
Trump räumt US-Raketenangriff auf iranische Schule ein, schließt aber personelle Konsequenzen aus
Am Rande des G7-Gipfels in Évian-les-Bains erklärte der amerikanische Präsident, Fehler seien im Krieg unvermeidlich – die Untersuchung zu dem Angriff mit über 175 Toten dauert an.
Mit einer Mischung aus Eingeständnis und Abwehr hat US-Präsident Donald Trump erstmals indirekt bestätigt, dass amerikanische Raketen am 28. Februar eine Mädchenschule in Minab im Süden Irans getroffen haben. „Mistakes are made. War is nasty“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian-les-Bains. Zugleich betonte er, niemand habe die Schule absichtlich angegriffen, und lehnte es ab, personelle Konsequenzen in Betracht zu ziehen. Die Bemerkungen markieren eine deutliche Kehrtwende: Unmittelbar nach dem Vorfall hatte Trump die Verantwortung noch dem iranischen Regime zugeschrieben.
Der Angriff ereignete sich am ersten Tag des bewaffneten Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran. Nach offiziellen iranischen Angaben kamen dabei mehr als 175 Kinder und Lehrkräfte ums Leben. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen bislang nicht. Die interne Voruntersuchung des US-Militärs, über die Reuters zuerst berichtete, deutet jedoch darauf hin, dass amerikanische Streitkräfte den Einschlag verursacht haben dürften. Admiral Brad Cooper, Kommandeur des US-Zentralkommandos, erklärte später vor dem Kongress, die Untersuchung sei „komplex“, weil sich die Schule auf einem aktiven iranischen Marschflugkörper-Stützpunkt befunden habe. Das Pentagon hat die Ermittlungen inzwischen hochgestuft, aber noch keine offiziellen Ergebnisse vorgelegt.
Aus Washingtoner Sicht folgt Trumps zurückhaltende Linie dem Muster, operative Fehler einzuräumen, ohne die Befehlskette zu belasten. Der Präsident verwies darauf, dass auch Tausende iranische Soldaten und Zivilisten durch die Kriegshandlungen ums Leben gekommen seien, und stellte die Frage nach individueller Verantwortlichkeit als „seltsam“ dar. In Teheran hingegen wird der Angriff als Beleg für die Rücksichtslosigkeit der US-geführten Koalition gewertet; staatliche Medien sprechen von einem „versehentlichen“, aber verheerenden Schlag. Europäische Hauptstädte, darunter Berlin, Wien und Bern, verfolgen den Fall mit wachsender Besorgnis. Für Deutschland als G7-Mitglied und engen Nato-Partner der USA wirft der Vorfall grundsätzliche Fragen zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf – insbesondere zum Schutz ziviler Objekte in bewaffneten Konflikten.
Die laufende Untersuchung wird nach Einschätzung von Beobachtern in Brüssel und Genf zum Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Selbstverpflichtung auf rechtsstaatliche Standards. Sollte das Pentagon zu dem Schluss kommen, dass eigene Kräfte trotz der Nähe zu militärischer Infrastruktur gegen das Unterscheidungsgebot verstoßen haben, stiege der Druck auf Verbündete, auf eine transparente Aufarbeitung und angemessene Wiedergutmachung zu drängen. Trumps Äußerungen deuten jedoch darauf hin, dass das Weiße Haus weder öffentliche Schuldeingeständnisse noch Disziplinarmaßnahmen anstrebt. Damit bleibt die Gefahr bestehen, dass der Angriff auf die Schule in Minab als weiteres Beispiel für die Erosion kriegsrechtlicher Normen in asymmetrischen Konflikten in die Geschichte eingeht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trump räumte schließlich die US-Verantwortung für den tödlichen Luftangriff auf eine iranische Mädchenschule ein, tat ihn jedoch als Fehler ab und schloss Konsequenzen aus. Die Untersuchung zieht sich seit über hundert Tagen hin, und seine beiläufige Bemerkung 'Fehler passieren' verrät einen Mangel an Ernsthaftigkeit gegenüber zivilen Opfern.
Trump gab zu, dass amerikanische Raketen eine Schule im Iran getroffen und bis zu 175 Menschen getötet haben, wies jedoch die Verantwortung mit dem Hinweis zurück, dass im Krieg Fehler passieren. Die Angaben des iranischen Regimes bleiben unbestätigt, doch das Eingeständnis selbst markiert eine Wende. Skepsis richtet sich gegen alle Seiten.
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