
Acht Männer wegen geplanten Drohnen- und Scharfschützenangriffs auf UFC-Veranstaltung im Weißen Haus angeklagt
Die US-Justiz wirft den Beschuldigten vor, einen Anschlag mit Sprengstoffdrohnen und Schüssen auf fliehende Besucher geplant zu haben, um die Regierung zu destabilisieren.
Ein Bundesgeschworenengericht im US-Bundesstaat Ohio hat am 9. Juli Anklage gegen acht Männer erhoben, denen vorgeworfen wird, einen koordinierten Angriff auf die Kampfsportveranstaltung „UFC Freedom 250“ am 14. Juni auf dem Gelände des Weißen Hauses vorbereitet zu haben. Die Anklageschrift, die zuvor in verschiedenen Gerichtsbezirken eingereichte Strafanzeigen zusammenführt, umfasst zwei getrennte Verschwörungstatbestände: die Bereitstellung materieller Unterstützung für Terroristen sowie die Verabredung zum Mord auf Bundesgelände und an einem Regierungsvertreter. Nach Darstellung des US-Justizministeriums zielte der Plan darauf ab, Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance, den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, den Unternehmer Elon Musk sowie weitere hochrangige Anwesende zu töten.
Den Ermittlungsakten zufolge begannen die Vorbereitungen im Mai. Die Gruppe soll Geld, Schusswaffen, Munition, Schutzwesten, Sprengstoff, Drohnen, medizinische Ausrüstung und Kommunikationsmittel beschafft haben. Über Plattformen wie Signal, Discord und Instagram wurde ein abgestuftes Beteiligungssystem entwickelt, bei dem sogenannte „Tier-1“-Mitglieder die unmittelbare Ausführung und das Risiko der Strafverfolgung übernahmen. Einer der Beschuldigten gab gegenüber Ermittlern an, mit Sprengstoff beladene Drohnen in die Veranstaltung steuern und anschließend auf fliehende Zuschauer schießen zu wollen. Aus Sicht der Strafverfolgungsbehörden vertraten die Männer konspirative Randtheorien und erhofften sich von der Attacke eine Destabilisierung der Bundesregierung.
Die Vereitelung des Vorhabens geht nach Behördenangaben auf einen Hinweis der Mutter eines der Beschuldigten zurück, die am 10. Juni – vier Tage vor der Veranstaltung – die Polizei über die Anhäufung von Waffen und verdächtige Online-Kontakte ihres Sohnes informierte. In der Folge nahm das FBI am Wochenende des Events fünf Verdächtige in Missouri, Nebraska und Kalifornien fest, eine Woche später zwei weitere in Washington und Missouri. Der achte Beschuldigte, ein 21-Jähriger aus West Virginia, dem die Rolle eines Scharfschützen zugeschrieben wird, wurde in dieser Woche in Gewahrsam genommen. Die Veranstaltung selbst, die anlässlich des 80. Geburtstags von Donald Trump und des 250. Jahrestags der US-Unabhängigkeit stattfand, verlief ohne Zwischenfälle.
Die Anklageerhebung vor dem Bundesgericht in Columbus bündelt das Verfahren und ersetzt die zunächst in verschiedenen Distrikten erhobenen Vorwürfe. Für die Unterstützung von Terroristen drohen bis zu 15 Jahre Haft, für die Mordverschwörung lebenslange Freiheitsstrafe. Die Verteidiger einiger Beschuldigter kündigten an, auf nicht schuldig plädieren zu wollen, und verwiesen auf das jugendliche Alter des jüngsten Angeklagten. Das Verfahren befindet sich in einem frühen Stadium; mit einer Terminierung der Hauptverhandlung ist in den kommenden Monaten zu rechnen.
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