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SportDonnerstag, 25. Juni 2026

Aprilia schmiedet italienisches Duo: Bagnaia unterschreibt bis 2030

Der Wechsel des zweifachen Weltmeisters zu Aprilia ab 2027 ist ein langfristiges Bekenntnis – und wirft Fragen zur Zukunft von Jorge Martin auf.

Die MotoGP erlebt einen Transfer von seltener Verbindlichkeit: Francesco Bagnaia hat bei Aprilia Racing einen Vertrag über vier Jahre unterzeichnet und wird ab der Saison 2027 an der Seite von Marco Bezzecchi eine rein italienische Fahrerpaarung bilden. Die Bekanntgabe am Donnerstag in Assen beendet wochenlange Spekulationen und verleiht dem Werk aus Noale eine stabile Achse für die technische Revolution, die 2027 mit den neuen 850-ccm-Motoren beginnt. Bagnaia, der mit Ducati 2022 und 2023 den Titel in der Königsklasse holte, verlässt Borgo Panigale nach acht Jahren und 41 Siegen – nur Giacomo Agostini und Valentino Rossi haben als Italiener mehr Rennen in der Premier Class gewonnen.

Der Entschluss reifte früh. Schon nach dem letzten Vorsaisontest in Buriram stand für den Turiner fest, dass er die Marke wechseln würde, doch Vertragsverhandlungen zwischen Herstellern und MotoGP-Rechteinhabern verzögerten die offizielle Bestätigung. Bei Ducati hatte sich das Klima verändert: Die Ankunft von Marc Márquez und die schwierige Abstimmung der GP25 drückten Bagnaia 2025 auf Rang fünf der Gesamtwertung. Als sich abzeichnete, dass Pedro Acosta als künftiger Teamkollege von Márquez gehandelt wurde, wählte Bagnaia den Weg zu Aprilia – auch, weil das Werk unter der Führung von Massimo Rivola derzeit die Fahrer-, Team- und Markenwertung anführt und Bezzecchi die WM-Tabelle dominiert.

Aus italienischer Perspektive ist der Coup mehr als eine sportliche Entscheidung. Rivola, CEO von Aprilia Racing, stellte den Transfer in eine Reihe mit den jüngsten Erfolgen Kimi Antonellis in der Formel 1, Jannik Sinners im Tennis und Federica Brignones bei den Olympischen Winterspielen 2026. „Die Ankunft Bagnaias ist eine Bestätigung des Werts des italienischen Sports“, sagte Rivola und betonte, dass man dem zweifachen Champion eine warme Willkommenskultur bereiten werde – „aber zuerst werden wir versuchen, ihn zu schlagen“. Indonesische Medien wie Okezone und Tribunnews heben unterdessen die ungewöhnliche Vertragsdauer hervor: Vier Jahre sind in der modernen MotoGP selbst für Spitzenfahrer eine Seltenheit; Márquez und Acosta banden sich lediglich für zwei Saisons an Ducati.

Die Kehrseite des Deals trifft Jorge Martin. Aprilia verkündete Bagnaias Verpflichtung, ohne zuvor die Trennung vom amtierenden Weltmeister offiziell zu machen. Martin, der 2026 noch für Noale fährt, reagierte gelassen: „Ich freue mich für Pecco, er ist ein großartiger Fahrer. Über meine Zukunft weiß ich nichts – das liegt außerhalb meiner Kontrolle.“ Sein Fokus gelte allein der laufenden Saison, in der er noch nicht das gewünschte Gefühl zum Motorrad gefunden habe. Ducati wiederum hat die Lücke bereits geschlossen und Acosta als neuen Teamkollegen von Márquez präsentiert.

Für Aprilia beginnt nun ein Balanceakt: Im Hier und Jetzt will man mit Bezzecchi und Martin die Titel 2026 gewinnen, während parallel die Weichen für die neue Ära gestellt werden. Bagnaias Erfahrung aus der Entwicklung der siegreichen Desmosedici soll helfen, die RS-GP für das neue Reglement zu schärfen. Die nächste konkrete sportliche Konsequenz ist die Fortsetzung der laufenden Saison in Assen, wo Martin die Chance hat, seine Position zu festigen – und Aprilia beweisen muss, dass der Blick in die Zukunft die Gegenwart nicht trübt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 4 Sprachen

41%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Südostasiatische PresseKontinentaleuropäische Presse
Südostasiatische Presse
DringlichkeitSkepsisPragmatismus

Aprilia hat Francesco Bagnaia offiziell mit einem langfristigen Vertrag verpflichtet und bildet nun ein rein italienisches Fahrerduo mit Marco Bezzecchi. Die Bekanntgabe lässt die Zukunft von Jorge Martin ungewiss, da keine Abschiedsmeldung erfolgte. Der Schritt unterstreicht Aprilias Ambitionen für die neue MotoGP-Ära.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
TriumphPragmatismus

Aprilia Racing wird ab 2027 ein rein italienisches Team an den Start bringen, wenn Pecco Bagnaia mit einem Vierjahresvertrag zu Marco Bezzecchi stößt. Die Führungsetage zeigte sich stolz, zwei italienische Champions zu vereinen, und wertete dies als Bestätigung des italienischen Sportwerts. Der Schritt erfolgt vor einer technischen Revolution mit neuen 850cc-Motoren.

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Donnerstag, 25. Juni 2026

Aprilia schmiedet italienisches Duo: Bagnaia unterschreibt bis 2030

Der Wechsel des zweifachen Weltmeisters zu Aprilia ab 2027 ist ein langfristiges Bekenntnis – und wirft Fragen zur Zukunft von Jorge Martin auf.

Die MotoGP erlebt einen Transfer von seltener Verbindlichkeit: Francesco Bagnaia hat bei Aprilia Racing einen Vertrag über vier Jahre unterzeichnet und wird ab der Saison 2027 an der Seite von Marco Bezzecchi eine rein italienische Fahrerpaarung bilden. Die Bekanntgabe am Donnerstag in Assen beendet wochenlange Spekulationen und verleiht dem Werk aus Noale eine stabile Achse für die technische Revolution, die 2027 mit den neuen 850-ccm-Motoren beginnt. Bagnaia, der mit Ducati 2022 und 2023 den Titel in der Königsklasse holte, verlässt Borgo Panigale nach acht Jahren und 41 Siegen – nur Giacomo Agostini und Valentino Rossi haben als Italiener mehr Rennen in der Premier Class gewonnen.

Der Entschluss reifte früh. Schon nach dem letzten Vorsaisontest in Buriram stand für den Turiner fest, dass er die Marke wechseln würde, doch Vertragsverhandlungen zwischen Herstellern und MotoGP-Rechteinhabern verzögerten die offizielle Bestätigung. Bei Ducati hatte sich das Klima verändert: Die Ankunft von Marc Márquez und die schwierige Abstimmung der GP25 drückten Bagnaia 2025 auf Rang fünf der Gesamtwertung. Als sich abzeichnete, dass Pedro Acosta als künftiger Teamkollege von Márquez gehandelt wurde, wählte Bagnaia den Weg zu Aprilia – auch, weil das Werk unter der Führung von Massimo Rivola derzeit die Fahrer-, Team- und Markenwertung anführt und Bezzecchi die WM-Tabelle dominiert.

Aus italienischer Perspektive ist der Coup mehr als eine sportliche Entscheidung. Rivola, CEO von Aprilia Racing, stellte den Transfer in eine Reihe mit den jüngsten Erfolgen Kimi Antonellis in der Formel 1, Jannik Sinners im Tennis und Federica Brignones bei den Olympischen Winterspielen 2026. „Die Ankunft Bagnaias ist eine Bestätigung des Werts des italienischen Sports“, sagte Rivola und betonte, dass man dem zweifachen Champion eine warme Willkommenskultur bereiten werde – „aber zuerst werden wir versuchen, ihn zu schlagen“. Indonesische Medien wie Okezone und Tribunnews heben unterdessen die ungewöhnliche Vertragsdauer hervor: Vier Jahre sind in der modernen MotoGP selbst für Spitzenfahrer eine Seltenheit; Márquez und Acosta banden sich lediglich für zwei Saisons an Ducati.

Die Kehrseite des Deals trifft Jorge Martin. Aprilia verkündete Bagnaias Verpflichtung, ohne zuvor die Trennung vom amtierenden Weltmeister offiziell zu machen. Martin, der 2026 noch für Noale fährt, reagierte gelassen: „Ich freue mich für Pecco, er ist ein großartiger Fahrer. Über meine Zukunft weiß ich nichts – das liegt außerhalb meiner Kontrolle.“ Sein Fokus gelte allein der laufenden Saison, in der er noch nicht das gewünschte Gefühl zum Motorrad gefunden habe. Ducati wiederum hat die Lücke bereits geschlossen und Acosta als neuen Teamkollegen von Márquez präsentiert.

Für Aprilia beginnt nun ein Balanceakt: Im Hier und Jetzt will man mit Bezzecchi und Martin die Titel 2026 gewinnen, während parallel die Weichen für die neue Ära gestellt werden. Bagnaias Erfahrung aus der Entwicklung der siegreichen Desmosedici soll helfen, die RS-GP für das neue Reglement zu schärfen. Die nächste konkrete sportliche Konsequenz ist die Fortsetzung der laufenden Saison in Assen, wo Martin die Chance hat, seine Position zu festigen – und Aprilia beweisen muss, dass der Blick in die Zukunft die Gegenwart nicht trübt.

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Südostasiatische PresseKontinentaleuropäische Presse
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Aprilia hat Francesco Bagnaia offiziell mit einem langfristigen Vertrag verpflichtet und bildet nun ein rein italienisches Fahrerduo mit Marco Bezzecchi. Die Bekanntgabe lässt die Zukunft von Jorge Martin ungewiss, da keine Abschiedsmeldung erfolgte. Der Schritt unterstreicht Aprilias Ambitionen für die neue MotoGP-Ära.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
TriumphPragmatismus

Aprilia Racing wird ab 2027 ein rein italienisches Team an den Start bringen, wenn Pecco Bagnaia mit einem Vierjahresvertrag zu Marco Bezzecchi stößt. Die Führungsetage zeigte sich stolz, zwei italienische Champions zu vereinen, und wertete dies als Bestätigung des italienischen Sportwerts. Der Schritt erfolgt vor einer technischen Revolution mit neuen 850cc-Motoren.

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