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Didier Deschamps kehrt nach dem Tod der Mutter zurück – Frankreich vor dem Achtelfinale gegen Schweden

Der französische Nationaltrainer hat die Mannschaft nach einer privaten Tragödie wieder übernommen und bereitet sie auf das K.-o.-Duell mit den skandinavischen Außenseitern vor.

Didier Deschamps stand am Montag in East Rutherford wieder vor der internationalen Presse, keine 72 Stunden nach der Beisetzung seiner Mutter Ginette. Der 57-Jährige war mitten in der Gruppenphase aus den Vereinigten Staaten nach Frankreich geeilt, hatte das letzte Vorrundenspiel gegen Norwegen seinem Assistenten Guy Stéphan überlassen und kehrte erst am vergangenen Wochenende ins Teamquartier nach Boston zurück. „Ich war am Boden zerstört“, sagte Deschamps nun mit ruhiger Stimme, „aber es war für mich und für die Mannschaft notwendig, dass ich heimfliege. Jetzt ist es gut, den Kopf beschäftigt zu halten.“ Die Spieler um Mittelfeldspieler Adrien Rabiot hatten den Verlust als Schock aufgenommen und bekundeten, dem Trainer mit einem erfolgreichen Turnierverlauf „etwas zu schenken, worüber wir uns gemeinsam freuen können“.

Die Équipe Tricolore hatte die Gruppe I ohne Punktverlust und mit zehn Toren dominiert – nur die Niederlande und Deutschland erzielten in der Vorrunde ebenso viele Treffer. Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé sind mit je vier Toren die treffsichersten Angreifer des Turniers, und auch in Abwesenheit des Cheftrainers gelang gegen Norwegen ein ungefährdeter 4:1-Erfolg. Deschamps lobte die physische und mentale Verfassung Mbappés, der mit nun 16 WM-Toren zu Miroslav Klose aufgeschlossen hat und nur noch Lionel Messi vor sich weiß. Zugleich warnte er vor Übermut: „Wir haben den Zähler auf null gestellt. Jetzt beginnt ein zweiter Wettbewerb.“

In Frankreich hatte unterdessen eine Karikatur des Satiremagazins Charlie Hebdo für Empörung gesorgt. Das Blatt zeigte Deschamps, wie er eine Urne mit der Aufschrift „Maman“ wie eine Trophäe in die Höhe reckt, untertitelt mit einer Anspielung auf den WM-Song von 2018. Der Präsident des französischen Fußballverbands, Philippe Diallo, nannte die Zeichnung „respektlos und unanständig“, und auch aus der Politik kam scharfe Kritik. Die FIFA hatte dem Team zudem untersagt, im Norwegen-Spiel mit Trauerflor aufzulaufen. Deschamps selbst winkte ab: Er habe genügend Zeichen der Wertschätzung erhalten, das Tragen einer Armbinde hätte nichts geändert.

Für das Achtelfinale gegen Schweden im MetLife Stadium sieht der Weltmeister von 1998 und 2018 eine Mannschaft, die „nichts zu verlieren hat“. Deschamps hob die offensive Qualität des Gegners hervor, insbesondere das Tempo von Anthony Elanga und die Physis von Viktor Gyökeres und Alexander Isak, die in einer Fünferkette auf Konter lauern dürften. Frankreich muss voraussichtlich auf Marcus Thuram verzichten, der über muskuläre Probleme klagt, während Innenverteidiger William Saliba trotz anhaltender Rückenbeschwerden einsatzbereit ist. „Er ist vielleicht nicht bei hundert Prozent, aber neunundneunzig reichen“, sagte Deschamps über den Abwehrchef, der schon das Norwegen-Spiel verpasst hatte.

Für den Titelfavoriten geht es an diesem Dienstagabend (Ortszeit) um den Einzug ins Viertelfinale, wo der Sieger der Partie zwischen Brasilien und Japan wartet. Schweden, das in der Gruppe hinter den Niederlanden und vor dem Irak Zweiter wurde, will die Rolle des krassen Außenseiters nutzen. Deschamps’ Mannschaft hingegen trägt nicht nur die Last der Favoritenrolle, sondern auch den emotionalen Auftrag, ihrem Trainer in schwerer Zeit einen sportlichen Lichtblick zu verschaffen.

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Kontinentaleuropäische PresseKontinentaleuropäische Presse
Kontinentaleuropäische Presse/ Nordisch
PragmatismusDistanz

Nachdem er zur Beerdigung seiner Mutter nach Hause geflogen war, ist Didier Deschamps wieder zur französischen Mannschaft in die USA gestoßen. Die Spieler wollen ihm mit einer starken Leistung im Achtelfinale gegen Schweden neuen Mut geben. Der Trainer sagt, es gehe ihm gut und er sei auf das K.-o.-Spiel fokussiert.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
EmpörungAlarm

Eine Karikatur von Charlie Hebdo, die Deschamps zeigt, wie er die Urne seiner Mutter wie eine Trophäe in die Höhe hält, hat in Frankreich breite Empörung ausgelöst. Viele werfen dem Satiremagazin vor, eine Grenze überschritten zu haben, indem es die persönliche Trauer des Trainers ins Visier nimmt. Die Kontroverse hat die Vorbereitungen auf das Spiel gegen Schweden überschattet.

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Montag, 29. Juni 2026

Didier Deschamps kehrt nach dem Tod der Mutter zurück – Frankreich vor dem Achtelfinale gegen Schweden

Der französische Nationaltrainer hat die Mannschaft nach einer privaten Tragödie wieder übernommen und bereitet sie auf das K.-o.-Duell mit den skandinavischen Außenseitern vor.

Didier Deschamps stand am Montag in East Rutherford wieder vor der internationalen Presse, keine 72 Stunden nach der Beisetzung seiner Mutter Ginette. Der 57-Jährige war mitten in der Gruppenphase aus den Vereinigten Staaten nach Frankreich geeilt, hatte das letzte Vorrundenspiel gegen Norwegen seinem Assistenten Guy Stéphan überlassen und kehrte erst am vergangenen Wochenende ins Teamquartier nach Boston zurück. „Ich war am Boden zerstört“, sagte Deschamps nun mit ruhiger Stimme, „aber es war für mich und für die Mannschaft notwendig, dass ich heimfliege. Jetzt ist es gut, den Kopf beschäftigt zu halten.“ Die Spieler um Mittelfeldspieler Adrien Rabiot hatten den Verlust als Schock aufgenommen und bekundeten, dem Trainer mit einem erfolgreichen Turnierverlauf „etwas zu schenken, worüber wir uns gemeinsam freuen können“.

Die Équipe Tricolore hatte die Gruppe I ohne Punktverlust und mit zehn Toren dominiert – nur die Niederlande und Deutschland erzielten in der Vorrunde ebenso viele Treffer. Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé sind mit je vier Toren die treffsichersten Angreifer des Turniers, und auch in Abwesenheit des Cheftrainers gelang gegen Norwegen ein ungefährdeter 4:1-Erfolg. Deschamps lobte die physische und mentale Verfassung Mbappés, der mit nun 16 WM-Toren zu Miroslav Klose aufgeschlossen hat und nur noch Lionel Messi vor sich weiß. Zugleich warnte er vor Übermut: „Wir haben den Zähler auf null gestellt. Jetzt beginnt ein zweiter Wettbewerb.“

In Frankreich hatte unterdessen eine Karikatur des Satiremagazins Charlie Hebdo für Empörung gesorgt. Das Blatt zeigte Deschamps, wie er eine Urne mit der Aufschrift „Maman“ wie eine Trophäe in die Höhe reckt, untertitelt mit einer Anspielung auf den WM-Song von 2018. Der Präsident des französischen Fußballverbands, Philippe Diallo, nannte die Zeichnung „respektlos und unanständig“, und auch aus der Politik kam scharfe Kritik. Die FIFA hatte dem Team zudem untersagt, im Norwegen-Spiel mit Trauerflor aufzulaufen. Deschamps selbst winkte ab: Er habe genügend Zeichen der Wertschätzung erhalten, das Tragen einer Armbinde hätte nichts geändert.

Für das Achtelfinale gegen Schweden im MetLife Stadium sieht der Weltmeister von 1998 und 2018 eine Mannschaft, die „nichts zu verlieren hat“. Deschamps hob die offensive Qualität des Gegners hervor, insbesondere das Tempo von Anthony Elanga und die Physis von Viktor Gyökeres und Alexander Isak, die in einer Fünferkette auf Konter lauern dürften. Frankreich muss voraussichtlich auf Marcus Thuram verzichten, der über muskuläre Probleme klagt, während Innenverteidiger William Saliba trotz anhaltender Rückenbeschwerden einsatzbereit ist. „Er ist vielleicht nicht bei hundert Prozent, aber neunundneunzig reichen“, sagte Deschamps über den Abwehrchef, der schon das Norwegen-Spiel verpasst hatte.

Für den Titelfavoriten geht es an diesem Dienstagabend (Ortszeit) um den Einzug ins Viertelfinale, wo der Sieger der Partie zwischen Brasilien und Japan wartet. Schweden, das in der Gruppe hinter den Niederlanden und vor dem Irak Zweiter wurde, will die Rolle des krassen Außenseiters nutzen. Deschamps’ Mannschaft hingegen trägt nicht nur die Last der Favoritenrolle, sondern auch den emotionalen Auftrag, ihrem Trainer in schwerer Zeit einen sportlichen Lichtblick zu verschaffen.

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Nachdem er zur Beerdigung seiner Mutter nach Hause geflogen war, ist Didier Deschamps wieder zur französischen Mannschaft in die USA gestoßen. Die Spieler wollen ihm mit einer starken Leistung im Achtelfinale gegen Schweden neuen Mut geben. Der Trainer sagt, es gehe ihm gut und er sei auf das K.-o.-Spiel fokussiert.

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EmpörungAlarm

Eine Karikatur von Charlie Hebdo, die Deschamps zeigt, wie er die Urne seiner Mutter wie eine Trophäe in die Höhe hält, hat in Frankreich breite Empörung ausgelöst. Viele werfen dem Satiremagazin vor, eine Grenze überschritten zu haben, indem es die persönliche Trauer des Trainers ins Visier nimmt. Die Kontroverse hat die Vorbereitungen auf das Spiel gegen Schweden überschattet.

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