
Trump lobt Nigerias Anti-Terror-Kampf und bekräftigt militärische Zusammenarbeit
Ein Schreiben des US-Präsidenten an Bola Tinubu würdigt den Einsatz gegen Gewalt an Christen und unterstreicht die vertiefte Sicherheitspartnerschaft beider Länder.
Die nigerianische Präsidentschaft hat am Mittwoch ein Schreiben von US-Präsident Donald Trump an Staatschef Bola Tinubu veröffentlicht, in dem Trump die „entschlossene Führung“ im Kampf gegen Terrorismus und insbesondere gegen Gewalt an christlichen Gemeinschaften würdigt. Das auf den 6. Juli 2026 datierte Schreiben bestätigt erstmals öffentlich die Entsendung von Spezialkräften der US Navy SEAL Team 6 zur Ausbildung nigerianischer Streitkräfte und verweist auf eine gemeinsame Verteidigungs-Roadmap für 2026.
Aus Washingtoner Sicht markiert der Brief eine deutliche Kurskorrektur. Noch im November 2025 hatte Trump der nigerianischen Regierung vorgeworfen, Christen nicht ausreichend vor dschihadistischer Gewalt zu schützen, und mit der Kürzung von Hilfsgeldern sowie möglichen Militärmaßnahmen gedroht. Nun betont das Weiße Haus die gemeinsame Verantwortung im Kampf gegen Terrorismus und stellt die bilaterale Kooperation als robusten Rahmen dar, der durch die im November 2025 eingerichtete gemeinsame Arbeitsgruppe der Nationalen Sicherheitsberater und die darauf aufbauende Roadmap gefestigt wurde.
Die nigerianische Führung wertet das Schreiben als Beleg für den Erfolg der vertieften Sicherheitspartnerschaft. Der Kommunikationsberater des Präsidenten, Daniel Bwala, erklärte, die Anerkennung spiegele konkrete Fortschritte wider – darunter die Tötung des ISWAP-Stellvertreters Abu-Bilal al-Minuki bei einer gemeinsamen Operation im Tschadseegebiet am 16. Mai 2026. Bwala zufolge halten sich weiterhin US-Soldaten zu Ausbildungszwecken im Land auf; Geheimdienstaustausch und gemeinsame Einsätze würden fortgesetzt. Die Regierung in Abuja hatte bereits im vergangenen Jahr Vorwürfe einseitiger Vernachlässigung von Christen zurückgewiesen und betont, die Unsicherheit betreffe Bürger aller Glaubensrichtungen.
Die Veröffentlichung des Briefes fällt in eine Phase intensivierter diplomatischer Kontakte: Erst in der Vorwoche besuchte die US-Staatssekretärin für Afrika, Frank Garcia, Abuja und sicherte eine Ausweitung der Sicherheitskooperation zu. Die gemeinsame Roadmap sieht Ausbildung, Geheimdienstaustausch und abgestimmte Militäroperationen vor. Über konkrete nächste Schritte ist öffentlich nichts bekannt; die nigerianische Präsidentschaft spricht von fortlaufenden Gesprächen während Trumps Amtszeit.
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Die nigerianische Präsidentschaft betrachtet Trumps Brief als Bestätigung ihrer Führung und der vertieften Sicherheitspartnerschaft, wobei sie die Entsendung von US-Spezialkräften hervorhebt.
Die nigerianische Präsidentschaft stellt den Brief als direktes Ergebnis von Tinubus entschlossenen Maßnahmen dar, wobei sie frühere US-Drohungen herunterspielt und den Einsatz von Elitekräften hervorhebt.
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Der Bericht hebt die Volatilität der US-Politik hervor, indem er die früheren Drohungen mit dem jetzigen Lob kontrastiert und impliziert, dass die Änderung opportunistisch ist.
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