
Trump droht Iran mit Zerstörung von Brücken und Kraftwerken bei Angriffen im Persischen Golf
Die USA kündigen Vergeltungsschläge gegen zivile Infrastruktur im Iran an, während die Spannungen im Nahen Osten die globalen Energiemärkte erschüttern und die Ölpreise auf Sechswochenhochs treiben.
Präsident Donald Trump hat in einer auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichten Erklärung angekündigt, die Vereinigten Staaten würden fortan bei jedem iranischen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran bombardieren und zerstören – einschließlich solcher in der Nähe oder innerhalb der Hauptstadt Teheran. Die Drohung erfolgte inmitten der elften aufeinanderfolgenden Nacht amerikanischer Luftschläge gegen iranische Stellungen und einer Serie von Vergeltungsangriffen Teherans auf Ziele in der Region. Als unmittelbare Folge der Eskalation stieg der Preis für die Nordseesorte Brent auf über 95 US-Dollar je Barrel und erreichte damit den höchsten Stand seit sechs Wochen.
Aus Washingtoner Sicht zielen die Militäroperationen darauf ab, die Freiheit der Schifffahrt in der strategisch bedeutsamen Wasserstraße zu sichern und einen Präzedenzfall zu verhindern, bei dem ein Staat eine internationale Handelsroute kontrolliert und Abgaben erhebt. Außenminister Marco Rubio betonte, die USA blieben zu Verhandlungen bereit, doch Teheran zeige daran kein ernsthaftes Interesse. Trump selbst erklärte, der Iran sei noch nicht „bereit“ für ein Abkommen. Teheran wiederum bekräftigte seine Verteidigungsdoktrin „Auge um Auge“ und warnte, jeder Angriff auf die eigene Infrastruktur werde Vergeltungsschläge gegen Öl-, Gas- und Elektrizitätsanlagen in der gesamten Region auslösen und den Export „auch nur eines Tropfens Öl“ verhindern. Die jemenitischen Huthi-Rebellen, die mit dem Iran verbündet sind, drohten zudem mit einer Blockade saudischer Ölexporte durch die Meerenge Bab al-Mandab.
Die Doppelbedrohung für die Straße von Hormus und das Bab al-Mandab hat die Sorge um die globale Energieversorgung verschärft. Nach Angaben von Marktbeobachtern wurden mehrere Öltanker im Roten Meer umgeleitet, während in den USA die Benzinpreise die Marke von vier Dollar je Gallone überschritten. Laut Pentagon belaufen sich die Kosten des seit Ende Februar andauernden Konflikts für die USA auf 37,5 Milliarden Dollar; das Verteidigungsministerium ersuchte den Kongress um weitere 67 Milliarden Dollar. Auf iranischer Seite meldete das Gesundheitsministerium 53 getötete Zivilisten und Hunderte Verletzte. Die Vereinten Nationen verurteilten Angriffe auf zivile Infrastruktur als „inakzeptabel“.
Der Konflikt hatte mit israelisch-amerikanischen Luftschlägen am 28. Februar begonnen. Ein im Juni unterzeichnetes Memorandum of Understanding zur Waffenruhe und Wiedereröffnung der Straße von Hormus scheiterte nach wenigen Wochen, als Trump die Feuerpause für beendet erklärte. Seither setzen beide Seiten auf militärische Eskalation; indirekte diplomatische Kontakte bestehen nach Angaben aus Teheran zwar fort, doch eine formelle Verhandlungslösung ist nicht in Sicht. Die nächsten Schritte bleiben ungewiss: Während die USA ihre Luftoffensive fortsetzen und mit Schlägen gegen unterirdische Nuklearanlagen drohen, kündigte der Iran eine Ausweitung seiner Gegenschläge an. Die für November angesetzten Kongresswahlen in den USA erhöhen den innenpolitischen Druck auf die Regierung, eine Lösung zu finden.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
Europa ruft zur Zurückhaltung und Deeskalation auf und betont die Bedeutung der Stabilität in der Straße von Hormus.
Durch einen trockenen, sachlichen Ton ohne wertende Adjektive normalisiert der Block Trumps Drohung als routinemäßiges geopolitisches Ereignis.
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Die USA müssen die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten dieser Eskalation abwägen, während der Iran droht, die Ölströme zu blockieren.
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