
Argentinien und Spanien erreichen das WM-Finale 2026 – zwei Unbesiegte auf Kollisionskurs
Titelverteidiger Argentinien und Europameister Spanien haben sich nach dramatischen K.-o.-Runden für das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in East Rutherford qualifiziert.
Das Finale der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 steht fest: Am Sonntag, dem 19. Juli, treffen im MetLife Stadium von East Rutherford, New Jersey, Titelverteidiger Argentinien und Europameister Spanien aufeinander. Beide Mannschaften sind im Turnierverlauf ungeschlagen geblieben; Argentinien gewann sämtliche sechs Partien, Spanien blieb nach einem torlosen Auftakt in fünf weiteren Spielen ohne Niederlage. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Kontinentalmeister seit der geplanten, aber aufgrund der Eskalation im Nahen Osten abgesagten Finalissima im März.
Argentiniens Weg ins Endspiel war von spektakulären Aufholjagden geprägt. In der Gruppenphase noch souverän mit drei Siegen und neun Toren gegen Algerien, Österreich und Jordanien, geriet das Team von Lionel Scaloni in der K.-o.-Runde mehrfach in Rückstand. Im Achtelfinale gegen Ägypten lag man bis zur 70. Minute mit 0:2 zurück, ehe drei Tore binnen einer Viertelstunde die Wende brachten. Das Viertelfinale gegen die Schweiz ging nach einer Roten Karte für den Gegner in der 70. Minute in die Verlängerung, in der Argentinien mit 3:1 die Oberhand behielt. Im Halbfinale gegen England drehte die Albiceleste einen 0:1-Rückstand durch späte Treffer von Enzo Fernández (85.) und Lisandro Martínez (90.+2) noch in einen 2:1-Sieg. Lionel Messi, mit 39 Jahren in seinem sechsten WM-Turnier, bereitete beide Tore vor und baute seinen WM-Torrekord auf 21 Treffer aus, acht davon erzielte er im laufenden Wettbewerb.
Spanien präsentierte sich als defensiv stabilstes Team des Turniers. Nach einem torlosen Remis gegen den Debütanten Kap Verde zum Auftakt ließ die Mannschaft von Luis de la Fuente in den folgenden fünf Partien nur einen einzigen Gegentreffer zu – beim 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien. In der Gruppenphase folgten ein 4:0 gegen Saudi-Arabien und ein 1:0 gegen Uruguay. Das Achtelfinale gegen Österreich endete 3:0. Die K.-o.-Spiele gegen Portugal und Frankreich entschied Spanien jeweils mit später Präzision: Im Achtelfinale traf Mikel Merino in der Nachspielzeit zum 1:0, im Halbfinale gegen den hoch gehandelten Mitfavoriten Frankreich sorgten Mikel Oyarzabal und Pedro Porro für einen 2:0-Erfolg. Der 19-jährige Lamine Yamal, der als Kleinkind einst mit Messi fotografiert wurde, avancierte zur prägenden Figur auf dem Flügel und könnte als dritter Teenager nach Pelé und Giuseppe Bergomi ein WM-Finale bestreiten.
Aus europäischer Perspektive steht Spanien vor der Chance auf den zweiten WM-Titel nach 2010, während Argentinien als erster Titelverteidiger der Moderne in zwei aufeinanderfolgende Endspiele einzieht. Die südamerikanischen Beobachter verweisen auf die mentale Widerstandsfähigkeit einer Mannschaft, die in vier K.-o.-Spielen viermal einen Rückstand drehte. In Spanien wiederum wird die taktische Disziplin hervorgehoben, mit der das Team um Mittelfeldstratege Rodri selbst offensive Schwergewichte wie Frankreich weitgehend neutralisierte.
Das Finale in New Jersey ist der sportliche Schlusspunkt eines auf 48 Teams erweiterten Turniers, das am 11. Juni begann. Mit dem Duell der beiden ungeschlagenen Kontinentalmeister endet eine WM, die in der K.-o.-Phase von zahlreichen späten Entscheidungen und Verlängerungen geprägt war. Der Anpfiff erfolgt am Sonntag um 17:00 Uhr Ortszeit.
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Die Geschichte fordert ihre Unterschrift; Argentinien und Spanien haben sich ihren Platz durch unermüdlichen Kampf verdient, und der Sieger wird ein rechtmäßiger Champion sein.
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Argentiniens Weg ins Finale war relativ reibungslos, traf nur auf ein Top-10-Team, während Spaniens Reise turbulenter war, einschließlich eines Unentschiedens gegen den Debütanten Kap Verde.
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