unter Beweis gestellt, als er in einem Werbevideo für seinen neuen Film „Project Hail Mary“ die Pose gemeinsam mit einer Alien-Figur nachstellte und fragte, ob seine Hand nun endlich korrekt positioniert sei.
So wird die digitale Retusche eines einzelnen Körperteils zu einer stillen Pointe der Kinogeschichte. Ein flüchtiger Moment der Unachtsamkeit, festgehalten auf einem der prägendsten Filmplakate der vergangenen Dekade, ist nun aus der Welt geschafft. Was bleibt, ist das Bild zweier tanzender Menschen unter einem klaren Nachthimmel, deren Hände sich nun endlich in einer vollkommenen, wenn auch nachträglich hergestellten Symmetrie begegnen.
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Endlich, nach Jahren der Qual, wurde der verborgene Fehler korrigiert. Ryan Gosling kann nun mit seinem Poster Frieden schließen.
Durch die Betonung des 'verborgenen Fehlers' und der Qual des Schauspielers wird eine Erzählung von Erleichterung und Gerechtigkeit geschaffen, die ein kleines Detail in ein episches Ereignis verwandelt.
Ein kleines Detail störte den Schauspieler ein Jahrzehnt lang, und jetzt wurde es mit Ironie behoben.
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Ein großes Unrecht wurde wiedergutgemacht. Die Saga der 'La La Hand' endet im Triumph.
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