
Der Regisseur, der das Ensemble zum Leuchten brachte: James Burrows gestorben
Mit Serien wie ‚Friends‘ und ‚Cheers‘ prägte er die globale Sitcom-Kultur – nun ist der elffache Emmy-Preisträger im Alter von 85 Jahren friedlich verstorben.
Kurz bevor die erste Folge von „Friends“ gedreht wurde, lud James Burrows die sechs noch weitgehend unbekannten Schauspieler zu einem gemeinsamen Ausflug nach Las Vegas ein. Es war kein PR-Gag, sondern ein Instinkt: Burrows wusste, dass die Chemie zwischen den Darstellern der unsichtbare Motor jeder Komödie ist. In seiner Autobiografie beschrieb er später jenen „sweet spot“, an dem das beste Drehbuch, die beste schauspielerische Leistung und die beste Chemie zusammentreffen – und das haltbarste Lachen erzeugen.
Am 19. Juni starb James Burrows im Alter von 85 Jahren, friedlich und im Kreis seiner Familie, wie diese in einer Erklärung gegenüber dem Magazin „People“ mitteilte. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Burrows hinterlässt seine Ehefrau Debbie, vier Töchter und sieben Enkelkinder. In mehr als fünf Jahrzehnten inszenierte er über tausend Episoden, führte 75 Pilotfolgen zum Erfolg und war an Serien beteiligt, die zu den meistgesehenen Komödien ihrer Zeit zählten.
Burrows, 1940 in Los Angeles als Sohn des Broadway-Autors Abe Burrows geboren, studierte an der Yale School of Drama und begann seine Karriere am Theater. Der Durchbruch im Fernsehen gelang ihm Mitte der 1970er-Jahre mit Episoden für „The Mary Tyler Moore Show“. Gemeinsam mit den Brüdern Glen und Les Charles entwickelte er die Bar-Sitcom „Cheers“, bei der er 243 der 273 Folgen selbst inszenierte. Später führte er bei sämtlichen Episoden von „Will & Grace“ Regie und verantwortete die Pilotfolgen von „The Big Bang Theory“ und „Two and a Half Men“. Die New York Times nannte ihn den „Steven Spielberg der Sitcoms“; elf Emmy-Auszeichnungen und 47 Nominierungen belegen seine Stellung in der Branche.
Seine Serien wurden zu globalen Phänomenen. „Friends“ und „The Big Bang Theory“ erreichten auch im deutschsprachigen Raum ein Millionenpublikum und prägen dort bis heute das Bild amerikanischer Fernsehkomik. Burrows’ Gespür für Timing, Ensembleführung und die leise Menschlichkeit hinter dem Witz machten seine Arbeiten über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg anschlussfähig. Die Familie würdigte ihn in ihrem Nachruf nicht nur als Regisseur, sondern als jemanden, der „die seltene Gabe besaß, jeden um ihn herum besser zu machen“ und sich an den Namen jedes einzelnen Kollegen erinnerte.
Vielleicht ist dieses Detail das sprechendste Vermächtnis: Ein Mann, der in der hektischen Maschinerie der Fernsehproduktion nie vergaß, dass Komödie aus Verbundenheit entsteht – und der selbst den letzten Beleuchter mit Namen grüßte. In einer Industrie, die oft auf schnellen Austausch setzt, blieb Burrows ein Anker der Beständigkeit. Sein Werk lebt in den unzähligen Wiederholungen fort, die noch immer Wohnzimmer auf der ganzen Welt mit Lachen füllen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Tod von James Burrows, Miterfinder von 'Cheers' und Regisseur zahlreicher erfolgreicher Sitcoms, wird als das Ableben einer Fernsehlegende behandelt. Die Berichte betonen seine 11 Emmy-Auszeichnungen, seine Rolle bei der Prägung der amerikanischen Comedy über Jahrzehnte hinweg und die liebevollen Erinnerungen von Kollegen.
Die lateinamerikanische Presse konzentriert sich auf den plötzlichen Tod von James Barker, einem Produzenten von 'Love Island USA', der während der Dreharbeiten auf Fidschi starb. Die Geschichte wird als tragischer Unfall dargestellt, der die Reality-TV-Welt erschüttert hat, mit emotionaler Sprache und einem dringlichen Ton, während der Tod des Sitcom-Regisseurs James Burrows nur am Rande erwähnt wird.
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