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Kriminalität & KatastrophenDienstag, 30. Juni 2026

Ermittlungen gegen Inters Bastoni wegen Verdachts auf Kinderprostitution

Der 27-jährige Verteidiger soll 2020 eine 17-Jährige für Sex bezahlt haben; die junge Frau bestreitet dies, Bastonis Anwalt weist die Vorwürfe zurück.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Alessandro Bastoni, Verteidiger von Inter Mailand und der italienischen Nationalmannschaft, wegen des Verdachts der Kinderprostitution. Der 27-Jährige soll im Juli 2020 eine damals 17-jährige Frau für sexuelle Handlungen bezahlt haben. Bastoni wurde für Freitag zur Vernehmung vorgeladen.

Die Ermittlungen sind Teil eines größeren Verfahrens gegen die Eventagentur „Ma.De“ aus Cinisello Balsamo, die verdächtigt wird, gegen Bezahlung Treffen zwischen Escort-Damen und wohlhabenden Kunden, darunter Fußballprofis, arrangiert zu haben. Laut italienischen Medienberichten soll ein Mitarbeiter der Agentur Bastoni in Chat-Nachrichten mitgeteilt haben, die Minderjährige wolle mit ihm schlafen. Der Spieler habe nach einem diskreten Ort gefragt, woraufhin der PR-Mann geantwortet habe: „Zur Not nimmst du sie mit nach Hause.“ Die junge Frau verbrachte die Nacht in Bastonis Wohnung, wie sie selbst bestätigte.

Die 17-Jährige hat als Zeugin ausgesagt, sie habe keinen Geschlechtsverkehr mit Bastoni gehabt und kein Geld erhalten. Sie sei keine Prostituierte. Bastonis Anwalt Salvatore Scuto erklärte, sein Mandant habe „kategorisch ausgeschlossen, jemals bezahlte sexuelle Beziehungen gehabt zu haben, schon gar nicht mit Minderjährigen“. Die Ermittler müssen nun klären, ob es tatsächlich zu einem entgeltlichen sexuellen Kontakt kam. Die Chat-Verläufe deuten auf eine entsprechende Absicht hin, doch die Aussagen beider Beteiligten widersprechen dem Tatvorwurf.

Neben Bastoni wurden drei weitere Fußballspieler – Daniel Maldini, Riccardo Calafiori und Kevin Bonifazi – von der Finanzpolizei als Zeugen vernommen. Sie sind nicht beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Agentur systematisch Minderjährige vermittelte. Bastonis Vernehmung steht unmittelbar bevor; bislang wurde keine Anklage erhoben. Die Ermittlungen dauern an.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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26%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Kontinentaleuropäische PresseLateinamerikanische Presse
Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
DistanzPragmatismus

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat Alessandro Bastoni im Rahmen von Ermittlungen gegen eine Eventagentur wegen Prostitution Minderjähriger ins Register der Beschuldigten aufgenommen. Der Verteidiger erhielt eine Vorladung, und der Fall wird in technisch-juristischer Sprache ohne Vorverurteilung geschildert. Das betroffene Mädchen, damals siebzehn, wurde offenbar als Zeugin vernommen und bestritt jeden Zwang.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
EmpörungAlarm

Der Skandal um Rotlicht-Partys mit Elite-Fußballern erfasst nun Alessandro Bastoni, gegen den wegen Prostitution Minderjähriger ermittelt wird. Die Untersuchung bringt eine Welt von All-inclusive-Nächten mit Drogen und Bezahlsex wieder ans Licht und wirft einen Schatten auf den italienischen Fußball. Der Ton ist von moralischem Alarm und Empörung über den Verfall des Systems geprägt.

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Dienstag, 30. Juni 2026

Ermittlungen gegen Inters Bastoni wegen Verdachts auf Kinderprostitution

Der 27-jährige Verteidiger soll 2020 eine 17-Jährige für Sex bezahlt haben; die junge Frau bestreitet dies, Bastonis Anwalt weist die Vorwürfe zurück.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Alessandro Bastoni, Verteidiger von Inter Mailand und der italienischen Nationalmannschaft, wegen des Verdachts der Kinderprostitution. Der 27-Jährige soll im Juli 2020 eine damals 17-jährige Frau für sexuelle Handlungen bezahlt haben. Bastoni wurde für Freitag zur Vernehmung vorgeladen.

Die Ermittlungen sind Teil eines größeren Verfahrens gegen die Eventagentur „Ma.De“ aus Cinisello Balsamo, die verdächtigt wird, gegen Bezahlung Treffen zwischen Escort-Damen und wohlhabenden Kunden, darunter Fußballprofis, arrangiert zu haben. Laut italienischen Medienberichten soll ein Mitarbeiter der Agentur Bastoni in Chat-Nachrichten mitgeteilt haben, die Minderjährige wolle mit ihm schlafen. Der Spieler habe nach einem diskreten Ort gefragt, woraufhin der PR-Mann geantwortet habe: „Zur Not nimmst du sie mit nach Hause.“ Die junge Frau verbrachte die Nacht in Bastonis Wohnung, wie sie selbst bestätigte.

Die 17-Jährige hat als Zeugin ausgesagt, sie habe keinen Geschlechtsverkehr mit Bastoni gehabt und kein Geld erhalten. Sie sei keine Prostituierte. Bastonis Anwalt Salvatore Scuto erklärte, sein Mandant habe „kategorisch ausgeschlossen, jemals bezahlte sexuelle Beziehungen gehabt zu haben, schon gar nicht mit Minderjährigen“. Die Ermittler müssen nun klären, ob es tatsächlich zu einem entgeltlichen sexuellen Kontakt kam. Die Chat-Verläufe deuten auf eine entsprechende Absicht hin, doch die Aussagen beider Beteiligten widersprechen dem Tatvorwurf.

Neben Bastoni wurden drei weitere Fußballspieler – Daniel Maldini, Riccardo Calafiori und Kevin Bonifazi – von der Finanzpolizei als Zeugen vernommen. Sie sind nicht beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Agentur systematisch Minderjährige vermittelte. Bastonis Vernehmung steht unmittelbar bevor; bislang wurde keine Anklage erhoben. Die Ermittlungen dauern an.

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Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat Alessandro Bastoni im Rahmen von Ermittlungen gegen eine Eventagentur wegen Prostitution Minderjähriger ins Register der Beschuldigten aufgenommen. Der Verteidiger erhielt eine Vorladung, und der Fall wird in technisch-juristischer Sprache ohne Vorverurteilung geschildert. Das betroffene Mädchen, damals siebzehn, wurde offenbar als Zeugin vernommen und bestritt jeden Zwang.

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Der Skandal um Rotlicht-Partys mit Elite-Fußballern erfasst nun Alessandro Bastoni, gegen den wegen Prostitution Minderjähriger ermittelt wird. Die Untersuchung bringt eine Welt von All-inclusive-Nächten mit Drogen und Bezahlsex wieder ans Licht und wirft einen Schatten auf den italienischen Fußball. Der Ton ist von moralischem Alarm und Empörung über den Verfall des Systems geprägt.

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