
Visum erteilt: Ex-Weltmeister Capdevila reist nach öffentlichem Appell an Trump ins WM-Finale
Nach einer direkten Bitte auf X an den US-Präsidenten und prominenter Fürsprache erhielt Joan Capdevila kurzfristig die Einreiseerlaubnis und machte sich mit Marcos Senna auf den Weg zum Endspiel Spanien gegen Argentinien.
Joan Capdevila und Marcos Senna, zwei Säulen der spanischen goldenen Generation, sind am Sonntagmorgen an Bord eines Flugzeugs nach New York gestiegen. Ein von der spanischen Vereinigung internationaler Sportler verbreitetes Foto zeigt den Weltmeister von 2010 und den Europameister von 2008 auf dem Rollfeld. „Rumbo a la segunda estrella“ – auf dem Weg zum zweiten Stern – lautet die Bildunterschrift. Wenige Stunden vor dem Anpfiff des WM-Finales gegen Argentinien überwanden sie damit eine unerwartete administrative Hürde.
Noch am Freitag hatte Capdevila auf der Plattform X öffentlich an Präsident Donald Trump appelliert. Seine elektronische Reisegenehmigung ESTA war abgelehnt worden, wodurch ihm und seinen Kindern die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt blieb. „Ich brauche Hilfe, Donald Trump“, schrieb der ehemalige Linksverteidiger und schilderte seine Enttäuschung, das Finale mit den einstigen Teamkollegen nicht erleben zu können. Die Bitte verbreitete sich rasch in den sozialen Medien und erreichte prominente Fürsprecher wie den spanischen Starkoch José Andrés, der sich mit einem ähnlichen Appell direkt an Trump, Außenminister Marco Rubio und den Weltverband FIFA wandte.
Als wahrscheinlicher Grund für die Verweigerung gilt Capdevilas Teilnahme an einem Schaukampf in Teheran im Jahr 2016. Gemeinsam mit weiteren Stars der Primera División, darunter auch Senna, Fernando Morientes und David Albelda, trat er in einem Legenden-Match gegen iranische All-Stars an. Reisen in den Iran führen im elektronischen Genehmigungssystem der USA zu einer obligatorischen Einzelfallprüfung, was die ESTA-automatische Erteilung blockierte. Die Episode verdeutlicht, wie sportliche Verpflichtungen vergangener Jahre unerwartete bürokratische Folgen nach sich ziehen können.
Capdevila, 48, absolvierte bei der WM 2010 in Südafrika jede Spielminute und war als Linksverteidiger eine feste Größe der Mannschaft, die im Finale die Niederlande durch das Tor von Andrés Iniesta in der Verlängerung bezwang. Gemeinsam mit dem in Brasilien geborenen Senna, der den Großteil seiner Karriere beim FC Villarreal verbrachte, gehörte er auch zum Kader, der bei der Europameisterschaft 2008 unter Luis Aragonés triumphierte. Beide sind eingeladene Gäste des spanischen Fußballverbands, der die Weltmeistermannschaft von damals anlässlich des ersten Finaleinzugs seit 16 Jahren zusammengerufen hat.
Spanien trifft an diesem Sonntagabend im MetLife Stadium in New Jersey auf Titelverteidiger Argentinien um Lionel Messi. Für Capdevila und Senna beginnt der Tag mit einem persönlichen Erfolg abseits des Rasens, bevor ihre Nachfolger versuchen, den zweiten Stern auf dem Trikot zu sichern.
| Israelische Presse | 0.00 | neutral |
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| Iranische & verwandte Presse | 0.00 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.30 | aligned |
Capdevila directly appeals to Trump to overcome a bureaucratic hurdle tied to a match in Iran.
Personification of the state: President Trump is presented as the personal interlocutor who resolves the case.
The world champion resolves the visa problem and leaves for New York.
Selective omission: the cause of the initial denial (match in Iran) is kept silent, avoiding drawing attention to a sensitive event.
The reference to the exhibition match in Iran as the reason for the initial denial.
Joan Capdevila, after resolving the visa issue, joins his friends for the final.
Universalization: the story is told as a happy ending for a beloved champion, minimizing Trump's role in the solution.
The direct role of Donald Trump in unblocking the visa is not mentioned.
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