
Busunglück in Pakistan: Mindestens 40 Tote nach Sturz in eine Schlucht
Ein überfüllter Reisebus kam in der abgelegenen Bergregion Dana Sar von der Fahrbahn ab und stürzte in eine tiefe Schlucht; die Behörden bestätigen Dutzende Tote und Verletzte.
Im Südwesten Pakistans ist am frühen Freitagmorgen ein voll besetzter Reisebus von einer Fernstraße abgekommen und in eine felsige Schlucht gestürzt. Nach Angaben der Provinzregierung von Belutschistan kamen dabei mindestens 40 Menschen ums Leben, mindestens acht weitere wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich in der schwer zugänglichen Bergregion Dana Sar nahe der Grenze zwischen den Provinzen Belutschistan und Khyber Pakhtunkhwa. Der Bus war auf dem Weg von Quetta nach Peshawar.
Die Rettungsarbeiten gestalteten sich aufgrund des unwegsamen Geländes schwierig. Einsatzkräfte bargen die Verletzten und brachten sie in umliegende Krankenhäuser, darunter das Distriktkrankenhaus in Zhob. Mehrere Quellen berichten, dass der Bus überladen war, weil er zuvor Fahrgäste eines liegengebliebenen anderen Busses aufgenommen hatte. Die genaue Zahl der Insassen ist noch unklar: Während die Provinzregierung von 48 Personen an Bord spricht, nennen andere offizielle Stellen zunächst 36 Reisende plus später zugestiegene Passagiere.
Die Angaben zur Opferzahl variieren in den ersten Stunden nach dem Unglück. Die meisten offiziellen Stellungnahmen aus Belutschistan und von Rettungsdiensten bestätigen 40 Tote und 8 bis 11 Verletzte. Einzelne Meldungen, etwa des britischen Senders BBC, sprachen anfangs von 32 Todesopfern und 16 Verletzten. Die Behörden haben eine Untersuchung zur Unfallursache eingeleitet. Ersten Erkenntnissen zufolge könnte überhöhte Geschwindigkeit oder ein technischer Defekt an der Lenkung zum Kontrollverlust geführt haben.
Schwere Verkehrsunfälle sind in Pakistan keine Seltenheit. Als Gründe gelten mangelhafte Straßenverhältnisse, unzureichende Durchsetzung von Verkehrsregeln und riskante Fahrweisen, insbesondere in Bergregionen. Präsident Asif Ali Zardari und der Ministerpräsident von Belutschistan, Sarfraz Bugti, drückten ihr Beileid aus und ordneten eine bestmögliche medizinische Versorgung der Verletzten an. Die Identifizierung der Todesopfer dauert an.
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